CD-Review: Blood Of God - The Devils Rising

  • Veröffentlichung: 2010
  • Label: Eigenproduktion
Besetzung

Scarmah Kill - Gesang
Czakour Tippsk - Gitarre
Sale Khan - Gitarre
Itmin Komid - Bass
Amad - Schlagzeug

Tracklist

01. Judgement Day
02. The Devil's Rising
03. Deus Ex Machina
04. Tower Of Shadows


BLOOD OF GOD schicken zwar eine nette Anekdote zur Bandgründung und Projektintention („bang that head that doesn’t bang“) mit, doch außer der Tatsache, dass sie aus dem Ruhrgebiet kommen, kann ich dem pdf-File nichts biographisches entnehmen. Da auch die myspace-Seite nichts Brauchbareres über die Truppe zu berichten weiß, kann ich direkt in den Vier-Tracker „The Devil’s Rising“ einsteigen.

Die Band hat sich – wenn die Info denn erst gemeint ist – eine Trilogie mit Konzeptalben über „den ewigen Kampf und Weg der Zerstörung des Menschen gegen sich selbst…“ überlegt. Diese Demo-EP stellt sozusagen Auszüge aus dem ersten Teil dazu dar.
Den Stil von BLOOD OF GOD kann man wohl am Ehesten als melodischen Thrash Metal bezeichnen. Doch fließen auch gelegentlich Elemente des Power Metal und ein paar moderne Anleihen ein. Die Musik ist druckvoll und trotzdem auf ihre Art auch eingängig. Eine melodische Hook zieht sich trotz der Dynamik und regelmäßigen harschen Vocals durch die Stücke.
Thrashige Riffs und melodische Leads teilen sich das Gitarrenspiel. Der Groove ist kraftvoll und treibend. Der cleane Gesang ist ausdrucksstark und passt sich durch das warme Timbre und die Variablität ganz gut dem Stil an. Den Kontrast mit den harschen Vocals kann mal als recht gelungen bezeichnen. Technisch gibt es nichts zu mäkeln, und auch die Produktion klingt für Eigenregie ziemlich fett.
Kompositorisch gibt es gute Ideen. Regelmäßige Veränderungen der Intensität, ausgefeilte Arrangements und reichliche Wechsel der Tempi gehören dazu. Die Stücke gehen durch die melodischen Hooks gut ins Ohr. Ganz große Hits kann ich jetzt noch nicht ausmachen, doch das darf man bei einer ersten Demo auch nicht voraussetzen, obgleich BLOOD OF GOD in der Hinsicht andere Truppen locker in die Schranken weisen. Auf jeden Fall bringen die Songs gut Energie rüber und können auch Atmosphäre entwickeln.
Von den vier Tracks gefallen mir persönlich „The Devil’s Rising“ und „Tower of Shadows“ am Besten. Doch insgesamt schenken sich die Stücke nicht viel und spielen sich alle auf einem überdurchschnittlichen Niveau ab.

BLOOD OF GOD liefern mit „The Devil’s Rising“ bereits eine ziemlich gute erste Visitenkarte ab, die von dem erheblichen Potential der Truppe zeugt. Ich bin sehr gespannt, was uns die Jungs noch präsentieren werden, und eigentlich kann man schon dem ersten Longplayer dieser Trilogie entgegenfiebern. Thumbs Up!

Keine Wertung

Geschrieben am

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: