CD-Review: Kung Fu Kitty - Unleashed

  • Veröffentlichung: 2012
  • Label: Finest Noise
  • Spielart: Rock
Besetzung

Elisabeth Heller – Gesang, Keyboard
Andreas Fleckl – Gitarre
Matthias Heller – Gitarre
Jürgen Bauer – Bass
David Leiber – Schlagzeug

Tracklist

01. In 7 Days
02. Now Look Who’s Laughing You F****** A******
03. For You
04. Broken
05. Not The End
06. Mindless
07. We Should Have Known
08. Do The Opposite
09. Angel
10. Tonight
11. Behave


Bei einer Band, deren Namen das Wort “Kitty” beinhaltet, ist es normal, erstmal automatisch die zusammenzuzucken, dann die Stirn zu runzeln und schließlich die Kitsch-Alarmglocken läuten zu hören. Doch alles egal, denn irgendwie muss ich die neue Scheibe von KUNG FU KITTY (Nochmal: Oh mein Gott!!!) ja objektiv besprechen.

Der erste Eindruck, den die Band durch den Namen, bewusst oder unbewusst, erzeugt, bestätigt sich erstmal, denn die zwei ersten beiden Songs des Albums sind an Belang- und Inhaltslosigkeit nicht zu überbieten. KUNG FU KITTY reihen primitivste Riffs aneinander, die Akkordfolgen sind nicht mal wirklich melodisch und Sängerin Elisabeth Heller hat gleichzeitig weder eine besonders tolle Stimme, noch setzt sie sie irgendwann mal richtig ein. Zwar ist „Unleashed“ nie so richtig schlecht, gleichzeitig plätschert das Gros der CD dermaßen belanglos in der Stereoanlage herum, dass es wirklich fürchterlich langweilig ist. Das Problem: Es passiert einfach nichts. Es gibt keine Melodien, es gibt keine Überraschungen, die beiden Gitarristen scheinen nie mehr als drei unterschiedliche Akkorde zu spielen, und dass das nicht immer die selben sind, kann ich auch nicht garantieren – das Gegenteil können KUNG FU KITTY zumindest nicht beweisen. Zwar gibt es Lichtblicke: So legt „We Should Have Known“ mit deutlich fetzigeren Riffs los als der Rest und in „Angel“ macht der Refrain, in dem es sogar geshoutete Vocals zu hören gibt, kurzzeitig Hoffnung. Davon abgesehen könnte man noch „For You“ hervorheben, weil es dort zum ersten und einzigen Mal ein anständiges (Achtung: sogar melodisches) Riff zu hören gibt. Große Hits sind das aber auch nicht, sondern eher der größere Bruder von Not und Elend.

Außerdem gibt es auch Songs wie „Do The Opposite“, der von vorne bis hinten ein derartiges No-Go ist, dass einem fast schlecht wird – ganz ehrlich, da ist Katy Perry eine bessere Songwriterin. Da helfen auch die pseudo-eingängigen Zwei-Akkord-Riffs in den Strophen nicht weiter. Das ist zwar der einzige wirklich krasse Ausreißer nach unten – sollte das nächste Album der Band aber auch nur zehn Sekunden lang so öde sein wie dieses hier, empfehle ich schnellstmögliches Abschalten: Jede Nickelback-CD ist inspirierter.

Bewertung: 3.5 / 10

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