CD-Review: Iron Savior - Live At The Final Frontier

Besetzung

Piet Sielck – Gesang, Gitarre
Joachim "Piesel" Küstner – Gitarre
Jan-Sören Eckert – Bass, Hintergrundgesang
Thomas Nack – Schlagzeug

Tracklist

01. Ascendence
02. Last Hero
03. Starlight
04. The Savior
05. Revenge Of The Bride
06. Break The Curse
07. Burning Heart
08. Mind Over Matter
09. Hall Of The Heroes
10. R U Ready
11. Condition Red
12. I’ve Been To Hell
13. Heavy Metal Never Dies
14. Coming Home
15. Iron Watcher (Medley: Iron Savior und Watcher In The Sky)
16. Atlantis Falling
17. Breaking The Law


Die deutschen Power Metaller IRON SAVIOR haben zwar schon acht Studioalben eingespielt, sind aber bisher ohne Live-Album ausgekommen. Diesen Umstand wollten die Mannen um den Hamburger Piet Sielck im Jahr 2015 beheben und veröffentlichen mit „Live At The Final Frontier“ eine Doppel-CD mitsamt DVD, von der uns das Audiomaterial zur Rezension vorlag. Das Konzert selbst ist im Januar 2015 in Hamburg aufgenommen worden und nun in Gänze veröffentlicht.

Und das passt auch: IRON SAVIOR haben sich sichtlich gut eingespielt. Auf der ganzen Länge von „Live At The Final Frontier“ gibt sich die Band fast keine Blöße. Besonders die Gesangsleistung von Sänger Piet ist für eine Live-Aufnahme überzeugend. Aber auch der Rest der Band spielt fehlerfrei. Da sitzt nahezu jeder Einsatz und jeder Ton wird getroffen – das geht so weit, dass man zwischendurch fast vergisst, eine Live-Aufnahme zu hören, insbesondere bei den ersten Songs, wo sich das Publikum noch spürbar aufwärmen musste. Ob man das bei einer Live-CD gut findet, ist sicherlich eine Geschmackssache. Dem einen oder der anderen mag trotz der technisch überzeugenden Performance der Klang ein wenig zu steril wirken. Die Ansagen dagegen wirken sympathisch-spontan und kontrastieren die ansonsten durchgeplante Setlist.

Mit dem bockig-schnellen „Revenge Of The Bride“ hat das Publikum schließlich seine Stimme gefunden, sodass das erste Mitsing-Spiel bei „Break The Curse“ ordentlich funktioniert. Danach ziehen Band und Publikum das Tempo ordentlich an und „Live At The Final Frontier“ steigert sich noch einmal deutlich. Songs wie „Mind Over Matter“ oder „Condition Red“ funktionieren ganz hervorragend. Das zweite größere Mitsingspiel bei „Heavy Metal Never Dies“ weiß gar mit einer spaßigen Idee zu überraschen, wird doch das Publikum zum leisen Singen aufgefordert, nicht zum Schreien.

Über knapp 90 Minuten spielen IRON SAVIOR sich durch ihre Setlist, die erstaunlicherweise mehr Songs vom vorletzten Studioalbum „The Landing“ umfasst als vom aktuellen „Rise Of The Hero“. Ansonsten werden alle Alben aus der Bandgeschichte mit wenigstens einem Song bedient, sieht man einmal von „Megatropolis“ ab. Mit „Breaking The Law“ gibt es im Zugabeblock zudem einen Coversong, der mit der tiefen Stimme von Piet Sielck erst mal überrascht, aber durchaus stimmungsvoll geraten ist. Abgesehen von dem klanglichen Eindruck der ersten Songs gibt es also nichts zu meckern an „Live At The Final Frontier“. Fazit: Mission erfüllt, IRON SAVIOR.

Bewertung: 8 / 10

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