CD-Review: Dagoba - Post Mortem Nihil Est

Besetzung

Shawter – Gesang, Gitarre, Orchestrierung
Z - Gitarre
Werther Ytier – Bass
Franky Costanza - Schlagzeug

Tracklist

01. When Winter …
02. The Realm Black
03. I, Reptile
04. Yes, We Die
05. Kiss Me, Kraken
06. Nevada
07. The Great Wonder
08. The Day After The Apocalypse
09. Son Of A Ghost
10. Oblivion Is For The Living
11. By The Sword


Mit „Poseidon” konnten DAGOBA einen Top 50 Platz in den französischen Charts erobern, was einer Death-Metal-Band nun auch nicht alle Tage passiert. Darauf folgten Touren mit In Flames und Sepulture durch ganz Europa. Jetzt steht mit „Post Mortem Nihil Est“ das fünfte Album von DAGOBA ins Haus, mit welchem man den Erfolg in der Heimat auch europaweit wiederholen möchte.

Zuerst sticht einem das Cover ins Auge. Verantwortlich hierfür zeichnet sich Seth Siro Anton, der u.a. schon Schieben von Paradise Lost veredelte und auch hier eine großartige Arbeit abgeliefert hat. Ob man das Werk nun als schön oder als abstoßend empfindet liegt dabei selbstredend im Auge des Betrachters. Fakt ist jedoch, dass es auffällt und man nicht nur einmal hinschaut – was kann man von einem Cover mehr erwarten?
Nun zur Musik, bei der sich im Vergleich zum Vorgänger nicht viel verändert hat. DAGOBA spielen auch auf „Post Mortem Nihil Est“ knallharten Death Metal, der immer wieder von Melodien durchzogen wird und dem man gleichzeitig versucht orchestrale Momente beizumischen. In diesen Situationen erinnert der Sound stark an Septicflesh, ohne jedoch deren Klasse zu erreichen.
Nichtsdestotrotz ist die hier vorliegende Musik richtig gut. Der Gesang pendelt zwischen Klargesang und heftigen Growls, die Gitarren spucken heftige Riffs aus, solieren aber auch ganz angenehm und das Schlagzeug treibt die Musik voran, ohne dabei zu sehr in den Vordergrund zu geraten. Alles gut auf „Post Mortem Nihil Est“? Nicht ganz, denn manchmal wollen DAGOBA schlicht einfach zu viel auf einmal.
Es gibt Stellen, an denen man sich wünscht DAGOBA würden einfach mal in Ruhe ihren Death Metal zocken und nicht an jeder Ecke versuchen noch etwas hineinzumogeln. Sicher, die Melodien sind super und passen auch zu den Songs, aber dann muss doch nicht zu jeder Melodie eine langsamer Part, eine Orchester-Sample und was-weiß-ich rangebastelt werden.

Unterm Sticht ist DAGOBA mit „Post Mortem Nihil Est“ ein richtig starkes Album gelungen, dass Fans des melodischen Death Metal eine wahre Freude sein wird, so sie sich mit der modernen Ausrichtung der Musik anfreunden können. Für die nächste Scheibe würde ich mir allerdings ein wenig mehr Fokus innerhalb der Songs wünschen, denn dann könnten DAGOBA ihr großes Potential noch mehr ausschöpfen. Bis dahin mach „Post Mortem Nihil Est“ allerdings genug Spaß, um es immer mal wieder aufzulegen.

Bewertung: 7.5 / 10

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