Reviews – Metal1.info https://www.metal1.info Wir schreiben Musik Sun, 27 May 2018 11:19:44 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.6 https://www.metal1.info/wordpress/wp-content/uploads/2016/04/cropped-metal1-logo2016_kurz-50x50.png Reviews – Metal1.info https://www.metal1.info 32 32 Thy Catafalque – Geometria https://www.metal1.info/metal-reviews/thy-catafalque-geometria/ https://www.metal1.info/metal-reviews/thy-catafalque-geometria/#respond Fri, 25 May 2018 06:00:46 +0000 https://www.metal1.info/?post_type=reviews&p=115092 THY CATAFALQUE, die ursprünglich als Black-Metal-Projekt angelegte Herzensangelegenheit des gebürtigen Ungaren Tamás Kátai, zeigt seit der letzten Platte eine Entwicklung, die womöglich nicht mehr adäquat die Vorzüge des Projektes repräsentiert. Dies mag ein harter Einstieg sein, aber wenigstens ein ehrlicher. Denn stand die Musik zuvor für eine kreative Verflechtung von rauen Black-Metal-Anleihen mit sanften, elektronischen...
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THY CATAFALQUE, die ursprünglich als Black-Metal-Projekt angelegte Herzensangelegenheit des gebürtigen Ungaren Tamás Kátai, zeigt seit der letzten Platte eine Entwicklung, die womöglich nicht mehr adäquat die Vorzüge des Projektes repräsentiert. Dies mag ein harter Einstieg sein, aber wenigstens ein ehrlicher.

Denn stand die Musik zuvor für eine kreative Verflechtung von rauen Black-Metal-Anleihen mit sanften, elektronischen Melodien („Rengeteg„, 2011), die sich zu einem brausenden Sturm alias „Sgùrr“ (2015) entwickelte, wurde eben jener auf „Meta“ (2016) wieder gebändigt. Aber nicht nur das, wesentlich tragischer ist der Verlust des erkennbaren Vorgehens von Kátai: „Meta“ veranschaulichte zwar verschiedene, gute wie weniger gelungene Seiten von THY CATAFALQUE, fügte diese allerdings nicht zu einem Charakter mit Ecken und Kanten zusammen. Stattdessen wechselten sich verschiedene musikalische wie auch atmosphärische Motive ab, ohne im Zusammenhang zu stehen.

Zwei Jahre nach diesem Album legt Kátai mit „Geometria“ bereits die nächste Platte vor; der Wahlschotte scheint sich aktuell wohl auf einem peak seiner Schaffensphase zu befinden. Gespickt mit elf Songs und einer Spielzeit von knapp einer Stunde ist „Geometria“, zumindest quantitativ, ein Dienst an den Fan, immerhin veröffentlicht THY CATAFALQUE nicht nur regelmäßig, sondern auch genügend Material. Allerdings stellt sich die berechtigte Frage der Qualität. Dass diese nicht einen Schritt zurück zu „Rengeteg“ oder „Sgùrr“ geht, ist leider klar, denn THY CATAFALQUE steht für eine stetige Weitereinwicklung. Diese geht allerdings zu Lasten der guten Eigenschaften dieses Projekts: bereits auf „Meta“ begonnen, führt „Geometria“ den eingeschlagenen Weg in puncto relativ unspektakulärer Zusammenhangslosigkeit fort.

Die Lieder als solches münden ebenso wenig in eine Steigerung wie das Album als Ganzes; Kátai vergönnt dem Hörer keinerlei Spannungskurven, welche fesseln, stattdessen plätschern die Tracks lediglich auf ihr Ende zu. Da nützt es nichts, nach sechs Minuten Spielzeit die Gitarre an den Verstärker anzuschließen und eine Sängerin an das Mikrofon zu lassen („Hajnali Csillag“) oder sich mal verstärkt auf die Black-Metal-Wurzeln zu besinnen („Szamojéd Freskó“), ehe dann ein rein elektronischer Track („Töltés“) folgt. Vielleicht ist es der unzugänglichen Sprache geschuldet, die eventuell lyrisch aufgebaute Zusammenhänge für unser Ohr verschlossen hält, aber die Abfolge der Tracks bleibt ein Mysterium.

„Geometria“ ist schwierig zu greifen; nicht etwa, weil die Musik technisch zu komplex oder der Sound mit zu vielen Tonspuren überladen ist, sondern weil es einfach nicht berührt. Und zu allem Überfluss zum Großteil nur durchschnittliche Tracks aufweist. Die wenigen Songs, die eine gewisse Ausstrahlung besitzen, sind bezeichnenderweise die elektronischen („Töltés“, „Hajó“) oder Lieder, die im Verlauf an Strahlkraft verlieren („Sárember“), weil sie im letzten Drittel um ein Motiv bereichert werden, was genau das, eine Bereicherung, nicht ist. Ebenfalls als schwierig, da zäh und recht einfallslos, gestalten sich die Mid-Tempo-Nummer („Lágyrész“, „Ének A Búzamezokrol“), die weder mit starken Riffs noch einem spannenden Verlauf ausgestattet sind.

