CD-Review: Hardline - Live At The Gods 2002

Besetzung

Johnny Gioeli – Gesang
Joey – Gioeli – Gitarre
Josh Ramos – Gitarre
Bob Burch – Bass
Michael T. Ross – Keyboards
Bob Rock – Schlagzeug

Tracklist

01. Intro
02. Hot Cherie
03. Life’a A Bitch
04. Everything
05. Face The Night
06. Takin’ Me Down
07. Weight
08. In The Hands Of Time
09. Only A Night
10. I’ll Be There
11. Drum Solo
12. Rhythm From A Red Car
13. Keyboard Solo
14. Dr. Love
Bonus Studio Tracks:
15. Hypnotized
16. Only A Night (Acoustic)
17. Mercy


1992 veröffentlichten Hardline ihr gefeiertes Debütalbum “Double Eclipse”, doch dann wurde es still um die Band. Erst zehn Jahre später folgte mit „II“ der Nachfolger, und als ob das nicht schon genug des guten wäre, reiht ich Hardline in die lange List der Bands ein, die schon nach 2 Alben ein mehr oder weniger unnötiges Livealbum veröffentlichen.
Aufgenommen wurde das Klangdokument beim Gods Festival 2002, wie schon der Name sagt. Zu dem Zeitpunkt war „II“ noch nicht erschienen, deswegen wurden hier auch fast alle Songs des ersten Scheibchens runtergezockt und vom neuen Werk nur ein paar Tracks, sozusagen also Vorabpremiere, gespielt.

Für eine positive Überraschung sorgt schon mal der Sound. Vor allem im melodischen Hardrock Sektor ist ja ein hausfrauentauglicher Weichspülersound der Standard, doch zum Glück ziehen da Hardline nicht mit, denn diese CD tönt doch ziemlich rau und ungeschliffen, was dem ganzen wirklich gut tut. Auch Johnny Goeli ist in stimmlicher Topform, da patzt er an keiner Stelle und trifft alle Tonlagen. Im Vocalbereich ist aber nicht alles top. Die Chöre (2 Frauen, u.a. Gudrun Laos und Gitarrist Joey) klingen manchmal wirklich böse deplaziert, man beachte nur den Einsatz im Mittelteil von „Face The Night“ – einfach grausig wie schräg da gesungen wird.
Gegen die instrumentale Seite kann man nicht klagen, sowohl Gitarren und Keyboard sowie die Rhythmusfraktion um Bass und Schlagzeug sind passabel abgemischt worden und fügen sich gut zusammen.
Sparen können hätte man sich die überflüssen Soli von Schlagzeug und Keyboard, die einfach nur langweilig und öde sind, da hätten ein oder zwei weitere Livetracks ihren Zweck besser erfüllt.

Als Bonus gibt es noch drei Studiotracks, die alle recht ruhig sind und auch recht gut anzuhören sind, wenn man mal das Blues-Experiment „Hypnotized“ ganz fett ausklammert.
Ein solides Live-Album, nur schade, das es so viele von Bands mit nur zwei Alben gibt… Das hiervon auch noch eine DVD rauskommt, ist meiner Meinung nach massig übertrieben. Wer’s braucht…

Keine Wertung

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