Review MZ – Nostalgic Heroes

Mit „Nostalgic Heroes“ liefern die Franzosen von MZ (ich hab leider nicht herausgefunden, für was MZ stehen könnte) ihren bereits fünften Longplayer ab und da stellt sich für mich die Frage, wie sie so viele Alben veröffentlichen konnten. Klangen die schon immer so? Und wenn ja, wer kauft diese CDs? Die Band bietet nichts, was hundert andere nicht schon besser produziert haben.

Was gleich zu Beginn auffällt, ist die unheimlich nervige Stimme des Sängers Fanciulotti. Dieser hohe oft ins Krächzen abfallende Gesang ist einfach nur anstrengend und lässt mir die Haare zu Berge stehen. Die erste Hälfte des Albums kenne ich ja bereits verdammt gut, da ich das Album zu Begutachtungszwecken immer wieder gestartet habe, aber lange nicht die Geduld hatte, es durchlaufen zu lassen. Zu sehr nerven diese Gesänge, von denen ich, obwohl sie englisch sind und mein Englisch ganz brauchbar ist, kein Wort verstehe. Außerdem könnte dem Keyboarder mal einer sagen, dass sein Instrument auch links Tasten hat. So zieht das Album im gleichen (schnellen) Tempo am Ohr des Hörers vorbei, ohne viel Eindruck zu hinterlassen. Wieso die Band den Anspruch stellt, „neoklassisch“ zu sein, versteht man vielleicht beim kurzem Zwischenspiel „Salus, Honor, Viruts“, das mit ein wenig Bombast und gesprochenen Passagen daherkommt. Auf so was sind die Metalfans ja gerade besonders gut zu sprechen. In diesem Zusammenhang sollte auch nicht unerwähnt bleiben, dass der Basser Markus Fortunato der Bandleader ist. Dennoch ist der „Song“ ein Highlight, schon alleine deswegen, weil man den Sänger nicht hören muss. Diese Freude wird uns auf dem Album noch zwei Mal zu Teil, doch das Instrumental „Maudlin Adagio“ ist leider nicht so bombastisch in Szene gesetzt wie „Salus, Honor, Viruts“ und wirkt wie ein liebloser Lückenfüller, der auf den nächsten Track „Moderato Capriccio“ überleitet, über den es auch nicht viel zu sagen gibt, außer das es ein wirklich schönes Pianooutro bietet. Die Band sollte sich auf Instrumentals spezialisieren, denn „Polytheist“ ist auch wieder absolut hörbar, während alles was danach kommt, wieder den Einheitsbrei vorsetzt. Der Titeltrack bricht diese Einöde abermals mit einem kurz eingestreuten Klavierspiel. Das abschließende, acht Minuten lange „Landscape Fading into Infinity“ vereint danach alles, was die Band ausmacht, was in diesem Fall aber leider nicht positiv ist.

Was bleibt abschließend zu sagen? MZ liefern ein Album, das keiner braucht. Der Vergleich mit Symphony X auf dem Promozettel grenzt an Blasphemie. Zusätzlich zum anstrengenden Sound, ist das Cover für jeden Designer ein Tritt dorthin, wo es richtig wehtut. Zwei Punkte für die passablen Instrumentals und eineinhalb Punkte für die kurzen Pianoeinlagen. Mehr gibt’s nicht.

Wertung: 3.5 / 10

Metal1.info

Geschrieben am 6. April 2013 von Metal1.info

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