CD-Review: Die Heart - Stay Heart

Besetzung

Niels Hergen - Gesang
Simon Roschning - Gitarre
Nils Hansen - Bass, Gesang
Torben Bortz - Schlagzeug

Gastmusiker:
Swiss - Gesang (Track 13)
Ruben Röh - Gitarre (Track 2, 7, 11)

Tracklist

01. Intro
02. Roots
03. All For One
04. Beers & Ziggs
05. Life Turns To Fear
06. Against Us
07. Rise Or Fall
08. Between The Days
09. Keep Away
10. Stronger Than Ever
11. I Hate You
12. Purgatory
13. Jolie

Bonus CD:
01. All For One (feat. Gary Meskil)
02. Beers & Ziggs (feat. Schmiddlfinga)
03. Keep Away (feat. Andrew)
04. Roots (feat. Chri)
05. All For One (EP-Version)
06. Jolie (EP-Version)
07. Stronger Than Ever (EP-Version)


Die Hamburger DIE HEART lassen sich von vielen und vor allem verschiedensten Genres beeinflussen, daher erfinden sie das Rad sicherlich nicht neu und eine Aufzählung der vielfältigen Einflüsse würde hier den Rahmen sprengen. Fakt ist, dass sich die aufstrebende Band vornehmlich im Hardcore-Punk-Bereich lokalisieren lässt,  Mit ihrem ersten Longplayer „Stay Heart“ möchten die vier Herren auf die Leidenschaft der Musikhörer abzielen und haben einige interessante Gäste für ihr Anliegen gewinnen können.

Nach einem relativ ruhigen Gitarren-Intro legen DIE HEART ohne Umschweife los. Entsprechend typischer Hardcore-Herangehensweise sind die Songs relativ kurz gehalten, lediglich ein Titel knackt die Dreieinhalb-Minuten-Marke. Diese punkige Schlagseite der vier Musiker schlägt sich in nahezu jedem Song nieder. Sei es durch schnell gespielte Gitarren oder auch dem erdigen Keifen von Frontmann Niels Hergen. Ziemlich zeitig wird dem Hörer dann auch der wohl stärkste Titel dieses Debüts um die Ohren gehauen: „All For One“ besticht durch das vertonte Zusammengehörigkeitsgefühl, seinen ohrwurm- und mitgröhlverdächtigen Refrain und ist als Gesamtpaket mehr als stimmig. Im weiteren Verlauf des Albums erreichen sie diese Klasse zwar nicht mehr, liefern aber dennoch sehr soliden Hardcore Punk, der sich voller Energie präsentiert („Life Turns To Fear“), aber auch melodische Gitarren einbindet („Against Us“) und auch mal mit marschierenden Drums eine entschleunigte Variante vorlegt („Rise Or Fall“).

Die Bonus-CD hingegen präsentiert bereits gehörte Songs in einem etwas anderen Gewand. Hauptsächliche Verantwortung dafür tragen die Gastmusiker, die sich sehr gut in das Klangbild von DIE HEART einbinden. „All For One“ mit Gary Meskil (Pro-Pain) sticht hier besonders hervor, da der Refrain nochmal deutlich an Energie zulegt. Aber auch „Keep Away“ mit Andrew (Brothers In Arms) und „Roots“ mit Chri (Rogers) können gut zünden. Die drei EP-Versionen von „All Is One“, „Jolie“ und „Stronger Than Ever“ klingen dagegen wie beliebiges Stückwerk, fehlt es ihnen doch deutlich an der Energie, die die Hamburger bisher an den Tag gelegt haben.

Sowohl in Bezug auf die Songinhalte als auch musikalisch haben DIE HEART den Hardcore scheinbar wie ein Schwamm aufgesogen und haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese Liebe an die Menschen weiterzugeben. Deshalb besticht „Stay Heart“ als sehr solides Debütalbum, das sich zwar meistens nicht weit von den üblichen Genregrenzen entfernt, aber durch Energie und einige Überraschungsmomente durchaus überzeugen kann. Auch die Neuaufnahmen mit namhaften Gästen der Bonus-EP sind ein Antesten wert. Von diesen Hamburger Jungs wird man in Zukunft noch hören.

Bewertung: 7 / 10

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