CD-Review: El Camino - Black Fuel

Besetzung

Martin - Gesang
Werner - Gitarre
Jan - Gitarre
Dennis - Bass
André - Schlagzeug

Tracklist

01. Spiral
02. Dirt
03. Withered
04. Dependence
05. Level
06. Vagrant
07. Incandescence
08. Limbus
09. Jane's
10. Wolverine
11. Damage
12. Black Fuel


„Macht euch auf zwölf neue, intensive Songs gefasst, die euch auf den nächsten Gigs umhauen werden!“ – So sagen es EL CAMINO über ihr neues Album „Black Fuel“. Bis heute konnte die Truppe aus Niedersachsen viel Konzerterfahrung sammeln. Gerade dadurch gewann sie wieder und wieder neue Fans. Ob sie auch mit ihren aktuellen Songs punkten kann und ihrem Versprechen vom „Umhauen auf den nächsten Gigs“ somit geglaubt werden darf, gilt es herauszufinden.

Eine Prise Hard Rock, eine Prise Heavy Rock und eine Prise Stoner Rock: Alles miteinander vermischen und schon haben wir das Ergebnis mit dem Titel „Black Fuel“. Ganz so einfach hatte es die Band sicher nicht, werden die imposanten kompositorischen Fähigkeiten doch recht schnell bewiesen. Doch durch die trockene Art, die von den Songs ausgeht, ist es keinem Hörer zu verübeln, wenn erst einmal eine simple Aufmachung vermutet wird.
Die Musik bewegt sich hauptsächlich auf dem kräftigen Sound der Gitarren, was bereits im ersten Stück „Spiral“ durch ein recht ausschweifendes Solo auffällt. Ähnlich geht es mit dem Titel „Dirt“ weiter, der jedoch seine eigentliche Prägung in seinem Liedtext verbirgt: Ob dieser Eindruck nur dem Namen des Songs verschuldet ist, dessen Aussprache durch Sänger Martin dem Stück einen besonders verruchten Klang gibt, bleibt ungewiss.
Dass es auf einem Album fast immer Titel gibt, die den Hörer überraschen, ist nichts Neues – dass diese Überraschungen oft in die Hose gehen, aber leider auch nicht. Ganz so schlimm ist es bei EL CAMINO glücklicherweise nicht, aber sowohl das melodische „Level“ als auch das punkige „Dependence“ passen nicht in das Gesamtpaket und schaffen es somit nicht wirklich, den Hörer abzuholen. Das Stück „Jane’s“ gleicht dieses Missgeschick durch einen bewegenden Text und ein mitreißendes Gitarrenspiel jedoch auf gute Weise aus und sollte auf jeden Fall im Zusammenhang mit den Worten ‚Höhepunkt des Albums‘ genannt werden. Generell muss die zweite Hälfte von „Black Fuel“ als stärkere betitelt werden. Sowohl „Wolverine“ und „Damage“ als auch „Black Fuel“ und „Limbus“ sind Songs, die die Platte hörenswert machen.

Sicher ist, dass EL CAMINO ihre Zuschauer auf kommenden Konzerten durch ihren Auftritt in Kombination mit ihrer Musik tatsächlich umhauen werden. Dass „Black Fuel“ allein das auf ähnliche Weise schafft, muss leider angezweifelt werden. Zwar beinhaltet es viele unterhaltende Stücke, doch fehlt hingegen in anderen Liedern der Punkt, an dem der Funke auf den Hörer überspringen sollte – das gewisse Etwas. Diese Erkenntnis lässt mich zu dem Schluss kommen, das Album nur als gutes Mittelmaß einstufen zu können. Die Arbeit an der nächsten Scheibe sollte da beginnen, wo sie an den letzten Songs für „Black Fuel“ aufgehört hat.

Bewertung: 7 / 10

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