CD-Review: Eläkeläiset - Jenkkapolkkahumppa (EP)

Besetzung

Onni Varis - Keyboard und Gesang
Lassi Kinnunen - Akkordeon und Gesang
Martti Varis - Bass und Gesang
Petteri Halonen - Keyboard, Gitarre und Gesang
Kristian Voutilainen - Schlagzeug und Gesang

Tracklist

01. Jenkkapolkkahumppa
02. Humppasonni
03. Humppastara
04. Hyljätyn humppa


Humppa ist normalerweise etwas für alte Leute und über die Grenzen Finnlands eigentlich kaum bekannt, doch was ist schon normal, wenn man von ELÄKELÄISET spricht. Die durchgeknallten finnischen „Rentner“, so der Bandname auf Deutsch übersetzt, mit dem Poro (Rentier) im Bandlogo schaffen es so ziemlich jeden bekannteren Song für das Lebensgefühl Humppa passend zu machen. Einprägsame Melodien bleiben zwar erhalten, doch Eläkeläiset geben schon auf Grund der Tatsache, dass sie den Orginal-Songtext mit ihren eigenen finnischen Ergüssen, die nicht gerade jugendfrei sind, ersetzen und dem Humppa-Stil ihre ganz eigene sympathische Note.

Auf der EP „JenkkaPolkkaHumppa“ müssen vier allesamt recht bekannte Titel – von Rock bis sogar Techno – dran glauben. Zu erst sind es HIM mit ihren Hit „Join Me“, die in Form von „Humppasonni“ verwurstet werden und das in mehr als überzeugender Manier. Die dem Alkohol und insbesondere Wodka nicht abgeneigte Truppe schaffen den Spagat zwischen gutem Erkennungswert und maximalen Spaßfaktor. Das Orginal von „JenkkaPolkkaHumppa“ stammt, auch wenn man es kaum für möglich hält von der Technotruppe Scooter mit dem Titel „Faster, Harder, Scooter“. Und ja, in dieser Form macht sogar einem Metaller „Techno“ Spaß! Der schnelle, humppatypische Zweivierteltakt ist einfach ideal für jede feucht-fröhliche Party. Das Highlight unter dem flotten Songvierer stellt für mich eindeutig der dritte Titel im Bunde dar. Da wird flugs mal aus einem Moviestar ein Humppastarra, welches einfach eine perfekt gelungene Parodie auf den Harpo-Klassiker mit enorm hohen Schunkel- und Tanzpotential darstellt. Den Abschluss bildet „Hyljätyn Humppa“, hinter dem sich natürlich auch ein bekannter Titel verbirgt. Um den Spaß beim Liederraten nicht noch vollständig zu zerstören verzichte ich hier auf die Angabe des Orginals. Dass es Eläkeläiset hier einen fröhlichen Partykracher gezimmert haben ist allerdings kein Geheimnis. Darüber hinaus findet man noch ein Video zu Humppasonni als kleinen Bonusteil auf der EP

Was will man über Eläkeläiset noch viel sagen? Entweder man liebt sie für ihre herrlich chaotisch-sympathischen Humppa-Kompositionen oder man hasst sie. Ich für meinen Teil finde sie einfach nur überaus originell, da sie es schaffen nicht einfach nur stur zu Covern, sondern mehr als jede andere Band ihren Versionen ihre eigene Note zu verleihen. Der ganz eigene Stil macht Eläkeläiset nicht nur für Hörer des schweren Metalls, sondern auch für Punk- und Rockliebhaber interessant.

Keine Wertung

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