CD-Review: Motörhead - Hammered

Besetzung

Ian “Lemmy” Kilmister – Gesang, Bass
Philip “Wizzo” Campbell – Gitarre
Mikkey Dee – Schlagzeug

Tracklist

01. Walk A Crooked Mile
02. Down The Line
03. Brave New World
04. Voices From The War
05. Mine All Mine
06. Shut Your Mouth
07. Kill The World
08. Dr. Love
09. No Remorse
10. Red Raw
11. Serial Killer


Motörhead, eine Band die schon seit Ewigkeiten existiert und immer noch nicht genug hat. Nun haben sie wiedereinmal ein neues Album in die Regale gestellt und „Hammered“ genannt. Das klingt doch schon mal nach hartem Sound. Doch ist dem auch so?

Mit einem altbackenen Riff geht es los, der den typischen Motörhead Sound wiedergibt. Der Gesang von Lemmy hat etwas melodisches, aber sonst nichts besonderes. Ingesamt wirkt „Walked A Crooked Mile“ recht gut, doch noch nicht überzeugend. „Down The Line“ kann dies schon eher. Die Musik wird schneller und wirkt auch runder als beim Opener. Ein schönes Solo, das nicht in ganz hohen Klänge übergeht, fügt sich gut als in das Lied ein.
„Brave New World“ kennt wohl so ziemlich jeder Motörhead und auch Heavy Metal Fan. Wie schon in den ersten beiden Liedern kommt der „angespornte“ Gesang mehr zur Geltung als die Instrumente.
„Voices From The War“ klingt erst richtig „hart“, wird aber mit der Zeit etwas melodischer, was man beim dem Liednamen nicht unbedingt erwartet hätte. Das Solo wird mit Hintergrundgesang untermalt und endet mit einem typischen Lachen des Herrn Kilmister am Mikro (Hahaha). Am Ende klingt das Lied ruhig aus.

Mit ganz hohen Tönen geht es bei „Mine All Mine“ los. Zum Glück unterbrechen die Drums dies. Dann geht es wie schon bei den anderen Tracks weiter. Die Stimme von Lemmy klingt wieder so als musste er seinen Hals so lang wie möglich machen. Die ersten 5 Lieder sind zwar konstant auf der selben Ebene, doch leider nicht abwechslungsreich genug. Genau dies endet mit „Shut Your Mouth“ auch nicht richtig. Zwar ersten mal kann man auch die Background Vocals richtig hören und darf auch an einem sehr schönen Solo teilhaben, aber die Lieder klingen immer noch recht gleich.

„Kill The World“ scheint etwas anderes zu sein. Die Riffs unterscheiden sich im größten Teil von denen, der anderen Songs. Sie wirken nämlich um einiges härter und schwerer. Auch „Dr. Love“ ist ähnlich, nur noch ein wenig schneller. Beim Refrain kommt auch irgendwie das Gefühl der vergangen Zeit wieder auf (sprich 70er, 80er), doch fragt mich nicht wie ich darauf komme.
Nein, „No Remorse“ ist kein Metallica Cover. Zumindest kann ich keine vergleiche ziehen. Fest steht das es wieder ein richtig hartes Lied. Wenn man den Refrain könnte man meinen das der Gesang immer um ein Stück „zurückgespult“ wird. Das Solo wirkt etwas tief und langgezogen. Insgesamt könnte das Lied aus der „Unterwelt“ stammen.
Auch „Red Raw“ sollte, allein vom Namen her, wieder harte Töne versprechen. Und so ist es auch. Motörhead gehen damit sogar in die Speed/Thrash Welt über. Mit einem richtig schnellen gehämmere und Solo und einer Explosion am Ende ist dieser Song einer der besten auf der „Hammered“.
Mit „Serial Killer“ kommt zum Abschluss kein richtiger Song mehr. Lemmy richtet sich noch mit ein paar Worten (er wäre der Serienkiller und so) an die Hörer. Dabei klingt eine schreckliche Musik im Hintergrund. Sehr viel Gepiepse geht einem da auf die Nerven.

Aber im Großen und Ganzen ist es ein durchschnittlich bis gutes Album. Am Anfang hätte ich es nicht so gesagt weil kaum Abwechslung vorhanden ist. Zwar ist der zweite Teil auch nicht wirklich eine Abwechslung untereinander, differenziert sich aber doch ziemlich von den ersten sechs Songs. Ich kenne zwar die anderen Alben jetzt nicht, würde aber jedem, der mit Motörhead noch nicht vertraut ist, diese Platte nicht empfehlen.

Bewertung: 6.5 / 10

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