CD-Review: Killswitch Engage - Incarnate

März 2016

Besetzung

Jesse Leach – Gesang
Adam Dutkiewicz – Gesang, Gitarre
Joel Stroetzel – Gitarre
Mike D’Antonio – Bass
Justin Foley – Schlagzeug

Tracklist

01. Alone I Stand
02. Hate By Design
03. Cut Me Loose
04. Strength Of The Mind
05. Just Let Go
06. Embrace The Journey… Upraised
07. Quiet Distress
08. Until The Day
09. It Falls On Me
10. The Great Deceit
11. We Carry on
12. Ascension


KILLSWITCH ENGAGE haben den Dreh heraus; ob mit Jesse Leach am Gesang oder seinem Kollegen Howard Jones (mittlerweile feste Größe bei Devil You Know), das Quintett aus Massachusetts ist aus der Metalcore-Szene dank einer konstant guten Diskographie nicht mehr wegzudenken. Obwohl die US-Amerikaner berechtigt als Szene-Mitbegründer gelten, haben sie ihr ursprüngliches Feuer im Laufe der Jahre nicht verloren, sondern kontinuierlich bewahrt, sodass sie auch noch heute, 17 Jahre nach ihrer Gründung, zeigen: Metalcore mag nicht mehr so en vogue sein wie zu Beginn des Jahrtausends, aber gewiss nicht aufgrund mangelnder Qualität.

In den knapp 50 Minuten, die das neue Album dem Hörer als Spielzeit vergönnt, klingen KILLSWITCH ENGAGE erneut so gut wie eh und je – Kritiker mögen den Herren ein Musizieren nach Erfolgsschablone vorwerfen, dennoch ist „Incarnate“ kein aufgewärmtes „As Daylight Dies„. Obwohl es das mittlerweile siebte Album ist, welches die Trademarks der Band noch immer so gut präsentiert wie damals ein „The End Of Heartache„, wirken diese nicht wie eine 2.0-Version, sondern versprühen noch immer diese Dynamik, mit der KILLSWITCH ENGAGE ihre Hörer ebenso gut zum Headbangen als auch zum andächtigen Arme-Recken animieren.

Ehrlicherweise sei gesagt: Tatsächlich bietet der Metalcore der Amerikaner kaum überraschende Elemente im Aufbau der Songs, sondern begnügt sich mit den gängigen drei bis vier Minuten pro Song, die aber eben nicht besser ausgefüllt sein könnten. Seien es Leachs melodiöse Passagen, die auf „Incarnate“ erneut von hellen Klargesang bis raues Shouting reichen oder Dutkiewicz‘ und Stroetzels verspieltes Riffing, was einander hervorragend ergänzt – KILLSWITCH ENGAGE beweisen auf diesem Album einmal mehr, weswegen Metalcore vielleicht nicht das Prädikat progressiv verdient, aber unterhaltsam ist. Denn bereits nach dem ersten Durchlauf bleibt der catchy Refrain eines „Cut Me Loose“ ebenso leicht im Ohr wie ein „The Hell In Me“ vom Vorgänger-Album „Disarm The Decent“ (2013) oder ein „Starting Over“ vom selbstbetitelten Album (2009).

KILLSWITCH ENGAGE zeigen sich auf „Incarnate“ erneut als die Macht, die sie in ihrem Genre darstellen und der Titel dieses Albums hätte nicht besser gewählt sein können, denn diese Platte verkörpert tatsächlich das, wofür guter Metalcore stehen sollte. Und „Incarnate“ ist ein Vorgeschmack auf das, was KILLSWITCH ENGAGE in etwa 2, 3 Jahren erneut vorlegen werden: ein gutes Album.

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Bewertung: 8 / 10

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