CD-Review: Loonataraxis - GlobaLies

Besetzung

Marco – Gesang
Andi – Gitarre
Michi J.J. – Bass
Chris – Schlagzeug

Tracklist

01. GlobaLies
02. Unhappy Few Army
03. Deluxe
04. Dictacracy


LOONATARAXIS: Neologismus, lunatic [engl. = abweichend von der Norm, verrückt], ataraxia [griech. = Unerschütterlichkeit, Seelenruhe].

Ein seltsamer Bandname, eine seltsame Zusammensetzung aus Worten verschiedener Sprachen. Crossover schon bei der Titelgebung und mindestens ebenso gut gemischt setzt sich das bei der Musik selbst fort. Eine Stilbezeichnung kann man den Münchnern wahrlich nicht aufdrücken, sie mischen Hardcore, Punk, Metal, Pop, Funk, Raggae, Jazz und was weiß ich noch alles.

„Worüber man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen“ empfiehlt der Vierer in seiner Bandinfo, den Gefallen können wir ihnen aber natürlich nicht machen, denn SO einzigartig und originell ist das im Endeffekt dann doch nicht. Hier wird mal geschrieen, mal sanft gesungen und mal beides gleichzeitig, da wird an einer Ecke lässig gejazzt und an der nächsten wieder hart gerifft, bevor ohne Vorwarnung hochmelodische Partymucke kredenzt wird.
Überraschenderweise bietet etwa der Titeltrack „GlobaLies“ trotz der vielen Breaks und Stil-/Rhyhtmys-/Tempo-Wechsel einen eingängigen Refrain und auch die anderen Lieder gehen irgendwie ins Ohr. Das hat schon was, wenn sich trotz der Vielfalt nach ein paar Durchläufen was festsetzt.

LOONATARAXIS sind anders, keine Frage, aber nicht einzigartig. Wenn man „GlobaLies“ grob als musikalische Schnittmenge zwischen System Of A Down, Carnival In Coal und alten Red Hot Chili Peppers bezeichnet, kann man sich wohl in etwa vorstellen, wie… nein, doch nicht? Dann schnellstens reingehört! Die Münchner dürfen gerne auf diesem Weg weitergehen, momentan aber fehlt noch das letzte Quentchen Biss und Durchsetzungsvermögen, das die Lieder restlos überzeugend macht. Das wird aber noch, ganz sicher.

Textlich übrigens präsentiert man sich politisch-kritisch. Wer mehr über die Texte und das Molotov-Teddy-Coverartwork erfahren möchte, der liest am besten ins dazugehörige Interview rein.

Bewertung: 7 / 10

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