Frozen Land - Icemelter Albumcover

Review Frozen Land – Icemelter

Die aus Helsinki stammende und seit 2017 agierende Band FROZEN LAND meldet sich mit ihrem neuen Studioalbum „Icemelter“ zurück. Sind die ersten beiden Alben der Gruppe „Frozen Land“ und „Out Of The Dark“ klar im finnischen Power Metal anzusiedeln, spürt man mit der dritten Full-Length einen raueren Wind wehen.

Dieser strömt einem von Beginn an mit voller Härte entgegen. Mit für FROZEN LAND ungewöhnlich harten Riffs und starker Doublebass eröffnet „The Carrier“ das Album. Die unverkennbaren Death-Metal-Einflüsse finden einen schnellen Übergang zum sonst bekannten Stil der Band. Der Einsatz von Synthesizern gegen Ende des ersten Stücks ist nur schwer nachzuvollziehen und passt leider nicht in den sonst guten Opener. Die Death-Metal-Klänge setzen sich auch im zweiten Song, der mindestens genauso gelungen startet, fort. „Dead End“ ist das vielleicht energischste und stärkste Lied der sonst mit 36 Minuten kompakt gehaltenen Platte. Hier hat es Keyboarder Lauri Nylund geschafft, seine Synthesizer-Passagen deutlich spannender einzuflechten.

Nach dem offensiven Auftakt wird es im Weiteren ruhiger und auch melodischer („Dream Away“, „Losing My Mind“). Die Songs entwickeln sich etwas zu gleichmäßig, werden jedoch von immer wieder aufblitzenden Hooks und hymnischen Momenten getragen, die zum Mitgehen animieren. Das Schlagzeug treibt das Tempo konsequent nach vorn, während die Gitarrenarbeit immer wieder an DRAGONFORCE denken lässt. Zwischendurch gibt es auch mal ernstere Momente („Chosen, Corrupt And Cancerous“), doch hebt sich das Material nicht sonderlich voneinander ab.

Mit dem titelgebenden Stück „Icemelter“ präsentieren FROZEN LAND einen starken, emotionalen Song zum Mitsingen. Der Track vermittelt genau die Live-Atmosphäre, die man spürt, wenn man Arm in Arm vor der Bühne steht, ehe das Ende zum Tanzen im Moshpit anregt. Den Kontrast dazu bildet „Haunted“: Hier bekommt man das Gefühl, als würden Gesang und Instrumente stellenweise gegeneinanderarbeiten. Das hilft dem Fluss leider gar nicht und verwirrt. Zum Ende wird es noch mal hymnisch, ehe der letzte Track („Black Domina“) das Album gelungen auf seiner spannenden Reise abschließt.

Die Death-Metal-Elemente bringen eine neue Seite in die Klangwelt von FROZEN LAND. Dabei verleihen diese der Band eine eigene Note und lassen sie deutlich gereifter wirken. Das schaffen sie, ohne die Natur des finnischen Power Metal zu vernachlässigen. Hierzu wurde das Album unter anderem mit dem Gitarristen Matias Kupiainen von STRATOVARIUS produziert. FROZEN LAND präsentieren ein gutes Power-Metal-Album mit frischem Wind, das Genrefreunden definitiv viel Freude bereiten wird.

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Wertung: 7 / 10

Michael Schurig

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4 Kommentare zu “Frozen Land – Icemelter

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