CD-Review: Liar Thief Bandit - Deadlights

  • Veröffentlichung: 2021
  • Label: The Sign
  • Spielart: Rock
Besetzung

Mike Jacobsen - Gesang, Gitarre
Niklas Dahre - Bass, Gesang
William Grube - Schlagzeug, Percussions

Tracklist

01. Deadlights
02. Brand New Day
03. Good Enough
04. Catch And Release
05. 'Cept The Truth
06. Limitations
07. Feather
08. I've Got A Lot Of Money Comin' In
09. Forever The Optimist
10. Silver Tongue
11. Right From Wrong
12. Hindsight


Nachdem ihre Landsmänner Grande Royale vor Kurzem ihr neues Album „Carry On“ auf die Welt losgelassen haben, legen nun auch LIAR THIEF BANDIT mit „Deadlights“ eine neue Scheibe randvoll mit klassischem Schweden-Rock vor. Ähnlich wie bei Grande Royale, ist das neue Material in etwas so innovativ wie ein Ziegelstein, trieft dafür aber vor ungezügelter Rock-’n‘-Roll-Attitüde. Nimmt man noch den obligatorischen Hinweis dazu, dass jeder Song, ach was, jede Note nach Hellacopters, Gluecifer und Co. klingt, hat man eigentlich schon alles Wichtige über „Deadlights“ gesagt.

Der Titeltrack zu Beginn der Scheibe ist dann auch gleich einer der beiden Anspieltipps. „Alles schon mal gehört“ hin oder her, die Herren aus Malmö wissen genau, wie man eingängige Rocker mit der perfekten Balance aus Melodie und fetten Riffs schreibt. Die Gitarrenarbeit ist nicht virtuos, aber extrem fett und mitreißend. Gleiches gilt für den Gesang von Nils Jacobsen, der nicht an das Organ eines Nicke Andersson heranreicht, seinen Job aber trotzdem mehr als ordentlich macht. Zweite Anspieltipp und heißer Kandidat für den coolsten Titel des Jahres: „I’ve Got A Lot Of Money Comin‘ In“. Auf diese Nummer wären sogar die Urväter des Genres neidisch. Der Rhythmus groovt und stampft und die Riffs bringen jede Hüfte zum Schwingen. Verdammt cool und Beweis dafür, dass LIAR THIEF BANDIT mehr können, als nur den Sound der 90er zu kopieren.

Genau danach klingt der Rest von „Deadlights“ aber zu großen Teilen. Das Gaspedal wird durchgehend bis zum Anschlag durchgetreten und Songs wie „Good Enough“, „Feather“ oder „Right From Wrong“ machen auch wirklich Spaß, bleiben aber nicht wirklich im Ohr hängen. Dafür ist das Songwriting einfach zu gleichförmig und es mangelt an Überraschungen. Ein Problem, mit dem so ziemlich alle Hellacopters-Nachfolger zu kämpfen haben. Damit ist „Deadlights“ ein solides Schweden-Rock-Album, welches perfekt als Hintergrundbeschallung für Grillpartys oder Trinkgelage mit den Freunden geeignet ist. Mit dem Titeltrack und „I’ve Got A Lot Of Money Comin‘ In“ machen LIAR THIEF BANDIT aber neugierig, ob nicht doch noch mehr in ihnen steckt. Denn mal ehrlich, irgendwann ist es auch mal gut mit der hundertsten Huldigung an Andersson und Co. und Zeit für eigene Idee.

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Bewertung: 7 / 10

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