Review Ekotren – Light The Fire

Der Name EKOTREN beinhaltet Verwechslungsgefahr. Einerseits natürlich mit Ektromorf aus Ungarn, und andererseits für die Homies unter und mit Eko Fresh. Ein paar junge Herren aus Florida haben sich davon nicht beirren lassen und haben sich zu einer Band zusammengefunden, die mit ihrem Album „Light The Fire“ nun bei Blind Prophecy Records gelandet sind.

Und da wäre beim ersten Song auch schon ein weiteres Problem: New Metal ist tot. Oder doch nicht? Jedenfalls ist man bei den Amerikanern wohl nicht davon zu überzeugen und schreit sich die anfangs erstmal ein wenig die Seele beherzt aus dem Leib, ehe die amerikanischste aller Fragen gestellt und ohne zu warten leider selber mit „Yes“ beantwortet wird: „Do you want cheese with that?“. No, please!! Wie wenig Vertrauen in das eigene Können muss man denn haben um derartig stark Songs nur nach einem festen Rezept zu kochen. 50% Fleisch – 50% Käse. Das ständige Wechseln von pseudo-bösen Shouts und zuckersüßen, klebrigen Cleangesang mögen ganz wenige Bands vielleicht beherrschen, doch EKOTREN gehören eindeutig nicht zu diesen Schlag, da das Gemisch viel zu durchschaubar bleibt. Abgesehen von der obligatorischen Powerballade, die mit „Needed You More“ geliefert wird, unterscheiden sich die Songs in keinster Weise. Ihren Anspruch Extrem Metal mit einer gewissen Massentauglichkeit zu verbinden, werden die Amerikaner zu keinem Zeitpunkt wirklich gerecht. Viel mehr versucht man nicht vorhandenes Potential mit ewigen Effektspielereien über den Gesangsspuren zu kaschieren und hier und da werden schon tausendfach in dieser Art gehörte catchy Riffs eingestreut. Mehr als ein paar nette Melodien und „Aggro-Grooves“ sind es aber trotzdem nicht und daher einfach zu wenig.

„Light The Fire“ ist ein Album, das allerhöchstens für sehr große Vereherer von Bullet For My Valentine mit unkritischem Musikgemack zu empfehlen ist. Alles klingt viel zu berechenbar und in erster Linie gewollt. Auf dem Mainstream Markt rechne ich deshalb sogar mit einigermaßen guten Chancen, da die Musik nur wenig fordert und vor meinem geistigen Auge die Scheibe schon in der nächsten Dorfdisco rotiert. Ich bin bei Leibe kein engstirniger Musikhörer und kann mich für sehr viele unterschiedliche Klänge erwärmen, aber EKOTREN schaffen es in keinster Weise auch nur, gemäß des Albumtitels, ein kleines Feuer bei mir zu entfachen.

Wertung: 3 / 10

Geschrieben am 6. April 2013 von Metal1.info

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