CD-Review: Dynamite - Blackout Station

Besetzung

Mattis Karlsson - Gesang, Gitarre
Sebastian Hed-Plikas - Gitarre
Adam Butler - Bass
Jonas Hagström - Schlagzeug

Tracklist

01. Blackout Station
02. Talk Is Cheap
03. Burn It Down
04. Hail Rock'n'Roll
05. It's A Long Way Home
06. Grind For A Dime
07. Give It To Me
08. Hard To Please
09. Damn You Women
10. Wild And Untamed


An einen strengen Zeitplan wissen sich die Hard-Rocker von DYNAMITE zu halten: Das neue Album „Blackout Station“ erscheint genau ein Jahr nach der letzten Veröffentlichung „Lock’n’Load“, mit welcher sich die Schweden eine Menge zwiespältiger Kritik einheimsten. Die Meinungen der Hörer unterschieden sich nur in einem Punkt nicht: „Die klingen ja fast exakt wie AC/DC!“

Die ersten 17 Sekunden des beginnenden und gleichnamigen Titels zum Album „Blackout Station“ und das Cover der Platte lassen mich vermuten, dass die Band den Hörer mit der folgenden Musik gedanklich in den Wilden Westen zurückversetzen will. Meine Vorstellungen rutschen sofort ab zu dreckigen Cowboys, die viel zu enge Hosen tragen und bei einem Glas Whiskey im Saloon darüber nachdenken, wen sie zuerst erschießen wollen. Wäre es mit Sicherheit auch interessant gewesen, sich einer weiteren Auseinandersetzung zu unterziehen, werden meine Annahmen geradlinig vom Rest der Platte vernichtet. Denn scheinbar haben die positiven Beurteilungen der Vorgängerplatte im letzten Jahr überzeugt. Auch in „Blackout Station“ ändern DYNAMITE ihr Konzept nicht das kleinste bisschen und so bleiben die Einflüsse der Kultstars von AC/DC deutlich hörbar.

Im Aufbau unterscheiden sich die zehn vorhandenen Titel eigentlich gar nicht. Der nahezu perfekte Gesang vom schnurrbärtigen Frontmann Mattis Karlsson, der mit hohen Tönen überzeugt, wird immer wieder von dunklem Background-Gesang, welcher etwas chorartig klingt, unterstützt. Besonders sichtbar wird dieser Teil der Struktur im vierten Song „Hail Rock’n’Roll“ und im fünften „It’s A Long Way Home“, die wohl auch zu den eingängigsten Stücken der Platte gehören. Das Songwriting wird jeder Hörer loben, der sich von den eindrucksvollen und intelligenten Texten beschallen lässt. Die Refrains bestehen meist nur aus einem einzigen Ausruf: Das Erlernen stellt schon mal kein Problem dar. Wer Schlagzeuger Jonas Hagström jedoch das Wasser reichen möchte, muss sich etwas mehr reinhängen. Sein Erzeugnis darf neidisch machen!
Begeistert man sich für abgefahrene und wilde Gitarrensoli, höre man „Give It To Me“, möchte man auf seiner Heimparty, dass auf den Tischen getanzt wird, spiele man das darauf folgende „Hard To Please“ und muss man die sonnigen Stunden des Tages im Auto verbringen und sehnt sich nach guter Laune, schalte man den letzten Song „Wild And Untamed“ ein, der auf der Platte von DYNAMITE vorhanden ist.

Fest steht: Als ich nach dem Hören der ersten zwei bis drei Lieder in meinem Kopf dieses Review formte, sprangen für das Album deutlich weniger Punkte heraus. Nach jedem weiteren Song gefiel es mir, trotz keiner großartig vorhandenen Vielseitigkeit, immer besser. Lassen wir DYNAMITE also klingen wie AC/DC in jungen Jahren, so haben wir zumindest viel Freude mit ihnen. Musikalisch ist „Blackout Station“ auf jeden Fall ein Genuss für jeden Hard-Rock- und Heavy-Metal-Fan, sowie für alle, denen vor Energie strotzende Musik kein Feind ist.

http://www.youtube.com/watch?v=q4uGua0AMZc

Bewertung: 8 / 10

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