Vielleicht gelingt THY CATAFALQUE der Sprung zurück in die Riege der aufregenden Avantgarde Black Metal-Bands, sobald sich Kátai zurücklehnt und sich mehr Zeit für gute Riffs gönnt anstatt für zweckdienliche. Die einzige Abwechslung, die wirklich durchweg interessant ist, ist den verschiedenen Sängern geschuldet; instrumental hingegen legt THY CATAFALQUE mit „Geomtria“ ein eher dürftiges Album vor.

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Bad Wolves – Disobey https://www.metal1.info/metal-reviews/bad-wolves-disobey/ https://www.metal1.info/metal-reviews/bad-wolves-disobey/#respond Fri, 25 May 2018 05:59:44 +0000 https://www.metal1.info/?post_type=reviews&p=115417 Haben sich Fiver Finger Death Punch etwa umbenannt und ein neues Album rausgebracht? Nein, aber auf den Gedanken kommt man nur allzu leicht beim hören des BAD WOLVES-Debüts „Disobey“. Sowohl in Sachen Songwriting als auch im Bezug auf die Stimme von Sänger Tommy Vext sind doch recht große Parallelen zu den Modern-Metallern um Ivan Moody...
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Haben sich Fiver Finger Death Punch etwa umbenannt und ein neues Album rausgebracht? Nein, aber auf den Gedanken kommt man nur allzu leicht beim hören des BAD WOLVES-Debüts „Disobey“. Sowohl in Sachen Songwriting als auch im Bezug auf die Stimme von Sänger Tommy Vext sind doch recht große Parallelen zu den Modern-Metallern um Ivan Moody fassbar. Dabei kommen die Musiker von BAD WOLVES eigentlich aus ganz anderen Ecken des Metal.

Schlagzeuger John Boecklin saß bei Devildriver an den Kesseln, Sänger Tommy Vext ist eigentlich bei Divine Heresy am Mikro, Gitarrist Doc Coyle war mal bei God Forbid, Chris Cain bei Bury Your Dead und und Bassist Kyle Kinkier spielte schon bei In This Moment. Somit sind BAD WOLVES wohl so eine Art Super Group, wobei sie selbst diesen Terminus nicht mögen. Musikalische Einflüsse der Haupt- bzw. Ex-Bands der Musiker gibt es kaum, stattdessen regiert eine Mischung aus Metalcore-Riffs und Alternative Rock.

Sänger Tommy Vext ist wohl das deutlichste Alleinstellungsmerkmal der Band. Neben derben Growls liefert er auf „Disobey“ auch gerappte Vocals im Stil von Phil Bozeman („Officer Down“, „Better The Devil“) und Klargesang der stellenweiße stark an Ivan Moody erinnert ab („No Masters“). Die Musiker hingegen können sich wohl nicht so recht entscheiden, welche Art von Musik sie jetzt eigentlich spielen wollen. Bestes Beispiel dafür ist wohl der Song „Jesus Slaves“. Das Intro und die Strophen sind sehr technisch und hart, derbe Djent-Riffs ballern aus den Boxen und Tommy Vext brüllt herrlich agressiv. Doch dann driftet der Song im Refrain plötzlich in aaglatten Radio-Rock ab und lässt den Hörer doch etwas verwirrt zurück. Leider ist diese krude Mischung aus hart und belanglos glatt keine Ausnahme, egal ob in „No Masters“ oder „Remember When“, die Verschmelzung der verschiedenen Stile gelingt der Band eher nur bedingt.

Aber „Disobey“ hat auch wirklich gute Momente. „Run For Your Life“ zum Beispiel wartet mit einem fetten Groove und einer ordentlichen Portion Härte auf. Man merkt der Band richtig an wie viel Bock sie auf diesen Song hat und kriegt selbst ein dickes Grinsen im Gesicht. Trotz allem Hype um den Song ist auch das Cover des The Cranberries Überhits „Zombie“ durchaus gelungen. Vor allem auch die Änderungen im Text in Anpassung auf die heutige Zeit hinterlassen einen bleibenden Eindruck.

BAD WOLVES haben mit „Disobey“ als keinen Totalausfall veröffentlicht. Zwar sind die Alternative Teile doch etwas zu nah am typischen Ami-Radio-Rock, doch wissen die derberen Passagen auf jeden Fall zu überzeugen. Für den Fluss des Albums wäre eine geradlinigere Ausrichtung der Musik oder zumindest eine passender Verbindung der einzelnen Songparts daher deutlich von Vorteil. So bleibt aber ein Album, dass stellenweiße gute Momente hat im Großteil aber doch eher unausgegoren daherkommt.

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The Sediment Club – Stucco Thieves https://www.metal1.info/metal-reviews/the-sediment-club-stucco-thieves/ https://www.metal1.info/metal-reviews/the-sediment-club-stucco-thieves/#respond Fri, 25 May 2018 05:58:53 +0000 https://www.metal1.info/?post_type=reviews&p=114827 Eine Dekade nach der Gründung präsentieren THE SEDIMENT CLUB aus New York City ihr neues Album „Stucco Thieves“, dass mit insgesamt neun Songs bestückt wurde. Die Titel erzählen eine Reihe von menschlichen Pleiten-Geschichten aus der Post-Pax-Americana-Perspektive. Die Inhalte reichen von Grausamkeit bis hin zum Slapstick. Musikalisch siedelt sich die Band irgendwo zwischen Indie, Alternative Rock...
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Eine Dekade nach der Gründung präsentieren THE SEDIMENT CLUB aus New York City ihr neues Album „Stucco Thieves“, dass mit insgesamt neun Songs bestückt wurde. Die Titel erzählen eine Reihe von menschlichen Pleiten-Geschichten aus der Post-Pax-Americana-Perspektive. Die Inhalte reichen von Grausamkeit bis hin zum Slapstick. Musikalisch siedelt sich die Band irgendwo zwischen Indie, Alternative Rock und Punk an.

