CD-Review: English Dogs - The Thing With Two Heads

Besetzung

Adie Bailey - Gesang
Giz Butt - Gitarre
Ryan Christy - Gitarre
Craig Christy - Bass
Andy Pinching - Schlagzeug

Tracklist

01. Turn Away From The Light
02. Freak Boy
03. Gorgonized
04. Hate Song
05. Ghost Note
06. Up From The Depths
07. The Thing Will Arise
08. Planet Of The Living Dead
09. Royal Flying Corpse
10. Rectify
11. Down With The Underdogs


(Punk Rock/ Thrash Metal) „The Thing With Two Heads“, welches auf dem Cover der Platte abgebildet ist, ähnelt dem Kraken aus ‚Fluch der Karibik‘ wirklich enorm – und dann verschlingt es auch noch ein Schiff.  Nur die beiden bartagamenähnlichen Köpfe passen irgendwie so gar nicht zur gewohnten Vorstellung. Gepaart mit den verschiedenen Schriftarten, die das Cover zieren, ergibt sich ein äußerst unästhetisches Bild, welches vermutlich nicht besonders viele Leute zum Kauf anregt. Doch bekannterweise heißt es: Die wahre Schönheit kommt von innen. Ob sich diese beim neuen Album der Band ENGLISH DOGS finden lässt?

Einen gewissen Charme hat die Platte allemal. Das anfangs etwas gewöhnungsbedürftige Crossover wird perfekt in fröhliche Melodien und nicht allzu anspruchsvolle Textzeilen wie „Fuck me? Or fuck you!“ verpackt, sodass davon ausgegangen werden darf, dass die Künstler nicht unbedingt an diesem Werk arbeiteten, um nach vielen Jahren im Geschäft endlich den großen Durchbruch zu erlangen, sondern um Spaß zu haben. Und dieser ist spürbar: Top!
Sowohl das zweite Stück „Freak Boy“ als auch das vierte „Hate Song“ sind eindeutige Punk-Hymnen, bei denen jedoch durch gelegentliche thrashige Riffs eine ganz besondere Abwechslung geschaffen wird. Etwas verwundert schaut der Hörer drein, wenn das Lied „Up From The Depths“ anklingt. Es ist mit einer guten Minute nicht nur das kürzeste, sondern wohl auch das eigenartigste Stück auf „The Thing With Two Heads“. Sehr leise, vom Meeresrauschen fast komplett übertönt, singen ein paar Seemänner auffallend fröhlich und mit rauchiger Stimme von dem, was unten in den Tiefen der Meere geschieht. Am Ende des Titels: Nur noch ein herzhaftes Lachen, dann verstummen die Matrosen. Das Einzige, das bleibt, ist ein lautes Brüllen – vermutlich von besagtem Seemonster auf dem Cover.
Neben diesen eher belustigenden Highlights gibt es auch musikalisch Hörenswertes. Dazu zählen beispielsweise „Turn Away From The Light“, „Planet Of The Living Dead“ und „Down With The Underdogs“. Auch „Royal Flying Corpse“ hat einen ganz besonderen Reiz und könnte, genau wie „Rectify“, von Alestorm adoptiert werden: durch und durch Piratensongs.

Letztendlich kann man sich in dieses unterhaltsame Album der ENGLISH DOGS verlieben. Bei der Bewertung gibt es für diesen Liebreiz jedoch keine Pluspunkte und rein musikalisch gesehen ist „The Thing With Two Heads“ leider nur ein mittelmäßiges Werk.

Bewertung: 6 / 10

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