CD-Review: Noctem Aeternus - Winter Spells

Besetzung

Noctem Aeternus - Gesang, Gitarre, Bass, Schlagzeug

Tracklist

01. Winter Spells
02. Ahab
03. Bleeding Night
04. Nocturnal Mantle
05. Interlude In G-Minor
06. Autumn Glare
07. Diminishing Night
08. The Waning Moon Has Fallen
09. The Final Hill
10. Track10


Das Projekt NOCTEM AETERNUS existiert seit nunmehr vier Jahren und besteht lediglich aus dem gleichnamigen Mastermind Noctem Aeternus, der auf dem Debüt alle Instrumente selbst eingespielt hat. Wie Bandname und Titel der Scheibe bereits vermuten lassen, servieren NOCTEM AETERNUS auf „Winter Spells“ Old-School-Black-Metal, der wie eine Zeitreise in die 90er klingt.Naturmacht Productions spendiert dem argentinischen Ein-Mann-Black-Metal-Projekt NOCTEM AETERNUS zum Labeleinstand eine auf 300 Exemplare limitierte Jewelcase-Neuauflage ihres Debüts „Winter Spells“.

Im Lauf des Albums werden vor allem Erinnerungen an Bands wie Dimmu Borgir, Emperor oder Satyricon zu „Dark Medieval Times“-Zeiten geweckt, wobei NOCTEM AETERNUS nie wie eine bloße Kopie klingt. Nach dem stimmungsvollen Intro „Winter Spells“ liefert „Ahab“ eine Blaupause dessen, was noch folgen soll. Klirrende Riffs, rasende Drums und immer wieder sphärische Keyboards prägen den Sound der Scheibe. Das ist sicherlich keine Neuerfindung des Genres, zeigt aber welche Kraft und Intensität noch in dieser Art von Musik stecken. Der Bandkopf versteht es, mit Synthesizern große Melodien zu erschaffen, die weder kitschig noch erzwungen wirken, sondern sich wie frisch gefallener Schnee über den Black-Metal-Unterbau legen. Besondere Anspieltipps sind „Autumn Glare“ und „Nocturnal Mantle“. Lediglich auf dem überlangen Song „The Waning Moon Has Fallen“ wird die Gitarrenmelodie totgeritten. Die Nummer kürzer zu halten, wäre von Vorteil gewesen.

Anders als der Titel der Scheibe und Songtitel wie „Autumn Glare“ oder „The Waning Moon Has Fallen“ vermuten lassen, ergehen sich NOCTEM AETERNUS nie in schwülstigen oder pathetischen Lyrics. Stattdessen entführen die Texte den Hörer in verschneite Gebirge und frostige Landschaften. Dass die Heimat der Band in Argentinien liegt, mag man kaum glauben.

Wer Bock auf Old-School-Black-Metal mit Keyboards und frostigen Texten hat oder wer sich nach alten Dimmu Borgir sehnt, sollte hier defintiv reinhören. So gut wurde der Winter seit Mosaic’s „Old Man’s Wynter“ nicht mehr vertont.

Bewertung: 8 / 10

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