Mit dem einleitenden Interlude „Half Fool Dub“ präsentiert die Band eine wirr anmutende Klangcollage, die mit stark britisch geprägtem Indie-Sprechgesang überlagert wird. Man fühlt sich auch an sperrigen Noise Rock erinnert, was im weiteren Verlauf wiederholt deutlich wird („BMP MAP“, „Stucco Thieves“). Starke Präsenz zeigt in jedem Song der Bass, der auch als melodiegebendes Instrument herhalten darf („Cobalt Ruin“). Wenn man denn von Melodie sprechen kann, denn „Stucco Thieves“ ist ein durch und durch verschrobener Longplayer geworden, der diverse Einschübe fernab des Mainstream miteinander verbindet. Neben dem bereits erwähnten Noise Rock sind Elemente des Punk, Indie Rock, aber auch Screamo und dezenter Reggae-Einfluss hörbar. Gelegentlich fühlt man sich an die Outputs des Schweizers Bonaparte alias Tobias Jundt erinnert, allerdings ohne den Wiedererkennungswert von Hits wie „Too Much“ oder „Anti Anti“ auch nur ansatzweise zu erreichen.

THE SEDIMENT CLUB haben mit „Stucco Thieves“ ein Album geschaffen, dass wirklich jegliche gängigen Musikgrenzen zu sprengen scheint und genau deshalb an dieselbigen stößt. Zu langatmig sind die knapp 20 Minuten gestaltet, zu sperrig die vielen wahllos aneinander gereihten Ideen verarbeitet. Der oftmals schräge Gesang erschwert das Hören der neun Titel dazu vehement. Diese Lebenszeit kann man definitiv besser und gehaltvoller verstreichen lassen.

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Necros Christos – Domedon Doxomedon https://www.metal1.info/metal-reviews/necros-christos/ https://www.metal1.info/metal-reviews/necros-christos/#respond Wed, 23 May 2018 06:00:41 +0000 https://www.metal1.info/?post_type=reviews&p=115126 Wer Interview-Aussagen von Mors Dalos Ra, dem einzig verbliebenen Gründungsmitglied von NECROS CHRISTOS, aufmerksam verfolgt hat, wusste bereits vor Ankündigung von „Domedon Doxomedon“, dass dies nicht nur das neue, sondern auch finale Album der Berliner Doom/ Death-Metal-Formation sein wird. Bereits von Beginn an plante der Kopf hinter NECROS CHRISTOS lediglich drei Alben für die Band...
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Wer Interview-Aussagen von Mors Dalos Ra, dem einzig verbliebenen Gründungsmitglied von NECROS CHRISTOS, aufmerksam verfolgt hat, wusste bereits vor Ankündigung von „Domedon Doxomedon“, dass dies nicht nur das neue, sondern auch finale Album der Berliner Doom/ Death-Metal-Formation sein wird.

Bereits von Beginn an plante der Kopf hinter NECROS CHRISTOS lediglich drei Alben für die Band ein, was Mors Dalos Ra mit der für ihn wichtigen Bedeutung der Zahlen 3 und 9 erklärte; nicht zufällig befinden sich auf den drei Alben somit jeweils neun reine Metal-Tracks. Eingebettet in eine Art religiösen Mystizismus, ein vordergründig nicht sofort greifbares Konzept aus verschiedenen Glaubensaspekten, gestaltete sich eine NECROS-CHRISTOS-Platte seit jeher nicht als simple Ballerei aus den Boxen. Vielmehr sind jene neun harten Tracks verwoben mit einer Vielzahl instrumentaler Stücke, die schon bereits „Trivne Impvrity Rites“ (2007) sowie „Doom Of The Occult“ (2011) zu einer einnehmenden Wirkung verhalfen.

Dieses Konzept hat sich auf dem finalen Album „Domedon Doxomedon“ nicht geändert, NECROS CHRISTOS schienen allerdings ab einem gewissen Punkt gemerkt zu haben, dass die Ideen doch noch für mehr Platten gereicht hätten – und somit umfasst ihr Drittwerk in Summe drei Alben mit jeweils neun Tracks und einer Spielzeit von 30 bis 40 Minuten, kurzum: NECROS CHRISTOS verabschieden sich nicht nur angemessen in puncto der angestammten 3- und 9-Vorliebe, sondern auch mit knapp zwei Stunden Spielzeit.

Musikalisch füllen die Berliner diese mit einer Mischung aus Celtic Frost, Candlemass und einem Spritzer Morbid Angel, wobei die typisch drückende Doom-Schwere jedem der Songs inne wohnt. Vordergründig schleppend und tiefenlastig, ziehen NECROS CHRISTOS aber auch oft genug das Tempo an und verändern das Motiv, sodass Hörer, die bei einer zweistündigen Doom-Spielzeit die Langeweile ins Gesicht geschrieben steht, mit „Domedon Doxomedon“ dennoch Überraschungen ausfindig machen dürften. Besonders in den instrumentalen Tracks zeigt das Quartett, dass Akustikgitarren und Klavier ebenfalls in das Repertoire einer Doom/ Death-Metal-Band passen können.

