CD-Review: Moonshade - Sun Dethroned

Besetzung

Ricardo Pereira - Gesang
Pedro Quelhas - Gitarre
Daniel Laureano - Gitarre
Nuno Barbosa - Bass, Keyboard
Sandro Rodrigues - Schlagzeug

Tracklist

01. God Of Nothingness
02. The Flames That Forged Us
03. Lenore
04. Sun Dethroned
05. Upon Your Ashes
06. World Torn Asunder
07. Eventide
08. A Dreamless Slumber


Bei all dem qualitativ extrem hochwertigen Death Metal aus Deutschland übersieht man fast, dass auch der Rest Europas guten Todesstahl schmieden kann. Dafür muss man gar nicht in den hohen Norden schauen, sondern findet mit MOONSHADE eine vielversprechende Band aus Portugal. Das Quintett ist seit 2010 aktiv, hat sich dem melodischen Death Metal verschrieben und bringt mit „Sun Dethroned“ ihr Debüt an den Start.

Das eröffnet mit „God Of Nothingness“ hochmelodisch, lässt aber auch ordentlich Köpfe rollen. Schnell ist klar: MOONSHADE machen keine halben Sachen und verstehen ihr Handwerk. Sänger Ricardo Pereira kommt mit seinen Growls mindestens so tief wie Johan Hegg, beherrscht aber auch hohe keifende Screams. Fett! Die Instrumentalfraktion prescht traumwandlerisch sicher durch getragene Melodien, ballernde Riffs und folkig anmutende Cleanparts. Und das alles bereits im ersten Track der Scheibe. Die Messlatte liegt hoch für die restlichen Songs, aber auch „The Flames That Forged Us“ schlägt in die gleiche Kerbe, ist aber noch etwas geradliniger als der Vorgänger. Extreme Gänsehaut kommt beim Titeltrack „Sun Dethroned“ auf, bildet doch erneut ein romantisch-verspielter Cleanpart mit akustischen Gitarren und Klargesang das Herzstück des Songs.

Klar erfinden MOONSHADE den Melodic Death Metal nicht neu und stellen auch keine Geschwindigkeitsrekorde auf, nutzen ihr Handwerkszeug aber perfekt aus. Seien es nun symphonische Elemente von Keyboarder Nuno Barbosa bei „Eventide“ oder „World Torn Asunder“, die bereits erwähnten hochmelodischen Parts oder fettes Death-Metal-Drumming und -Riffing bei „Dreamless Slumber“ oder „The Flames That Forged Us“. Nach etwas mehr als 45 Minuten sind die Portugiesen durch und haben mit ihrem Debüt mehr als nur bleibenden Eindruck hinterlassen. Ganz ohne Kitsch, Pathos oder Orchester aus der Dose und zum Glück auch ohne halbgaren weiblichen Gesang besinnen sich MOONSHADE auf „Sun Dethroned“ auf die Stärken des Melodic Death Metal und machen definitv Lust auf mehr.

 

Bewertung: 9 / 10

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