CD-Review: Motörhead - Inferno

Besetzung

Ian “Lemmy” Kilmister – Gesang, Bass
Philip “Wizzo” Campbell – Gitarre
Mikkey Dee – Schlagzeug

Tracklist

01. Terminal Show
02. Killers
03. In The Name Of Tragedy
04. Suicide
05. Life’s A Bitch
06. Down On Me
07. In The Black
08. Fight
09. In The Year Of The Wolf
10. Keys To The Kingdom
11. Smiling Like A Killer
12. Whorehouse Blues


Mit „Inferno“ haben die britischen Hard’n’Heavy Kultmusiker von MOTÖRHEAD ein weiteres solides Album auf dem Markt geschmissen. Die Musik stammt, wie man es von Motörhead kennt, aus der Feder Phil und Mikkey. Den textlichen Beitrag steuerte selbstredend Rauhals Lemmy Kilmister bei. Und dabei befasste er sich auf diesem neuen Werk vermehrt mit dem Thema „Mord“, was besonders in den Songs „The Killers“, „Suicide“ oder „Smiling Like A Killer“ zu hören ist.

Mit einem Intro ist das startende „Inferno“ nicht versehen. Es geht direkt mit satten Riffs und dem Song „Terminal Show“ los. Schnell wird deutlich, dass sich die drei Briten nicht an irgendwelche Trends anpassen, sondern ihren ureigenen geradlinigen Sound fortsetzen. Zudem konnte man hier den extravaganten Gitarristen Steve Vai, der seine Künste auch bei „Down On Me“ unter Beweis stellt, engagieren. Er passt ebenso gut dazu, wie einst Slash auf der Scheibe „March Ör Die“.
Ein richtiger Kracher ist „In The Name Of Tragedy“. Dieser Song startet äußerst zügig und hört sich durch und durch nach einem Klassiker an. Der Rhythmus rockt und wunderbares Gitarrenspiel, Solo eingeschlossen, macht sich breit.

Im Verlauf des Albums wird aber deutlich, dass die ganz große Abwechselung ausbleibt. Die Songs sind auf keinen Fall langweilig, aber die Vielfältigkeit im Sound bleibt leider doch wie beim Vorgänger „Hammered“ etwas auf der Strecke. Das Album hört sich wirklich gut an und man kann es sicher oft drehen lassen, aber es wird vielen Hörern schwer fallen, den Songs einen Namen zuzuordnen.
“Fight“ sticht noch etwas heraus aus dem „Pool der relativ ähnlichen Songs“. Dieser ist aufgrund seines Refrains sehr cool und bietet satte Rockriffs, die Spaß machen. Ein sehr schön strukturierter Song ist „Keys To The Kingdom“. Er ist eher langsam gehalten und kommt mit einem sehr ruhigen, aber durchaus schönen Solo.

Die CD wird durch ein reines Blues-Lied abgeschlossen. „Whorehouse Blues“ wurde die Nummer sinnigerweise betitelt. Der Song ist gewöhnungsbedürftig und vermutlich kann sich nicht jeder Anhänger der lautesten Band der Welt damit anfreunden, da es einfach nicht kracht.

Die „Inferno“ gibt es in der Limited Edition mit einer Bonus DVD, die Videos zu „Brave New World“ und „Serial Killer“ beinhaltet. Es handelt sich dabei nicht um eine „Making of Inferno“-DVD, sondern um eine, die manch andere Band reinen Gewissens als eigenständige DVD auf den Markt werfen würde. „We Are Motörhead“ – eine Aufnahme aus Brixton ist neben einer 21-minütigen Dokumentation ebenfalls enthalten.

Bewertung: 7 / 10

Geschrieben am

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: