CD-Review: Départe - Failure, Subside

Besetzung

Sam Dishington – Gesang, Gitarre
Mitch Golding – Gitarre
Jarrod Sorbian – Bass
Michael Rankine – Schlagzeug

Tracklist

01. Seas Of Glass
02. Ashes In Bloom
03. Wither
04. Grief Echoes (Golden Scars)
05. Mara's Choir
06. Vessel
07. Ruin


Wenn auch nicht all zu viel Metal aus Australien zu uns herüber geschwappt kommt, sollte man die dortige Szene nicht unterschätzen – wie die Qualität der Bands, die es schaffen, auch in Europa Beachtung zu finden, beweist: Gerade der extreme Sektor hat mit Truppen wie Austere, Woods Of Desolation oder Ruins einige echte Geheimtipps zu bieten. DÉPARTE aus Hobart in Tasmanien müssen bald wohl in dieser Reihe genannt werden, so die Band auch in Zukunft an die Qualität ihres Debütalbums anknüpfen kann.

Hinter einem ausdrucksstarken Artwork, das ebenso gut ein Celeste-Album zieren könnte, verbirgt sich auf „Failure, Subside“ ein 50-minütiges Wechselbad der Gefühle: Mal kraftvoll und zielstrebig („Ashes In Bloom“), mal hoffnungslos düster-doomig, mal mit verletzlichem Klargesang („Wither“), gelingt es DÉPARTE, den Hörer von der ersten bis zur letzten Minute in ihrer Soundkollage gefangen zu halten: Sudge-Riffs finden sich hier ebenso wie Black-Metal-Raserei und Post-Metal-Atmosphäre. Untermauert wird gerade Letztere durch einen modernen Sound, der sich vor allem durch Druck im Bass-Bereich und beeindruckende Transparenz auszeichnet: Die vertrackten Spielereien von Schlagzeuger Michael Rankine kommen so ebenso gut zur Geltung wie die spannenden Bass-Figuren und dezenten Synthesizer („Vessel“). Und auch in Sachen Komposition wissen DÉPARTE zu überzeugen: Obschon drei der Songs an der 10-Minuten-Marke kratzen oder diese sogar durchbrechen, gelingt es den Australiern dennoch, ihre Stücke spannend zu gestalten: Vor allem das bereits erwähnte „Wither“ vermag hier zu glänzen.

Mit „Failure, Subside“ legen DÉPARTE ein Debüt vor, das der Band nicht grundlos einen Vertrag beim in der Szene wohlbekannten französischen Label Season Of Mist verschafft hat: Wenn auch vielleicht nicht unverkennbar eigenständig, vermag das Album den Hörer doch zu packen und über 50 Minuten hinweg in seinem Bann zu halten. Das allein verdient Respekt und Aufmerksamkeit – nicht zuletzt, weil es durchaus spannend sein dürfte, zu beobachten, wie sich die erst 2011 gegründete Band weiter entwickeln wird.


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Bewertung: 7.5 / 10

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