CD-Review: Magister Templi - Lucifer Leviathan Logos

Besetzung

Abraxas d’Ruckus - Gesang
Patriark - Gitarre
Baphomet - Gitarre
Akoman - Bass
Grimmdun - Schlagzeug

Tracklist

01. Master Of The Temple
02. Lucifer
03. The Innsmouth Look
04. Leviathan
05. Tiphareth
06. Logos
07. Vitriol


In der traditionellen Sparte “Heavy Metal” ist bereits alles gesagt. Eine Meinung, die einige Fans und Kritiker sicher blind unterschreiben würden, die so aber mitnichten stimmt. MAGISTER TEMPLI aus der kalten Hauptstadt Norwegens, Oslo, sind angetreten, um diesen weitläufigen Irrtum richtigzustellen. Ihr Debüt „Lucifer Leviathan Logos“ schickt sich an, all den Nörglern und Miesepetern ordentlich das Maul zu stopfen.

Traditioneller Schwermetall hatte seine Blütezeit bekanntlich in den 80ern, jene Zeit, in der Black Sabbath noch regelmäßig hochkarätige Alben ablieferten und Mercyful Fate mit „Melissa“ und „Don’t Break The Oath“ absolute Meisterwerke ablieferten. Anno 2013 sieht es da zugegebenermaßen nicht ganz so rosig aus. Klar, auch heute noch liefern einige Bands  hochkarätige Alben ab, aber die Klasse der Meisterstücke aus der Vergangenheit wird eher selten bis gar nicht erreicht. Vor nicht allzu langer Zeit wurde die gesamte Szene von okkulten Retro-Bands wie The Devil’s Blood oder In Solitude heimgesucht, was dem Genre kurzzeitig einen kleinen Popularitätsschub verleite. MAGISTER TEMPLI nutzen die Gunst der Stunde und verbinden ihren klassischen und traditionsbewussten Heavy Metal mit allerlei okkulten Botschaften. Allen, die von diesem ganzen Hype genug haben, soll gesagt sein, dass es die fünf Freunde durchaus verstehen, ihre Musik deutlich in den Vordergrund zu stellen. Daraus resultierend lässt sie die okkulten Textpassagen fast zur Nebensächlichkeit werden.

 Geboten werden sieben raue, oft auch recht epische Heavy-Metal-Brecher, welche mit allerlei Anleihen aus Doom und klassischem Rock angereichert sind. Stellenweise (z.B. in „The Innsmouth Look“) erreicht Sänger Abraxas d’Ruckus gar die stimmlichen Regionen eines King Diamond, was definitiv für die Qualität des Dargebotenen spricht. Und überhaupt: nur den Wenigsten vermag das Kunststück zu gelingen, einerseits viele kultverdächtige Bands zu zitieren und doch einen ureigenen Sound zu kreieren und diesen auch konsequent umzusetzen. Der erdige Sound sorgt dabei für das nötige Profil und verfeinert den Hörgenuss zusätzlich.

Feine Sache, die uns MAGISTER TEMPLI hier mit „Lucifer Leviathan Logos“ auftischen. Wer auf die Referenzwerke besagter Kult-Bands steht, kann hier definitiv nichts falsch machen! Anspieltipps: „Master Of The Temple“, „Lucifer“ und „Leviathan“. Kurzum: handgemachter Heavy Metal, wie er sein sollte!

Bewertung: 7.5 / 10

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