Review Manowar – The Triumph Of Steel

  • Label: Atlantic
  • Veröffentlicht: 1992
  • Spielart: Heavy Metal

MANOWAR, ein Name, der mein Herz stets höher schlagen lässt, und gleichzeitig eine der meist diskutierten Bands im ganzen Metal-Universum. Halten die einen das Image dieser legendären Band für überzogen, so ist es wohl genau das, was die Fans wollen: True Metal in reinster Form, kämpferische Lyrik, heldenhaft anmutende Melodien, Hymnen für die Ewigkeit – Love it or hate it, dazwischen gibt es wohl nichts. Vier Jahre nach dem grandiosen „Kings Of Metal“ und vier Jahre vor der „Louder Than Hell“, welche damals meine erste Metal-CD überhaupt war, gesellt sich das 1992 erschienene „The Triumph Of Steel“, das neben dem bis zu diesem Zeitpunkt wohl coolsten MANOWAR-Coverartwork auch einige unvergessliche Kracher zu bieten hatte.

Dreh- und Angelpunkt auf „The Triumph Of Steel“ ist das 28-minütige „Achilles, Agony And Ecstasy In Eight Parts“, ein episches Stück, das vor allem auch durch ein unheimlich schnelles Drum-Solo von Rhino, welcher für dieses Album Scott Columbus ersetzen sollte, und durch rasch gespielte Gitarren-Soli von Ross The Boss-Nachfolger David Shankle für Staunen sorgen konnte – erstklassige, typische MANOWAR-Lyrik und grandiose Atmosphäre inklusive. „Metal Warriors“ läutet dann das eigentliche Album ein, ein bis heute gern gehörter Klassiker, der sich locker zu den bekanntesten MANOWAR-Songs zählen darf.

Was auf diesem Album ganz besonders gefällt, ist die Themenvielfalt und die Abwechslung, die man bei den einzelnen Stücken geboten bekommt. Im bereits genannten „Achilles, Agony And Ecstasy In Eight Parts“ wird der Kampf zwischen Achilles und Hektor vertont, doch „The Triumph Of Steel“ hat noch viel mehr zu bieten. Während „Ride The Dragon“ als supereingängiger, flott nach vorne stürmender Song mit klassischer Fantasy-Thematik daherkommt, bekommt der geneigte Hörer bei „Spirit Horse Of The Cherokee“ einen dichten Stampfer verpasst, der sich mit dem im Titel genannten Indianervolk befasst. Düstere Stimmung gibt’s bei „Burning“ und „The Demon’s Whip“, einen ganz klassischen MANOWAR-Song bekommen wir bei „The Power Of Thy Sword“ – ein fetter Refrain zum Mitsingen, ein unheimlich dichter Mittelteil, ein stimmlich verdammt gut aufgelegter Eric Adams, hier stimmt einfach alles. Den Abschluss bildet „Master Of The Wind“, eine bis heute unvergessene Ballade, die es auch locker mit „Heart Of Steel“ aufnehmen kann.

Und nun, Fazit? Naja, man merkt es schon: Ich liebe dieses Album, seitdem ich es zum ersten Mal durch meine Boxen jagen durfte – das ist jetzt ungefähr 10 Jahre her, es hat in all der Zeit kein bisschen an Charme verloren. Auch objektiv betrachtet lieferten MANOWAR anno 1992 mit „The Triumph Of Steel“ ein klasse Teil ab, das sich zu den ganz großen Veröffentlichungen im True Metal zählen kann. Es strotzt nur so vor Vielfalt und Energie, beides Eigenschaften, die spätestens seit dem 2007er „Gods Of War“ nur noch sporadisch vertreten waren. All das macht diesen Silberling zu einem Klassiker, der in keiner gut sortierten Musiksammlung fehlen darf.

Wertung: 9 / 10

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