CD-Review: Cirith Gorgor - Onwards To The Spectral Defile

Besetzung

Nimroth – Gesang
Astaroth Daemonum - Gitarre
Asmoday - Gitarre
Lord Mystic – Bass
Levithmong – Schlagzeug

Tracklist

01. The Declaration of Our Neverending War
02. Winter Embraces Lands Beyond
03. Through Burning Wastelands
04. Sons of the New Dawn
05. A Hymn to the Children of Heimdal
06. Darkness Returns
07. Wandering Cirith Gorgor
08. Ephel Duth (A Warrior’s Tale)
09. Shadows over Isengard
10. Thorns of Oblivian


Metal aus den Niederlanden? Klar, da gibts reichlich. Doch wie siehts mit Black Metal aus? Tja, da hab ich euch wohl erwischt. Verständlich, die Death Metal Szene in Holland ist am Boomen wie nie zuvor, doch genauso wird der Black Metal im Underground festgeankert. Liar of Golgotha mögen zwar noch recht bekannt sein, aber wie zum Teufel stehts um andere Bands? Gibt’s keine? Von wegen, wie der Fünfer Cirith Gorgor beweist. Zwar möge diese von Tolkien inspirierte Band aus den Niederlanden kommen, ihre Musik klingt schwedisch und ist am ehesten mit den älteren Scheiben von Marduk und Dark Funeral zu vergleichen. Ein billiger Abklatsch sind sie deswegen nicht; trotz der Tatsache, dass Schweden-Einflüsse deutlich herauszuhören sind, versucht die Band diesen Sound durch gekonnte Melodie-Bögen, Breaks etc. zu bereichern und etwas eigenständiges aufzustellen. Das klappt hier und da – insgesamt betrachtet klingt es trotzdem (noch) zu unselbständig. Macht nichts, „Onwards To The The Spectral Defile“ ist schließlich das Erstlingswerk dieser Band.

Ihr braucht ausgefeilte Keyboard Melodien, elektronischen Firlefanz oder gar weiblichen Gesang? Dann seid ihr hier in jedem Falle falsch; Cirith Gorgor kommen gänzlich ohne Schnickschnack aus. Nach erstmaligem Hören sollte man sich nicht von dieser unglaublichen Geschwindigkeit abschrecken lassen, je öfter man „Onwards To The Spectral Defile“ in den Player lässt, umso genialer wird die Scheibe. Wie bei Osmose üblich wird eine fette Produktion aufgefahren, trotzdem ist der Bass meiner bescheidenen Meinung nach etwas zu kurz gekommen – oder liegt es an mir, das ich ihn kaum höre? Was auch immer – das Geknüppel kommt bestens aus den Boxen hervor und mäht alles nieder, was dem nicht stand halten kann. Über die Songs gibt es ebenfalls nichts zu meckern, alle sind abwechslungsreich gehalten, was bei diesem Getrümmer eine Meisterleistung darstellt. Einzigster ruhiger Song ist „A Hymn to the Children of Heimdal“, der sogar mit Akustikgitarren versehen wurde – ansonsten wird losgeknüppelt: mal hyperschnell, mal noch hyperschneller und mal „nur“ schnell; eben Black Metal, wie ich ihn mir nicht besser wünschen könnte.

(Steffen)

Bewertung: 8.5 / 10

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