CD-Review: Creature - Heidenzorn

Besetzung

Tobias Rube – Gesang
Marco Praher – Gitarre
Sebastian Mörstedt – Gitarre
Thomas Mörstedt – Bass
Greagor Laschczok – Schlagzeug

Tracklist

01. Intro
02. Heidenzorn
03. Mysteria Germania
04. Nordblut
05. Oskorei
06. Blood is thicker than water


Seit 1997 gibt es Creature schon, damals hießen sie noch Kreuzritter, und mit ihrem auf 400 Stück limitiertem Demo „Heidenzorn“ konnten sie nun auch einen Plattenvertrag bei Christhunt einfahren. Glückwunsch dazu schon mal, denn unverdient ist das ganz und gar nicht!
Kaum ist der schwarze, beklebte Rohling in die Anlage gewandert, ertönt ein extra langes Intro, welches aber nichts besonderes ist und für Black Metal mit Pagan Einflüssen eher Standardware ist. Dieses Intro tönt noch gut produziert aus den Boxen, das darf man aber beim weiteren Verlauf der Scheibe nicht erwarten. Der erste Track „Heidenzorn“ zeigt gleich ganz deutlich, dass diese 40 Minuten rohen und räudigen Black Metal bieten, der neben sägenden Riffs und einem rumpelndem Drumming auch viele schöne atmosphärische und ruhige Parts dabei hat. Über dem Soundgerüst thront ein Sänger, der sich hasserfüllt und bösartig durch die überlangen Songs kreischt und krächzt, hört sich gut an.
„Heidenzorn“ ist mit knappen sechseinhalb Minuten noch der kürzeste, reguläre Track, denn „Mysteria Germania“, „Nordblut“ und „Oskorei“ kratzen allesamt an der 10-Minuten-Grenze. Kürzer ist mit etwa 3 ½ Minuten nur das Impaled Nazarene-Cover „Blood is thicker than water“, welches aber irgendwie so gar nicht ins Gesamtbild passen will. Da ich das Original nicht kenne, kann ich auch weiter nichts dazu sagen.

Auch wenn Creature es wirklich drauf haben, habe ich doch so einige Probleme mit diesem Klangdokument. Und das allein schon, weil der Sound für mich schon „zu true“ ist, wurde schließlich auch alles im heimischen Proberaum aufgenommen. Mit zunehmender Spieldauer wird der Sound sogar noch räudiger, was mir das Leben und diese Rezension nicht sehr leicht macht.
Mir gefallen die vier Lieder wirklich gut, nur macht mir der Klang zu schaffen, und ich kann’s mir nicht allzu häufig anhören. Das mag dafür bei reinen Black Metallern mehr Begeisterung ausrufen, als bei mir. Talent kann man der Band jedoch auf keinen Fall absprechen, ich wünsche ihnen, dass man noch viel von ihnen hört… Das dürfte durch den Christhunt-Vertrag hoffentlich auch bald zu einer Veröffentlichung führen.
Weitere Infos und die CD an sich bekommt man unter www.creature-germany.de.

Bewertung: 7 / 10

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