CD-Review: Knuckle Puck - Shapeshifter

Besetzung

Joe Taylor - Gesang
Kevin Maida - Gitarre
Nick Casasanto - Gitarre
Ryan Rumchaks - Bass
John Siorek - Schlagzeug

Tracklist

01. Nervous Passenger
02. Twist
03. Double Helix
04. Gone
05. Everyone Lies To Me
06. Stuck In Our Ways
07. Want Me Around
08. Conduit
09. Wait
10. Plastic Brains


KNUCKLE PUCK starteten ihre Karriere 2010 mit Coversongs, rund ein Jahr später begannen sie mit dem Schreiben eigener Lieder. Es folgten fünf EPs, eine Split und das Debüt „Copacetic“, sowie Touren mit Man Overboard, Forever Came Calling, Neck Deep oder The Maine. Jetzt steht das zweite Album „Shapeshifter“ bereit die Musikfans mit poppigem Punk Rock zu begeistern.

Die rund 30 Minuten werden mit einem sphärisch angehauchten „Nervous Passenger“ eröffnet, das mit seinem Bombast-Aufbau wenig vom Punk zeigt und eher in Richtung The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die schielt. Beim zweiten Song „Twist“ ist dieser leichte Unterton zwischen Emo und Post-Rock zwar noch vorhanden, aber vor allem das Schlagzeug zeigt eine positiv rumpelige Seite, die dem Old School Punk Rock nahe steht. Um dieses Gebilde zwischen rotziger Attitüde und seichter Verspieltheit ranken sich die Gitarren, die zwischen melodiösen Passagen und krachenden Parts wechseln.

Der Gesang von Joe Taylor zeigt sich auch relativ variabel: Zwischen die größtenteils melodieorientierten Vocals mischt sich gelegentlich auch eine rauere Seite, die in den Bereich der Shouts schielt („Everyone Lies To Me“). Musikalisch erinnern KNUCKLE PUCK vorrangig an eine Mischung aus Rise Against und Simple Plan Anfang der 2000er. Die Anlehnung an viele bekannte Bands mausert sich aber auch zu einem großen Manko, denn wirkliche Eigenständigkeit haben die Musiker aus Chicago nicht im Repertoire.

KNUCKLE PUCK reichern ihren Pop-Punk mit (epischen) Elementen aus dem Bereich des Emo bzw. Post-Rock an, orientieren sich aber auch am typisch US-amerikanischen Alternative Rock. Somit entstehen auf „Shapeshifter“ einige nette Momente, die das Album zu einer gekonnten Beschallung bei der nächsten Autofahrt über verlassene, herbstliche Landstraßen machen. Für den großen Wurf wird es dieses Mal nicht reichen, dafür benötigt das Quartett ein deutliches Plus an eigener Kreativität.

Bewertung: 4.5 / 10

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