Nüchtern betrachtet, bietet „Domedon Doxomedon“ eine Zweiteilung in starke Metaltracks und atmosphärische, instrumentale Interludes. Beide Pfeiler des NECROS-CHRISTOS-Universums sind dabei nicht nur formal auf der Trackliste voneinander getrennt, sondern stehen auch musikalisch für sich allein. Die Eigenheiten der Interludes finden sich somit nicht in den Metaltracks und umgedreht; demnach muss „Domedon Doxomedon“ ebenso wie die beiden Vorgänger als ein Album anstatt eine Ansammlung von Songs betrachtet werden, um die Wirkung zu verstehen. Zwar können die Songs, auch die Longtracks, dank vieler abwechslungsreicher Momente gut unterhalten, aber erst in Kombination mit den Interludes entsteht das Beschwörerische, was NECROS CHRISTOS auszeichnet.

Trotz dieser Unterteilung in instrumentale „Gate“- und „Temple“-Songs sowie den Metaltracks verliert sich „Domedon Doxomedon“ nicht auf verschiedenen Abzweigungen, sondern klingt dennoch homogen, was dem zweistündigen Eintauchen in die mystische Welt Mors Dalos Ras Lyrics sehr förderlich ist. Somit gehen die Berliner mit einem guten Album von der Bühne, was zum Einen für respektables Kopfnicken führt, zum Anderen aber auch zu traurigen Kopfschütteln darüber, dass NECROS CHRISTOS dieser Platte keinen Nachfolger mehr schenken werden.

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Aborted Fetus – The Ancient Spirits Of Decay https://www.metal1.info/metal-reviews/aborted-fetus/ https://www.metal1.info/metal-reviews/aborted-fetus/#respond Wed, 23 May 2018 05:59:04 +0000 https://www.metal1.info/?post_type=reviews&p=115130 ABORTED FETUS dürften bisher den wenigstens Brutal-Death-Metal-Hörern ein Begriff sein. Und das, obwohl die Russen in ihrem knapp zwei Dekaden währenden Bandbestehen bereits eine Handvoll Alben, Splits und EPs auf den Markt gebracht haben. Weswegen sie trotz dieser Output-Rate noch nicht dem größeren Publikum bekannt sind, dürfte entweder daran liegen, dass ABORTED FETUS unterschätzt werden...
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ABORTED FETUS dürften bisher den wenigstens Brutal-Death-Metal-Hörern ein Begriff sein. Und das, obwohl die Russen in ihrem knapp zwei Dekaden währenden Bandbestehen bereits eine Handvoll Alben, Splits und EPs auf den Markt gebracht haben.

Weswegen sie trotz dieser Output-Rate noch nicht dem größeren Publikum bekannt sind, dürfte entweder daran liegen, dass ABORTED FETUS unterschätzt werden oder ihnen nicht die Abgrenzung von der Schwämme an guten Veröffentlichungen ihrer Genre-Kollegen gelingt. Anhand ihrer aktuellen Scheibe „The Ancient Spirits Of Decay“ gilt es dieses Rätsel zu lösen.

Wer sein Herz einmal an die brodelnde Grindcore-/ Brutal-Death-Metal-Mischung von Rotten Sound, Haemorrhage oder Benighted verloren hat und die alten Platten von Devourment, Suffocation und Dying Fetus in Dauerrotation bei sich laufen lässt, wird von „The Ancient Spirits Of Decay“ alles andere als überrascht werden. Das Rad neu zu erfinden, obliegt aber auch wesentlich innovativeren Genres wie dem avantgarden, experimentellen und progressiven Spielarten. Die Erwartungshaltung an ein Album aus dem Bereich Brutal Death Metal hingegen ist überschaubar: groovende Gitarren, Blastbeats des Drummers und Grindcore-deskes Gekrunze des Sängers.

Genau das liefern ABORTED FETUS auch eine Dreiviertelstunde lang ab, sogar mit durchaus gut abgemischten Sound. Doch die im Schnitt vier Minuten langen Tracks ziehen nur so vorüber, ohne, dass sich die Songs voneinander abgrenzen. Hinsichtlich ihrer Struktur sind die 13 Tracks schlussendlich so vorhersehbar wie ihre Spieldauer, allenfalls die groovigen Gitarrenläufe heben den Spaßpegel an „The Ancient Spirits Of Decay“ etwas an. Schlussendlich werden ABORTED FETUS also nicht unterschätzt, sondern ihnen vermag es nur nicht zu gelingen, sich mit einer Platte wie der aktuellen mit ihren Genre-Kollegen zu messen.

