Albumcover OST Clark

Review Mikael Akerfeldt – Clark (OST)

Nachdem Wardruna-Mastermind Einar Selvik bereits vor einigen Jahren den musikalischen Unterbau für den Klassiker des englischsprachigen Dokumentationssenders History Television, „Vikings“, lieferte, sticht nun der nächste prominente Musiker mit einer Kooperation gleicher Natur hervor: MIKAEL AKERFELDT, seines Zeichens Sänger, Gitarrist und Gehirn von Opeth, arbeitet für die schwedische Mini-Serie „Clark“ mit Netflix zusammen. Das Ergebnis ist der Soundtrack für die Verfilmung der Biografie von Clark Olofsson alias dem  Namen hinter dem Stockholm-Syndrom.

Wie bei allen Werken von Regisseur Jonas Akerlund, der die Produktion von „Clark“ leitete und zuvor durch die Regie von Musikvideos für u.a. Rammstein sowie dem FIlm „Lords Of Chaos“ bekannt wurde, spielt die Musik auch in „Clark“ eine bedeutende Rolle. MIKAEL AKERFELDT komponierte hierfür erstmalig einen Soundtrack. Seine Komfortzone verlässt der Schwede dafür nur bedingt, denn die kurzen Tracks hätten auch problemlos als Interludes auf Opeths Alben „In Cauda Venenum“ (2019) oder „Heritage“ (2011) zu finden sein können.

Die 34 Songs des Soundtracks leben über die gesamte Spielzeit von 80 Minuten von dem Flair der (soften) Rockmusik aus den 70er Jahren: Die Arrangements umfassen neben atmosphärischen Streichern und akustischen Gitarrenparts auch tragende Klavierpassagen und einen groovenden Bass, die Flamenco-Gitarren wechseln sich mit psychedelischen Gitarreneffekten und Smooth-Jazz-Motiven ab. Das Geschichtenerzählen der Tracks  funktioniert auch ohne visuelle Komponente, weil es MIKAEL AKERFELDT, immerhin seit über 30 Jahren als Komponist tätig, völlig unverkrampft schafft, den einzelnen Songs einen Charakter zu geben. Vom verschmitzen „Druglord Panic“ hin zum gefühlvollen „Wish You Were There“ oder der Instrumental-Rock-Nummer „The Hunted In The Car“ gibt der Schwede dem Soundtrack nicht nur viele Facetten, sondern wertet auch die Serie mit absolut stimmiger Musik auf.

MIKAEL AKERFELDT debütiert mit dem „Clark“-Soundtrack nicht nur als Score-Komponist, sondern liefert auch der jüngsten Generation an Opeth-Fans eine Ansammlung an Songs ab, die sich nahtlos in die letzten vier Studioalben der schwedischen Prog-Rock-Instant einreihen kann. Eine Win-Win-Situation für Prog-Rock-, Opeth- und Serienfans gleichermaßen.

Wertung: 9 / 10

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