CD-Review: Malum - Night Of The Luciferian Light

Besetzung

Tyrant- Gesang
VT - Gitarre
ET - Gitarre
KK - Bass
HH - Schlagzeug

Tracklist

01. O Satan, O Lucifer
02. Perdition
03. Awakening Of The Black Flame
04. Kaste, Kirous Ja Kuolema
05. Altar Of Ritual Death
06. Where Light Ascends
07. Night Of The Luciferian Light


Bei aller Liebe für Post-Metal, Ambient und Akustik-Parts im moderneren Black Metal ist man doch auch mal froh über Bands wie MALUM. Das Quintett aus Finnland steht seit seiner Gründung 2013 für rauen und kalten Black Metal mit einer gewissen Portion Melodik. Auch auf „Night Of The Luciferian Light“ folgen MALUM konsequent diesem Weg. Sicherlich erfinden sie damit das Genre nicht neu, wirken aber dennoch nicht altbacken oder wie bloße Kopisten.

Dies zeigt sich schon an der Qualität der Produktion von „Night Of The Luciferian Light“. Lo-Fi-Fetischisten kommen hier nicht auf ihre Kosten, stattdessen liefern MALUM einen klaren, druckvollen aber nicht zu glatten Sound. Die einzelnen Stücke sind meist im Midtempo-Bereich angesiedelt und erzeugen diese für finnischen Black Metal typische kalte und düstere Atmosphäre. Schleppende Passagen wechseln sich ab mit wüster Raserei und über allem stehen Sänger Tyrants heisere Vocals. Besonders eindrucksvoll agiert die Band bei „O Satan, O Lucifer“ und „Awakening Of The Black Flame“. Das ist Black Metal auf höchstem Niveau. Klirrende Riffs und virtuoses Drumming bilden den düsteren Klangteppich, auf dem Tyrant seine harschen Vocals ausbreitet.

Schnell drängen sich hier Vergleiche mit Watain zu „Casus Luciferi“- oder „Sworn To The Dark“-Zeiten auf. Ähnlich wie die Schweden wissen MALUM eine bedrohlich-düstere Atmosphäre zu erzeugen. Auch optisch gibt es bei den beiden Bands einige Ähnlichkeiten, posieren doch beide gerne in Bikerwesten und mit Knochen.

Betrachtet man nun das lyrische Konzept von „Night Of The Luciferian Light“, so sagt der Album-Titel eigentlich alles. MALUM huldigen Luzifer auf allen Songs, bedienen sich dabei aber nicht den typischen Klischees wie dem Opfern einer Jungfrau oder Ziegen. Die Band geht das Thema ernsthafter an und stellt eher die philosophische Seite des Luziferianismus in den Mittelpunkt. Luzifer als Bringer von Erkenntnis und Freiheit steht im Kern der Lyrics und natürlich kriegen auch die abrahamitischen Religionen gehörig ihr Fett weg.

Leider können MALUM die hohe Qualität der Songs nicht über das gesamte Album hinweg halten. „Altar Of Ritual Death“ und „Where Light Ascends“ klingen doch etwas zu monoton und gleichförmig. Das ist schade, denn so verschenken MALUM einiges an Potential und driften ab in Gleichförmigkeit. Erst der Titeltrack am Schluss des Albums rettet die Stimmung wieder.

Alles in allem ist MALUM aber mit „Night Of The Luciferian Light“ ein beachtliches Album gelungen, dass ein erstes Ausrufezeichen in diesem Jahr im Black Metal setzt. Wem rauer Black Metal mit einer melodischen Seite und okkulten Lyrics gefällt, sollte hier undedingt zugreifen.

Bewertung: 8 / 10

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