CD-Review: Heirs - Hunter (Single)

  • Veröffentlichung: 2011
  • Label: Denovali
  • Spielart: Ambient
Besetzung

Brent Stegeman – Gitarre, Synthesizer, Programmierung
Ian Jackson – Gitarre
Laura Bradfield – Bass
Damian Coward – Schlagzeug, Electronics
Miles Brown – Theremin, Synthesizer

Tracklist

01. Hunter
02. Symptom
03. Never Land (The Sisters Of Mercy-Cover)


So gerne ich mich von einer mir bislang unbekannten Band auch überraschen lasse, und so offen ich auch für Neues bin – es gibt Bands, mit denen ich dennoch nicht warm zu werden vermag: HEIRS sind eine davon, zumindest, nimmt man lediglich ihre neue Single als Grundlage für unsere Beziehung.

Diese beinhaltet drei Songs, wobei es sich um zwei eigene Machenschaften des australischen Quintetts, sowie ein Cover des The Sisters Of Mercy-Songs „Never Land“ handelt. Dass letzterer sich perfekt den Eigenkompositionen assimiliert, ist dabei zum einen natürlich der eleganten Umsetzung des Materials in den elektronisch angehauchten Sound von HEIRS, zum anderen aber der Tatsache geschuldet, dass der Song auch im Original bereits fast hypnotisch vor sich hin mäandert und dabei ungefähr so abwechslungsreich ist wie eine elaborierte Version von Burzums „Rundgang um die transzendentale Säule der Singularität“. Denn selbiges tun auch die beiden Eigenkompositionen der Band aus Down Under mit wachsender Begeisterung: Auf mal mehr, mal weniger primitiven Motiven wird hier fünf- beziehungsweise sechseinhalb Minuten lang herumvariiert, ohne, dass dabei eine Entwicklung oder auch nur ein roter Faden erkennbar wäre. Was die ersten Minuten lang noch ziemlich atmosphärisch und majestätisch wird, verliert dabei jedoch schon all zu bald Kraft und Reiz, um gegen Ende stets nur wenig davon entfernt zu sein, das Attribut „nervig“ verdient zu haben – hängt einem das Grundlick des jeweiligen Songs bis dahin doch wirklich zum Halse heraus.

Dabei möchte ich gar nicht abstreiten, dass HEIRS das, was sie machen wollen, wirklich gut machen, und ihre Synthesizer auch durchaus kompetent bedienen – und vielleicht vermag diese Musik im richtigen Setting wie einem kompletten Album oder auch einer mittels visueller Effekte untermalten Liveshow ja auch in Ekstase zu versetzen. Allein mit dieser Drei-Track-Single vermag mich die Band leider nicht zu überzeugen, ist mir das hier Dargebotene doch trotz der kurzen Spielzeit persönlich schlicht zu anstrengend… jedoch nicht auf die Art anstrengend, auf die progressive Alben anstrengend sind, sondern eher, so leid es mir tut, das so sagen zu müssen, auf die nervige.Fazit: Zu monoton, zu penetrant, und zu guter Letzt auch zu unspektakulär. Man kann nur hoffen, dass auf dem entsprechenden, bald erscheinenden dritten Album der Band mehr geboten ist.

Keine Wertung

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