CD-Review: Moonspell - The Butterfly Effect

Besetzung

Fernando Ribeiro - Gesang
Ricardo Amorim - Gitarre
Sérgio Crestana - Bass
Pedro Paixão - Synthesizer
Mike Gaspar - Schlagzeug

Tracklist

01. Soulsick
02. Butterfly FX
03. Can't Bee
04. Lustmord
05. Self Abuse
06. I Am the Eternal Spectator
07. Soulitary Vice
08. Disappear Here
09. Adaptables
10. Angelizer
11. Tired
12. K


Nachdem die Mannen um Fernando Ribeiro 1995 und 1996 mit ihren ersten beidenoffiziellen Alben „Wolfheart“ und „Irreligious“ sich in weiten Kreisen einenNamen machten, folgte 1998 mit dem katastrophalen Album „Sin Pecado“ dertiefe Fall, doch bereits ein Jahr später stand man mit „The ButterflyEffect“ schon wieder in den Startlöchern um Wiederaufbauarbeit zu leistenund sich wohl einige verlorengegange Fans zurückzuholen.

Fangen wir mit den positiven Dingen an:
Die ersten drei Songs sind alle sehr unterschiedlich ausgefallen und haben ihreeigenen, prägnanten Merkmale, wie zum Beispiel die recht chillige Atmosphäre in“Can’t Bee“; der vorwärts treibende Marschrhythmus, das sehr guteingebaute Break und die zum Ende hin zunehmend chaotischer werdende Musikin „The Butterfly Fx“; und der geniale und durch Ribeiros Stimmeeindrucksvolle Refrain bei „Soulsick“. Auch wird das Grundthema des Albumskonsequent in allen Songs behandelt und es ist sicherlich interessant sichmal näher mit den Texten zu beschäftigen, da das Ganze kein alltäglichesThema in der Musik ist.Ribeiros Stimme kommt auch auf diesem Album wieder sehr vielseitig zumTragen und gibt den Songs natürlich einen ganz unverkennbarenMoonspell-Charakter.

Leider gibt es auch viel negatives über das Album zu berichten: Zwar sinddie ersten Lieder sehr abwechslungsreich und einzigartig, aber danachfolgen eigentlich nur noch immer schlechter werdende Kopien derGrundmelodien oder Rhythmen dieses Eröffnungstrios; spätestens wenn einem dasdritte Mal ein Song schon zur Hälfte bekannt vorkommt, wird es doch langsamlangweilig. Klar, richtig schlecht sind die Songs auch nicht, aber siebieten einfach nichts neues mehr, was man nicht schon von vorher kannte. Einweiterer Kritikpunkt ist die doch teils übermäßige Verwendung vontechnischen Hilfsmitteln à la Synthesizer und elektronischem Sample, zumaldie Qualität dieser doch stets abnimmt und am Ende nur noch einen Soundbreidarstellt. Vielleicht hat man sich ein bisschen zu sehr darauf konzentriert,etwas modernes und total andres als sonst zu erschaffen, sodass man mit allerGewalt versucht hat diese Mittel einzubringen.

Was bleiben, sind drei richtig gute Songs zu Beginn des Albums, danachmittelmäßige bis eher schlechte als rechte Stücke, die so gar nicht imGedächtnis bleiben wollen, da sie sich zu wenig unterscheiden. Fans vonRibeiros Stimme kommen voll auf ihre Kosten, aber dafür stimmt dasGesamtpaket einfach nicht. Zu der damaligen Zeit war das Album vielleichtsogar noch halbwegs gut, doch heute reißt das keinen mehr Vom Hocker. DieRehabilitation nach dem davorigen Katastrophen-Album ist also nur halbwegsgeglückt, die Kritiker wurden bestimmt nicht vollends überzeugt, dass esnoch mal aufwärts gehen würde mit Moonspell.

(COF)

Bewertung: 5 / 10

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