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Grabak – Bloodline Divine https://www.metal1.info/metal-reviews/grabak-bloodline-divine/ https://www.metal1.info/metal-reviews/grabak-bloodline-divine/#respond Wed, 23 May 2018 05:58:24 +0000 https://www.metal1.info/?post_type=reviews&p=111986 Die Leipziger Black-Metaller von GRABAK treiben tatsächlich schon seit 1997 ihr Unwesen in Deutschland. Und seitdem stehen sie für qualitativ soliden Black Metal und interessante Live-Auftritte (im Übrigen sind sie bereits mit Bands wie Dissection und Dark Funeral zusammen aufgetreten). Und auch ihr Cover-Artwork ist für den geneigten Fan des satanischen Black Metal immer ein...
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Die Leipziger Black-Metaller von GRABAK treiben tatsächlich schon seit 1997 ihr Unwesen in Deutschland. Und seitdem stehen sie für qualitativ soliden Black Metal und interessante Live-Auftritte (im Übrigen sind sie bereits mit Bands wie Dissection und Dark Funeral zusammen aufgetreten). Und auch ihr Cover-Artwork ist für den geneigten Fan des satanischen Black Metal immer ein Augenschmaus, entweder erschreckend oder aber haarscharf an der Blasphemie (und wahrscheinlich der Zensur) vorbei. So auch die Vorderseite ihres neuesten Werkes „Bloodline Devine“, welches eine kopfüber gekreuzigte Frau darstellt, auf die eine Hand zeigt. Das lässt natürlich viel Raum für Interpretationen und regt den Geist an. Tatsächlich gibt es verschiedene Cover-Versionen, so mussten für den amerikanischen Markt die Brüste der Frau mit Flammen überdeckt werden. Dazu darf sich jeder seinen Teil denken.

Auf das aktuelle Album “Bloodline Divine“ mussten die GRABAK-Fans allerdings etwas länger warten. Der Vorgänger „SIN“ stammt aus 2011, wurde aber kaum öffentlich wahrgenommen, da die Plattenfirma Insolvenz anmelden musste. 2016 wurde „SIN“ dann erneut veröffentlicht, nachdem die Band ein neues Label gefunden hatte. Nun folgte Ende 2017 endlich auch das neue Werk „Bloodline Divine“ und man darf gleich anmerken, dass GRABAK nichts von ihrer ursprünglichen Hingabe und Kraft verloren haben.

Nach einem düster-atmosphärischen, aber noch sehr zurückgenommenen, instrumentalen Intro knüppelt es mit „Via Dolorosa“ ordentlich los. Echter, soll heißen nicht getriggerter Schlagzeug-Klang sorgt temporeich für ordentlich schiebenden Background, während die Basslinien und Gitarrenriffs präzise und wie Bombenhagel auf den Hörer abgefeuert werden. Rohes, enthusiastisches Growl-Geschrei rundet das satte Black-Metal-Hör-Erlebnis ab. Alles fügt sich in ein kompositorisches Konstrukt, welches runtergeht wie Öl. Hier merkt man, dass die Band nie etwas anderes wollte und dass ihnen das Höllenfeuer quasi im Blut liegt und in Form von Musik zum Leben erweckt werden will. Das ergibt brachiale Kompositionen wie „Corpsebride“ (hier ist der Name Programm!) oder „Sinnocence“ (Extrapunkt für Wortspiele wie dieses!).

Auf „Seelensammler“ wird der Hörer zwischen den ansonsten englischsprachigen Lyrics mit deutschem Text und sogar mit gesprochenen Parts überrascht. Das Ganze hat etwas von einer erzählten Geschichte, die mit Black Metal dekoriert wurde. Sehr fein!

Davon abgesehen lassen GRABAK aber auch instrumental keine Langeweile aufkommen. Da werden immer kleine Gimmicks eingebaut wie kurze choral oder orchestral klingende Einlagen im Hintergrund versteckt, oder Sounds, die an akustische Gitarren erinnern. Auch sind die Melodielinien sehr harmonisch und gleiten seidenweich durch die Gehörgänge. Also keineswegs handelt es sich auf dem 51-minütigen Album nur um Brutalo-Geknüppel, sondern man serviert ausgefeilte Kompositionen mit allen Mitteln, die dem Black Metal zur Verfügung stehen, sowie einigen Elementen mehr. Da das Ganze auch qualitativ gut produziert ist, ist es ein wahrer Ohrenschmaus, den Kenner des Genres wohl gerne kosten mögen.

Zwar wurde das Rad hier nicht neu erfunden, aber „Bloodline Divine“ ist allemal besser als manch zusammengewürfelter, Hauptsache Möchtegern-Böse-Pseudo-Black-Metal einiger anderer Bands. Unbedingt mal reinhören (Anspieltipp: „Seelensammler“).

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Nekrokraft – Servants https://www.metal1.info/metal-reviews/nekrokraft-servants/ https://www.metal1.info/metal-reviews/nekrokraft-servants/#respond Mon, 21 May 2018 06:00:32 +0000 https://www.metal1.info/?post_type=reviews&p=115196 Nachdem Sänger Legion bei den Blackened-Thrash-Metallern Witchery 2011 ausgestiegen war und Dark Funerals Emperor Magus Caligula dessen Posten (zumindest live) für ein paar Jahre vertreten hatte, nahm die Band pünktlich zu ihrem Comeback-Album „In His Infernal Majesty’s Service“ 2016 einen neuen Sänger namens Angus Norder auf. Obwohl dieser Name zu diesem Zeitpunkt niemandem etwas gesagt...
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Nachdem Sänger Legion bei den Blackened-Thrash-Metallern Witchery 2011 ausgestiegen war und Dark Funerals Emperor Magus Caligula dessen Posten (zumindest live) für ein paar Jahre vertreten hatte, nahm die Band pünktlich zu ihrem Comeback-Album „In His Infernal Majesty’s Service“ 2016 einen neuen Sänger namens Angus Norder auf. Obwohl dieser Name zu diesem Zeitpunkt niemandem etwas gesagt haben dürfte, war Norder schon vor Witchery musikalisch im Black und Thrash Metal aktiv, nämlich mit der 2012 gegründeten Band NEKROKRAFT, bei der er unter dem Pseudonym „Angst“ auftritt. Mit „Servants“ haben diese nun nach „Will O‘ Wisp“ ihr zweites Album veröffentlicht. Kann ihre Version des Genres mit den bekannteren Namen in diesem Musikstil mithalten?

