CD-Review: Paragon - Forgotten Prophecies

Besetzung

Andreas Babuschkin – Gesang
Martin Christian – Gitarre, Hintergrundgesang
Günny „Gunman“ Kruse – Gitarre
Christian Gripp – Schlagzeug

Tracklist

01. Hammer Of The Gods
02. Arise
03. Face Of Death
04. Halls Of Doom
05. Revelations
06. Forgotten Prophecies
07. Agony
08. Souleaters
09. Gangland
10. Wargods
11. Deny The Cross


Es gibt Dinge, die ändern sich nie: Das Gras ist grün, das Schaf macht „Mäh!“ und PARAGON spielen Heavy Metal der 80er-Jahre. So weit, so gut! Zuletzt 2005 ließen die Herren aus der schönen Hansestadt Hamburg mit diversen Re-Releases und dem damals neuen Album „Revenge“ von sich hören und schon damals mussten sie sich bei metal1.info den Vorwurf gefallen lassen, nicht gerade innovativ zu sein. Nun erscheinen sie also wieder auf der Bildfläche und bringen „Forgotten Prophecies“ mit.

Und jetzt darf jeder einmal raten, was uns PARAGON hier servieren! Richtiiiiiig! Heavy Metal nach Prägung der 80er. Der Kandidat gewinnt die Waschmaschine. Und der geneigte Heavy-Hörer kann mit PARAGON eh nichts falsch machen, denn die Jungs wissen einfach, wie’s geht. Hier gibt’s Heavy Metal der alten Schule, mit Anleihen von Priest und Grave Digger und ohne Keyboardgesülze. Die Lieder sind rifforientiert, in den Refrains packen die Hamburger den mehrstimmigen Gesang aus und verpassen den Kompositionen so einen Batzen Hymnenhaftigkeit. Die Produktion kann sich sehen lassen: Schön dreckig, nicht glattgeschliffen, jedoch herrlich druckvoll. Zwischendrin wird’s dann auch mal akustisch und extradüster („Agony“) oder instrumental („Revelations“), im Endeffekt klingen die Sachen aber doch alle ziemlich ähnlich.

Tja, und hier findet sich auch wieder ein guter Ansatzpunkt für Kritiker: PARAGON treten auf der Stelle. Dieses Album hätte auch in den Achtzigern oder auch etwas später erscheinen können und hätte dort wunderbar hingepasst, heute aber ist das hier Gewohnheitskost, die wohl keinen mehr so richtig vom Hocker reißt. Aber das ist ja bei Grave Digger auch schon länger so, und trotzdem bleibt die Musik gut, nur überrascht sie eben nicht mehr. Das kann man natürlich auch als Kaufargument werten, denn hier kann man genau abschätzen, was man zu erwarten hat, und die Leistung der Musiker ist eh im grünen Bereich, da kommt die Erfahrung durch. Wer den guten, alten Heavy Metal mag, wird mit PARAGON garantiert glücklich, aber der Innovationspreis geht definitiv an jemand anderen.

Bewertung: 6.5 / 10

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