CD-Review: Hollowed - Shattered (EP)

Besetzung

Fight – Gesang
Ivan – Lead-Gitarre
Josch – Rhythmusgitarre
Andy – Bass
Tom – Drums

Tracklist

01. Slave Becomes A King
02. Shattered
03. Sick Society
04. Anxiety
05. These Scars


Aus der ehemaligen Frankfurter Band Devil’s Pulse ging 2017 die Groove-/Thrash-Metal-Formation HOLLOWED hervor. Zwei Jahre später gibt es nun auch ein erstes musikalisches Lebenszeichen des Quintetts: „Shattered“ heißt die Debüt-EP, die es mit ihren fünf Songs immerhin auf ganze 25 Minuten Spielzeit bringt. Gerade im Thrash Metal ist das bei so mancher Band schon fast Studioalbumlänge.

Die semiprofessionelle Produktion der EP ist, zumindest für den Undergroundbereich, recht gut gelungen. Zwar klingen die Instrumente im Mix nicht gänzlich sinnvoll ausbalanciert, dennoch liegt die Qualität über Demostandards und auch die Musik selbst ist sauber eingespielt. Die Riffs auf „Shattered“ können sich dabei durchaus hören lassen. Mag die Band bei Songs wie dem etwas zu lang geratenen „Slave Becomes A King“ und dem Titeltrack auch mit der einen oder anderen Länge zu kämpfen haben, wissen die kompakteren Tracks „Sick Society“ und „These Scars“ schon deutlich mehr zu überzeugen. Insbesondere Schlagzeuger Tom fährt hier immer wieder starke Drumfills auf, die seine ohnehin schlüssig gewählten Beats noch mal weiter aufpeppen.

Neben dem Songwriting besteht das größte Verbesserungspotential auf „Shattered“ im Gesang. Sänger “Fight” beherrscht seine Gesangstechnik zwar grundsätzlich, klingt aber überwiegend etwas lust- und kraftlos, manchmal geradezu gleichgültig. Dass außerdem die Texte ab und zu nicht zum Fluss der Musik passen, lässt den Eindruck entstehen, dass die Silben auf Teufel komm raus in den bestehenden Platz gebastelt wurden, ohne auf die Metrik der Zeilen zu achten. Damit stellt der Gesang leider den größten Störfaktor im Hörgenuss der EP dar.

Davon abgesehen überzeugt „Shattered“ für eine Erstlings-EP aber als ein ziemlich ordentliches Teil. Für die Zukunft wäre jedoch ein bisschen mehr eigener Stil wünschenswert. So solide HOLLOWED auch alles in allem agieren mögen, hat man hier trotzdem nicht das Gefühl, etwas zu hören, das es nicht schon anderswo (in besserer Umsetzung) gab. Gerade für neue Bands eine weit verbreitete, große Schwierigkeit – für HOLLOWED aber nicht unmöglich zu überwinden. Die generellen Grundvoraussetzungen dazu besitzen die Musiker nämlich definitiv.

Keine Wertung

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