Kurzreview: Deathrow Re-Releases


1984 ursprünglich als Samhain gegründet, musste man sich 1986 umbenennen, da der Name bereits von Glen Danzig’s Band beansprucht wurde. So erschien das Debüt unter dem Namen, der die vier Jungspunde Milo, Thomas Priebe, Sven Flüge und Markus Hahn in der Thrashszene zu einiger Berühmtheit führen sollte – DEATHROW. Mit „Riders Of Doom“, „Raging Steel“ und „Deception Ignored“ veröffentlichte die Truppe drei Alben, die bis heute Kultstatus genießen. Nach Touren mit anderen Thrashgrößen wie Kreator, Sodom und Destruction, aber auch internationalen Acts wie Possessed und Voivod löste sich die Band 1990 auf. Dementsprechend schwer waren die Platten von DEATHROW zu bekommen, so man denn nicht horrende Preise auf eBay zahlen wollte. Nun werden die drei Scheiben im Zuge der „Noise lebt!“-Kampagne wiederveröffentlicht – sowohl auf CD als auf Vinyl.


Deathrow - Riders Of Doom

Genre: Thrash Metal

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1986 veröffentlicht, konnte sich „Riders Of Doom“ schnell einen Platz als Kultscheibe in der aufkeimenden Thrash-Szene sichern. DEATHROW gongen auf ihrem Debüt mit unheimlichem Elan zu Werke und spielten ihren Thrash ungezügelt und in Höchstgeschwindigkeit. Gleichzeitig machen aber die ausführlichen Instrumentalpassagen deutlich, welches Potential in der jungen Band steckte und Ansprüche die Musiker an sich selbst hatten. Die auf dem Debüt enthaltenen neun Tracks wurden größtenteils von Demos zusammengesucht und sind entsprechend roh und ungeschliffen. In dieser Hinsicht gleichen sie durchaus dem zur gleichen Zeit erschienenen Material von Sodom und Kreator.

In der nun erschienenen remasterten Version sind neben „Riders Of Doom“ noch bisher unveröffentlichte Probenmitschnitte und Livetracks enthalten. Zudem haben die Gründungsmitglieder Sven Flügge und Markus Hahn neue Liner Notes verfasst, die diese Veröffentlichung (auf blauem Doppel-Vinyl) abrunden.

[Christoph Emmrich]


Deathrow - Raging Steel

Genre: Thrash Metal

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Nur ein Jahr nach ihrem Debüt legten DEATHROW schon nach. Ihr Zweitwerk „Raging Steel“ machte genau dort weiter, so „Riders Of Doom“ aufgehört hatte und bietet dem Hörer zügellosen, schnellen und harten Trash. Der Albumtitel kann also durchaus als thematische Ansage verstanden werden. Zehn Songs enthält die Platte und diese zeigen feinsten und lupenreinen Teutonen-Thrash. Zugleich ist aber unverkennbar, dass sich DEATHROW in puncto Songwriting deutlich weiterentwickelt hatte und auch die Produktion ist deutlich besser, sodass die Band nicht nur ihre Fanbase erweitern, sondern auch in der sich global entwickelnden Thrash-Szene Fuß fassen konnte.

In der nun erschienenen remasterten Version sind neben „Raging Steel“ noch bisher unveröffentlichte Probenmitschnitte und Livetracks sowie das ursprüngliche Samhain-Demo enthalten. Zudem haben die Gründungsmitglieder Sven Flügge und Markus Hahn neue Liner Notes verfasst, die diese Veröffentlichung (auf rotem Doppel-Vinyl) abrunden.

[Christoph Emmrich]


Deathrow - Deception Ignored

Genre: Thrash Metal

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Kurz nach der Veröffentlichung von „Raging Steel“ verließ Thomas Priebe die Band und wurde durch Uwe Osterlehner ersetzt. Dessen Fähigkeiten an der Gitarre und im Songwriting verliehen dem dritten Album von DEATHROW eine technischere und progressivere Schlagseite. „Deception Ignored“ erschien 1989 und ist die erfolgreichste Platte DAETHROWs. Auch wenn die Truppe weiter Thrash spielte, wurden die Songs im Aufbau doch deutlich vertrackter und das Spiel um einiges Präziser. Auch hielten deutlich mehr meldoische Elemente – besonders in den Soli – Einzug in den Klang von DEATHROW. Für viele Fans ist „Deception Ignored“ bis heute die die Band definierende Scheibe.

In der nun erschienenen remasterten Version enthält neben „Deception Ignored“ noch einen Bonustrack. Zudem haben die Gründungsmitglieder Sven Flügge und Markus Hahn neue Liner Notes verfasst, die diese Veröffentlichung (auf silber-grauem Vinyl) abrunden.

[Christoph Emmrich]


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