CD-Review: Krampus - Kronos' Heritage

Besetzung

Filippo – Gesang
Marika – Gesang, Violine
Alessandro – Gitarre, harscher Gesang
Leonardo – Gitarre
Davide – Bass
Carlo – Schlagzeug
Tommaso – Keyboard
Matteo – Sackpfeifen, Irische Bouzouki, Flöten, Irische Whistle

Tracklist

01. Kronos' Heritage
02. Aftermath
03. My Siege


Ein sehr kurzes Hörvergnügen erwartet mich bei „Kronos‘ Heritage“ von KRAMPUS. Gerade mal zwölf Minuten dauert die zweite EP der erst 2010 gegründeten italienischen Truppe. Die erste EP der Band ging wohl weg wie warme Semmln, denn wenn ich der Aussage auf der KRAMPUS-Homepage vertrauen schenke, sind nur noch wenige Exemplare verfügbar. Dann schauen wir mal, was die Jungspunde auf ihrer Zweit-EP so vom Stapel lassen. Drei Tracks sind hier vertreten, auf „Shadows Of Our Time“, der ersten EP, waren es wenigstens derer sieben.

Die musikalische Vorstellung, die KRAMPUS in den knapp zwölf Minuten präsentieren, kann sich durchaus hören lassen. Man kann von drei Tracks jetzt noch nicht auf eine qualitative Konstanz schließen, aber auf jeden Fall packen die Italiener schonmal keinen Ausfall auf „Kronos‘ Heritage“. Stilistisch kann man das Songmaterial irgendwo zwischen Eluveitie und Furor Gallico festmachen.
Beim Titeltrack vereinen KRAMPUS dynamische Pagan-Abschnitte mit schönen Folk-Intermezzi. Das Gesamtergebnis geht dabei gut ins Ohr. Interessant sind auch die Variationen zwischen den harschen Vocals und dem recht emotionalen Cleangesang. Bei „Aftermath“ lassen die Italiener die traditionellen Elemente auch als Begleitung der energischen Vormärsche laufen. Das ist ein Spagat, den die acht Leutchen aus Udine auch sehr gut hinbekommen. Das musikalische und kompositorische Potential kann man ihnen nicht absprechen. Die Wechsel zwischen folkigen Bereichen und dynamischen Pagan-Passagen spielen bei „My Siege“ wieder die Hauptrolle, wobei KRAMPUS verstärkt die traditionellen Phasen in den Vordergrund rücken.
Und schon ist der Spuk wieder vorbei. Eine drei-Track-EP ist sicherlich nichts, das einen Rezensenten erfreut. Es sind einfach ein paar Eindrücke zu wenig. Aber zumindest kann man schon das Songwritingpotential und das handwerkliche Talent der Band erkennen. Auch die traditionellen Instrumente wie Violine, Sackpfeifen oder Whistles werden gekonnt in den Metal-Sound integriert und die Songs erscheinen stimmig.

Für KRAMPUS wird es meines Erachtens Zeit, sich etwas Größerem zuzuwenden – einem ausgewachsenen Longplayer. Und ich bin sicher, dass wir von dieser Band auch in Zukunft noch hören werden. Folk- und Paganfans sollten ruhig mal in Hörproben reinlauschen.

Keine Wertung

Geschrieben am

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: