CD-Review: Kreator - Endless Pain

Besetzung

Ventor – Drums, Vocals and Screams
Rob – Thunder Bass
Mille –Thrashing and Crashing Guitarz, Vocals

Tracklist

01. Endless Pain
02. Total Death
03. Storm Of The Beast
04. Tormentor
05. Son Of Evil
06. Flag Of Hate
07. Cry War
08. Bone Breaker
09. Living In Fear
10. Dying Victims


Nachdem der Thrash Metal durch die Bay Area erstmals auf die musikalische Landkarte gebracht worden war, begann sich auch in deutschen Landen eine kleine aber feine Szene zu bilden, zu deren Speerspitze Bands wie Destruction, Sodom oder KREATOR werden sollten. Eben jene KREATOR trümmerten 1985 – im zarten Alter von gerade einmal 17 Jahren – ihr Debütalbum „Endless Pain“ ein. Nicht ahnend, dass der Titel leider auch Programm werden sollte, und zwar für den Hörer.

Dies aus hauptsächlich zwei Gründen: Erstens ist der katastrophale Sound der Platte ein einziger Brei, der auch nicht durch die Vinyl-Erstveröffentlichung zu entschuldigen ist, und zweitens: Nehmt bitte Ventor das Mikro ab!
Musikalisch ist das Gebotene leider auch nicht das Gelbe vom Ei. Die Songs hören sich zwar ganz nett an, aber es wird hemmungslos bei etwaigen Bay-Area-Vorbildern geklaut, und auch nach dem zehnten Durchlauf kann man Songs wie „Endless Pain“, „Total Death“ oder „Storm Of The Beast“ ehrlich gesagt nur schwer auseinanderhalten, wobei „Storm Of The Beast“ der beste der drei genannten Tracks ist.
Mit „Tormentor“ steht dann eine der Ausnahmen des Albums an, ein Song, der bis heute in fast jeder Live-Tracklist von Kreator auftaucht und schon die Genialität späterer Alben vorwegnimmt. Was man von „Son Of Evil“ mit dem grausigen Gesang (?) von Ventor, der hier wohl wie Tom Araya klingen wollte, daran aber kläglich scheitert, dann wieder überhaupt nicht behaupten kann. Einen zweiten Kultsong findet man doch noch auf der Platte: „Flag Of Hate“  – einer der besten Kreator-Songs überhaupt. Viel übrig bleibt dann nicht mehr, „Cry War“, „Bone Breaker“, „Living In Fear“ und „Dying Victims“ rauschen an einem vorbei, ohne dass man sich danach sicher sein kann, welcher Song jetzt welcher war.

„Endless Pain“ ist nur für Komplettisten zu empfehlen, die gerne jedes Album einer Band im CD-Regal stehen haben möchten. Alle anderen sollten sich auf das deutlich stärkere Folgealbum „Pleasure To Kill“ beschränken!

(Oli)

Bewertung: 6 / 10

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4 Kommentare zu “Kreator – Endless Pain”

  1. D

    Ist das Review ernst gemeint? Das ist die beste Kreator Scheibe. Hat nicht nur den Thrash beeinflusst sondern auch frühen Black Metal. Ich kann nicht glauben was hier unsinniges geschrieben wurde.

  2. Sarah Punke

    Heyho lieber D,
    zwei kleine Anmerkungen zu unserer Verteidigung:

    1) Das VÖ-Datum der Review (05.04.2013) entspricht dem Tag des Seiten-Relaunches, NICHT dem der tatsächlichen Veröffentlichung dieses Textes (der vermutlich schon länger auf unserer Seite herumkullert und so einige Leser irritierte).
    2) Wie lange bzw. kurz jener Gastredakteur Oli für uns schrieb, ist mir ebenso wenig bekannt wie seine Eignung für das Genre und seine Beweggründe, dieses Album so zu bewerten – fragen können wir ihn nun leider nicht mehr.

  3. LastSatai

    Habe das Album jetzt auch nachgeholt und ich muss sagen, dass dieses Review eine Frechheit ist. Da dieser Oli eh nicht mehr für euch schreibt, löscht doch diese Farce und lasst jemanden kompetenten ran.

    1. Moritz Grütz

      Also erst einmal: Das Review spiegelt eine Meinung wider, und eine Meinung ist, wenn sie argumentativ begründet wird, in der Regel keine „Frechheit“, sondern eben eine Meinung, die man teilen kann oder eben nicht.

      Auch wenn ich besagten Oli (den ich nicht einmal mehr persönlich kenne, das Review ist also über neun Jahre alt – witzig, dass das ausgerechnet jetzt auf so viel „Gegenliebe“ stößt) nicht einmal persönlich kenne und auch nicht alle seine Kritikpunkte an der Scheibe teile, halte ich seinen Punkt für durchaus vertretbar.

      Nicht jedes Album, das zu seiner Zeit irgendjemanden oder irgendetwas beeinflusst hat, muss deshalb aus heutiger Sicht und aus diesem Kontext gehoben gut sein. Der Sound ist – auch gemessen an vielen Scheiben dieser Zeit – nicht eben eine Glanzleistung, über den Gesang lässt sich genauso streiten wie über den Abwechslungsreichtum und die Eigenständigkeit der Songs. All diese Punkte kritisiert Oli im Review. Damit ist eine Bewertung im guten Mittelfeld hinreichend begründet.

      Dass man das natürlich entweder aus der Zeit heraus oder auch einfach dem persönlichen Geschmack folgend anders sehen kann, ist selbstverständlich. Aber das ist bei jeder CD so ;)

      PS: Das Review wurde mittlerweile sprachlich geglättet und hinsichtlich Rechtschreibung korrigiert.

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