Als Antwort auf diese Frage schmettern NEKROKRAFT dem Hörer gleich zu Beginn mit „Mouth Ov Ahriman“ ein kräftiges „Ja!“ entgegen. Tatsächlich brauchen sich die fünf Musiker mit derart groovendem und mitreißendem Black Metal überhaupt nicht verstecken. Mag die Formation mit ihren gerade mal sechs Jahren noch zu den jüngeren in diesem Genre gehören, merkt man das der Musik kein Stück an. Das mag auch daran liegen, dass abgesehen von Gitarrist Iron alle Mitglieder schon in anderen Bands aktiv waren beziehungsweise noch immer sind. Erfahrung ist also vorhanden.

Auch der folgende Track „Lechery“ führt den thrashigen Stil des Openers auf ähnliche Weise fort und fügt ihm noch zusätzlich eine gelungene Refrainmelodie hinzu. NEKROKRAFT scheuen hierbei zwar nicht vor dem Gebrauch klassischer Elemente wie etwa Blastbeats zurück, im Großen und Ganzen ist ihr Black Metal aber eher rockig und Riff-lastig ausgerichtet, statt auf übliches Geschrammel zu setzen. Damit bleiben sie zwar ein ganzes Stück weiter in den Black-Metal-Gefilden als Witchery, welche eher klassischen Thrash Metal schwarz anpinseln, verlieren sich aber zu keinem Zeitpunkt in langweiligem Reproduzieren von Genreklischees.

Sogar sinfonische Einflüsse, lassen sich in den Songs erkennen, wenn NEKROKRAFT ihre Riffs sparsam, aber zielsicher mit Chören und orchestralen Elementen unterlegen. Anders als bei Dimmu Borgir beispielsweise, die gerade erst auf ihrem neuen Werk „Eonian“ jene Chöre als Lead-Instrument begriffen, stehen diese Symphonic-Black-Metal-Zusätze aber auf „Servants“ nie im Vordergrund, sondern wirken eher unterstützend, um einem Riff mehr Durchschlagskraft zu verleihen, was auf der Platte auch sehr gut funktioniert.

Und trotzdem ist das Album dann doch noch nicht ganz in der Meisterwerksliga angekommen. Zwar leisten sich NEKROKRAFT keine schwerwiegenden Fehler, doch neben ein paar Highlights fallen Tracks wie „Brimstone And Flames“ oder „Eternal, I Am“ mit ihren eher zähen Riffs merklich ab. Das stellt zwar kein wirklich großes Problem dar. Dadurch ist die Scheibe aber eben letztlich doch nicht ganz frei von Fillern und es bleibt noch Luft nach oben.

Alles in allem ist NEKROKRAFT mit „Servants“ trotzdem ein äußerst starkes, zweites Album geglückt, das locker mit der Konkurrenz im thrashigen Black Metal beziehungsweise im Blackened Thrash Metal mithalten kann. Markante, mitreißende Riffs verbinden sich hier mit einer gelungenen Produktion zu einem wiedererkennbaren, eigenen Stil. Auch wenn Witchery nun mit gleich zwei richtig guten Alben in gerade mal zwei Jahren ein ordentliches Veröffentlichungstempo an den Tag gelegt haben, dürfen die Schweden von NEKROKRAFT trotzdem gerne die kurzen Wartezeiten dazwischen mit ihrer Musik auffüllen.

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Trautonist – Ember https://www.metal1.info/metal-reviews/trautonist-ember/ https://www.metal1.info/metal-reviews/trautonist-ember/#respond Mon, 21 May 2018 05:59:04 +0000 https://www.metal1.info/?post_type=reviews&p=115217 Mit dem ursprünglichen Black Metal, der sich durch satanistische Texte, finstere und rohe Musik sowie eine bewusst ungeschliffene Produktionsweise auszeichnete, haben die moderneren Interpretationen des Genres oft nur noch wenig zu tun. So sind gerade im Post-Black-Metal Dur-Melodien und Klargesang keine Seltenheit. Welcher dieser beiden Gruppen TRAUTONIST angehören, ist kein allzu schwer zu lösendes Rätsel....
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Mit dem ursprünglichen Black Metal, der sich durch satanistische Texte, finstere und rohe Musik sowie eine bewusst ungeschliffene Produktionsweise auszeichnete, haben die moderneren Interpretationen des Genres oft nur noch wenig zu tun. So sind gerade im Post-Black-Metal Dur-Melodien und Klargesang keine Seltenheit. Welcher dieser beiden Gruppen TRAUTONIST angehören, ist kein allzu schwer zu lösendes Rätsel. Das betont moderne Artwork und die Thematik ihres zweiten Albums „Ember“, auf dem sich das deutsche Duo mit inneren Ambitionen auseinandersetzt, sprechen eine ebenso deutliche Sprache wie die Songtitel („Hills Of Gold“, „Sunwalk“). Doch wie gut schlagen sich TRAUTONIST im Vergleich zu Todtgelichter, Deafheaven & Co.?

Die Gegenüberstellung mit Todtgelichter bietet sich nicht nur wegen der offensichtlichen stilistischen Parallelen an, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass weiblicher Gesang ein charakteristisches Merkmal beider Bands ist. An Martas markante Gesangskünste reicht Katharina mit ihrer eher zarten Stimme zwar (noch) nicht heran, doch ihre einfühlsamen („The Garden“) und Zuversicht ausstrahlenden („Hills Of Gold“) Vocals kommen den Songs durchaus zugute und verleihen der Musik von TRAUTONIST sogar einen gewissen Wiedererkennungswert. Doch die Gemeinsamkeiten enden hier noch nicht.

Grundsätzlich laufen die meisten Songs auf „Ember“ in etwa nach dem Schema von „Phobos & Deimos“ („Angst“) ab: Schwungvolle, trotz ihres hellen Klangs melancholische Gitarrenriffs, verzweifelte Screams und treibendes Drumming sind die Grundbausteine, aus denen sich das vierzigminütige Album im wesentlichen zusammensetzt. Dass TRAUTONIST ein Gespür für mitreißende Dynamik haben, ist nicht zu überhören – dennoch bekommt man trotz der zwischendurch eingefügten, leicht verschrobenen Clean-Passagen nach einer Weile das Gefühl, dass sich die Post-Black-Metaller ein wenig zu sehr in ihre eigene Basisformel verliebt haben.

Die eigentliche Geißel, unter der die Musik von TRAUTONIST leidet, ist allerdings die miserable Produktion. In dem völlig verwaschenen und extrem gedämpften Klang sind die Vocals kaum herauszuhören, dafür ist die Rhythmusgitarre bei weitem zu sehr in den Vordergrund gemischt. Von dem Reiz, den die Platte aus musikalischer Sicht haben könnte, bleibt deshalb nicht allzu viel übrig, da die an sich schönen Melodien, die sich TRAUTONIST einfallen haben lassen, in dem soundtechnischen Durcheinander komplett ins Hintertreffen geraten.

Vor allem gegen Ende von „Ember“ zeigt sich doch noch, dass TRAUTONIST gewillt sind, beim Songwriting auch mal von ihrer gewohnten Herangehensweise abzuweichen und ein wenig Abwechslung in die Sache zu bringen. Das darin zum Vorschein kommende Potential bleibt aufgrund der mangelhaften Produktion jedoch leider weitgehend auf der Strecke. Natürlich kann man an TRAUTONIST nicht dieselben Ansprüche stellen wie an die Großen ihrer Zunft, doch auch gegenüber anderen Newcomern wie etwa Møl ziehen die Deutschen bedauerlicherweise den Kürzeren. Selbst mit der bei Underground-Werken gebotenen Nachsicht betrachtet kann „Ember“ somit leider nicht überzeugen.

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Eternal Helcaraxe – In Times Of Desperation https://www.metal1.info/metal-reviews/eternal-helcaraxe-in-times-of-desperation/ https://www.metal1.info/metal-reviews/eternal-helcaraxe-in-times-of-desperation/#respond Mon, 21 May 2018 05:58:58 +0000 https://www.metal1.info/?post_type=reviews&p=110899 Am letzten Freitag des Jahres 2017 veröffentlichten die irischen Black-Metaller ETERNAL HELCARAXE ihr zweites Full-Length „In Times Of Desperation“, auf das Fans und Gönner über fünfeinhalb Jahre warten mussten. Nach der grandiosen EP „To Whatever End“ (2010) und dem eher enttäuschenden Debüt „Against All Odds“ (2012) ist die Messlatte für das neue Material natürlich hoch...
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Am letzten Freitag des Jahres 2017 veröffentlichten die irischen Black-Metaller ETERNAL HELCARAXE ihr zweites Full-Length „In Times Of Desperation“, auf das Fans und Gönner über fünfeinhalb Jahre warten mussten. Nach der grandiosen EP „To Whatever End“ (2010) und dem eher enttäuschenden Debüt „Against All Odds“ (2012) ist die Messlatte für das neue Material natürlich hoch angesetzt. Vor allem durch den vollzogenen Labelwechsel, den dieses Release mit sich bringt.

Worauf das Trio dieses Mal verzichtet hat, ist ein instrumentales Intro, wie es die beiden Vorgänger noch vorzuweisen hatten. „Our Time In The Sun“ prescht gnadenlos nach vorne, was im vorliegenden Kontext aber nicht wirklich zünden möchte. Zu wenig wird man auf die unheilvolle Atmosphäre eingeschwört, zu sehr verschwimmen Screams und Gitarren zu einem überfrachteten Soundbrei. Hier hat die Band zwar im Vergleich zu „Against All Odds“ einen Schritt nach vorne gemacht, dennoch funktionieren die schneidend-melodischen Gitarren und das ausdrucksstarke Schlagzeugspiel ohne Vocals eindeutig besser.

