CD-Review: Darkthrone - Transilvanian Hunger

Besetzung

Nocturno Culto – Gesang
Zephyrous – Gitarre
Fenriz – Bass, Schlagzeug

Tracklist

01. Transilvanian Hunger
02. Over Fjell Og Gjennom Torner
03. Skald Av Satans Sol
04. Slottet I Det Fjerne
05. Graven Takeheimens Saler
06. I En Hall Med Flesk Og Mjod
07. As Flittermice As Satans Spys
08. En As I Dype Skogen


Darkthrone gelten seit langem, neben Bands wie Mayhem, Immortal, usw. als Pioniere der norwegischen Black Metalszene und sind noch bis heute, im Gegensatz zu anderen Bands der ersten Stunde, Underground geblieben. Sie geben keine Konzerte und versuchen die schlechst möglichste Produktion für jedes Album hinzukriegen, trotzdem oder gerade deshalb, sind sie auch vielen Metallern die sich nicht mit ihrer Musik befassen bekannt. Für die einen sind Darkthrone Helden und Verfechter des echten, rohen und primitiven Black Metal und für die anderen einfach nur Bockmist. Diese gegensätzlichen Meinungen haben natürlich auch meine Neugier geweckt und da ich für extreme Musik immer zu haben bin, lud ich mir ein paar Sachen runter und habe mir ‘Transilvanian Hunger, den vierten offiziellen Output der momentan auf zwei Personen geschrumpften Band gekauft.

Die Scheibe beginnt mit dem Titeltrack, der meiner Meinung nach für einen Black Metalsong äußert melodisch aus den Boxen dröhnt. Obwohl ich wußte daß die Produktion recht schwach ist, war ich doch etwas von der Drucklosigkeit überrascht. Allerdings fällt einem das nach spätestens einer Minute gar nicht mehr auf. Den ersten Song kann man gut als stellvertretend für die ganze CD bezeichnen, da hier alles zusammen kommt was Darkthrone, zumindest auf der ‘Transilvanian Hunger’ ausmacht: Primitive und doch ins Ohr gehende Riffs die sich ständig wiederholen, normales einfaches, Drumming das sich nur minimal bis nie ändert (ich habe in fast keinem Lied ein Break gehört), typischer Kreischgesang, Texte übers ach so kalte Norwegen, und eine schlechte rohe Produktion. Und fertig ist ein Kultalbum der Szene das selbst ‘normale’ Metalhörer wie mich zu begeistern weiß.

Über die einzelnen Songs kann ich nur recht wenig bis gar nichts schreiben, da es einfach nicht darüber zu schreiben gibt. Man muß sie sich einfach anhören. Mein Favourite ist Lied Nummer 2 ‘Over Fjell Og Gjennom Torner’ das zwar nur zwei Minuten lang ist (alle übrigen Songs dauern 4 bis 6 Minuten) deshalb aber viel kompater klingt als die anderen und deswegen ein kleiner Black Metalhit ist. Trotzdem ist jedes Stück hörenswert, nur ‘As Flittermice As Satans Spys’ ist meiner Meinung nach etwas nervig. 4 der 8 Texte stammen übrigens von Vollzeit Arier Count Grishnackh, auch bekannt als Varg Vikernes und Mörder von Euronymous (Mayhem).

Mir ist es egal ob Black Metal Krieg, Posing, oder einfach nur ein Genre von vielen ist; mir geht’s um die Musik. Und die stimmt zumindest auf dieser CD von Darkthrone auf jeden Fall, die wohl am besten für einen Spaziergang durch den Wald an einem kalten Winterabend geeignet ist. Das Artwork des Digipaks ist sehr schlicht und schon fast edel, außerdem ist auf dem Re-Release ein Interview mit dem lustigen Zeitgenossen Fenriz drauf, auf dem er über die Aufnahmen des Albums und die Black Metalszene zur der Zeit spricht. Verschönert wird das ganze dann noch mit einigen schönen, billigen Aufnahmen aus dem norwegischen Wald die fast an ‘Blair Witch Project’ erinnern. Obwohl die Produktion des Albums nicht wirklich stört, bin ich doch ein Freund von krachendem Sound und deshalb gibt es minimal Punkteabzug, der durch das Video aber wieder wett gemacht wird. Unter Schnitt bleiben 7 gut gemeinte Punkte, empfehlen würde ich die Scheibe aber nur den Leuten die zumindest auch mit ‘normalem’ Black Metal etwas anfangen können.

Bewertung: 7 / 10

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