Review Brainstorm – Liquid Monster

Die Jungs von Brainstorm dürften nach Alben wie „Unholy“ oder „Metus Mortis“ jedem ein Begriff sein, der auch nur ansatzweise mit dem Genre „Power Metal“ etwas anfangen kann.Nach dem eher durchwachsenen Vorgänger „Soul Temptation“ darf man gespannt sein.

Mit „Worlds Are Comin‘ Through“ legt das Album auch gleich richtig los. Ein Mid-Tempo Track, der trotzdem noch einiges an Kraft besitzt. Der zweite Track „Inside The Monster“ steht dem Introsong in nichts nach, und dürfte wohl mit seiner Kraft und vor allem dem Refrain zu einem der Songs in der Geschichte Brainstorms werden.

Doch dann setzt das ein, was der große Kritikpunkt von „Soul Temptation“ war. Die Songs bauen zu schnell zu stark ab. „All Those Words“ kommt vor allem mit den weiblichen Guest Vocals sehr gezwungen daher und macht die zuvor aufgebaute Stimmung schnell zunichte. Das anschließende „Lifeline“ bietet das erste Mal deutlich mehr Speed und reiht sich als akzeptabler Song in gewohnter Brainstorm-Manier in die Tracklist ein. Etwas auf die Bremse trittt der Song „Invisible Enemy“, der durchaus mit sehr guten Gitarren Parts, allerdings mit einem nicht ganz passenden Refrain und Outro aufwartet.Der absolute Tiefpunkt des Albums wird mit „Heavenly“ erreicht. Die erste wirkliche Ballade. Francks Vocals passen nicht wirklich dazu und die Struktur des Songs will nicht so ganz in den Aufbau des Albums passen. Auch nach mehrmaligem Hören klingt der Refrain immer noch sehr nach dem „Gewollt aber nicht gekonnt“-Versuch.Aber egal, weiter geht es mit „Painside“, welcher mit krachenden Gitarren beginnt und mit seinem Rhythmus auch eins zwei Stunden länger im Kopf bleibt. „Despair To Drown“ kommt nach den ersten 20 Sekunden richtig in Fahrt und dürfte sich auch live zu einem sehr schönen Song entwickeln. Die Double-Bass weiß zu gefallen, ebenso wie der Refrain. Zusammen mit den beiden ersten Tracks des Albums dürften sich hier die Anspieltipps gefunden haben.„Mask Of Life‘ and ‚Even Higher’” kann man eigentlich in einem Atemzug nennen. Wie “Lifeline” finden sich hier Brainstorm typische Songs ohne große Besonderheiten, die aber durchaus im Mittelfeld anzuordnen sind. In „Burn my Soul“ hat man einen guten Mid-Tempo Track gefunden, der das Album würdig zu Ende bringt.

Wie auch sein Vorgänger „Soul Temptation“ ist „Liquid Monster“ teilweise ein sehr gelungenes Album, dass ohne einige Songs deutlich besser dran wäre. Jedoch hat man scheinbar aus Soul Temptation gelernt und hier wieder ein etwas konstanteres Album abgeliefert. Für Fans von Brainstorm auf alle Fälle ein Probedurchlauf Wert, auch wenn es wieder nicht an die Qualität und Atmosphäre der alten Alben anschließen kann.

Wertung: 6.5 / 10

Geschrieben am 6. April 2013 von Metal1.info

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