Leider bleibt der Gesang auch im weiteren Verlauf das große Manko von „In Times Of Desperation“. Wo sich die Saitenfraktion merklich steigern und Schlagzeuger Tyrith sein Level mindestens halten kann, ist Frontmann Praetorian nicht mit einer gelungenen Produktion gesegnet. Dafür agieren die Vocals zu sehr im Hintergrund und schaffen es kaum sich über die druckvoll-monströsen Soundwände zu erheben. Am stärksten sind die rund 52 Minuten dieses Longplayers immer dann, wenn die Geschwindigkeit herausgenommen wird und die Instrumentalparts sich mal im melodiösen Sektor oder auch im schleppenden Doom-Bereich bewegen.

ETERNAL HELCARAXE sind eine ideenreiche Band, die mit ihrem von Schlachten handelnden Black Metal am Anfang ihrer Karriere das nächste große Ding hätten werden können. Leider war das Debütalbum ein schwächelndes Stück Schwarzmetall, dessen Level mit „In Times Of Desperation“ wieder etwas angehoben wurde. Dennoch hinterlässt das dreiköpfige Gespann den Eindruck sie hätten etwas mehr herausholen können, wenn man vor allem in Sachen Gesang mehr Wert auf eine spannende und saubere Produktion gelegt hätte. Was schade ist, denn musikalisch überzeugen ETERNAL HELCARAXE fast durchgängig auf hohem Niveau.

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Galactic Empire – Episode II https://www.metal1.info/metal-reviews/galactic-empire-episode-ii/ https://www.metal1.info/metal-reviews/galactic-empire-episode-ii/#respond Mon, 21 May 2018 05:58:28 +0000 https://www.metal1.info/?post_type=reviews&p=115128 Star Wars-Fans, die John Williams‘ Soundtrack gerne einmal härter interpretiert wissen wollen oder Prog-Metal-Hörer, die auf der Suche nach einem Album mit etwas eigenem Charme sind: Beide Lager sollten bei dem Namen GALACTIC EMPIRE aufhorchen. Der Band-Name verrät es nur allzu deutlich: Diese Formation orientiert sich an dem berühmten Franchise, was dank (oder leider) Disneys...
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Star Wars-Fans, die John Williams‘ Soundtrack gerne einmal härter interpretiert wissen wollen oder Prog-Metal-Hörer, die auf der Suche nach einem Album mit etwas eigenem Charme sind: Beide Lager sollten bei dem Namen GALACTIC EMPIRE aufhorchen. Der Band-Name verrät es nur allzu deutlich: Diese Formation orientiert sich an dem berühmten Franchise, was dank (oder leider) Disneys nun regelmäßig mit einer neuen Episode über deutsche Kino-Leinwände flattert.

Unnötig also zu erwähnen, dass GALACTIC EMPIRE sehr geheimnisvoll antworten, wenn man die Band nach ihren Einflüssen fragt (the dark side of the force) oder wenn man ihr Herkunftsland bestimmen möchte (a galaxy far, far away). Ein cleverer Schachzug, schließlich ist man als Hörer somit gezwungen, die Musik für sich sprechen zu lassen. Und diese Musik ist rein instrumental, verworren und schwer im Kopf zu behalten.

Im Grunde genommen sind alle drei Punkte nicht untypisch für Progressive Metal, auch nicht in Kombination, sodass erfahrene Prog-Hörer mit GALACTIC EMPIREs zweiten Album „Episode II“ nicht in ihren Grundfesten erschüttert werden dürften. Dennoch ist „Episode II“ schwierig zu fassen, was hauptsächlich daran liegt, dass es sich um begleitende Filmmusik handelt. Also um ein Konzept, was lediglich Szenen zu vertonen hat, nicht aber den Fokus der Arbeit, in diesem Fall der Musik, bildet. Demnach kann es den elf Tracks nicht gelingen, eine Stimmung zu erschaffen, einen roten Faden zu spinnen, der sich durch das Album zieht. Stattdessen ist der Verkaufspunkt von „Episode II“ schlichtweg der Fakt, dass der entsprechende Soundtrack von Williams verprogmetalt wurde.

Und das gelingt GALACTIC EMPIRE anfänglich auch auf unterhaltsame Weise, verliert aber bereits mit dem zweiten Durchlauf an Schwung. Sobald nach 40 Minuten der letzte Ton erklingt, ist nichts haften geblieben, was einen der Songs zum Ohrwurm werden lässt. Die Riffs sind vordergründig durch drei sich überlagernde Gitarrenspuren gekennzeichnet und der Drummer wechselt sein Spiel nahezu alle fünf Sekunden, um den ständigen Motiv-Wechsel der Gitarristen Herr zu werden, sprich: Er hastet sich durch Songs, um adäquat begleiten zu können.

Für den Hörer mag das eine anfängliche Abwechslung sein, die nach der ersten Euphorie über diese coole Idee allerdings so schnell verfliegen dürfte wie die Dauer eines Motivs auf „Episode II“ währt. Kreative Umsetzung, allerdings ohne langfristige Wertigkeit. Schade!

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