CD-Review: Pears - Pears

Besetzung

Zach Quinn - Gesang
Brian Pretus - Gitarre, Gesang
Erich Goodyear - Bass
Jarret Nathan - Schlagzeug

Tracklist

01. Killing Me
02. Zero Wheels
03. Comfortably Dumb
04. Dial Up
05. Rich To Rags
06. Nervous
07. Naptime
08. PePaw
09. Worm
10. Funerals
11. Sympathy Cone
12. Daughter
13. Traveling Time
14. Cynical Serene


2014 gründete sich das Punk-Quartett PEARS in New Orleans und kann nun mit dem selbstbetitelten „Pears“ bereits die dritte Full-Length-Platte vorlegen. Frontmann Zach Quinn hatte Zweifel vor den Aufnahmen, die nur mit Song-Skeletten begannen. Erst im Studio wurde alles zusammengefügt und ausgearbeitet. So entstanden 14 Titel, die zusammen auf eine halbe Stunde Laufzeit kommen und laut Quinn eine bittersüße Note vorweisen. Vorab sei verraten, dass es den Amerikanern nicht an Ideen mangelt.

Mit kantigen Riffs und rauen Vocals geht der Opener „Killing Me“ direkt in die Vollen, bevor er im Mittelteil etwas Fahrt verliert, um schlussendlich in einem wütenden Hardcore-Part inklusive Shouts zu münden. Dieser Wechsel zwischen wild-wütenden und melodischen Anteilen macht den Song zu einem spannenden Einstieg, der Lust auf die folgenden Songs macht.

Neben den kurzweiligen, typischen Hardcore-Nummern („Zero Wheels“, „Sympathy Cone“), die nicht einmal zwei Minuten dauern, bestehen auch die weiteren Stücke problemlos mit ihrem Stilmix aus Hardcore Punk und melodischem Punk Rock („Rich To Rags“, „Daughter“). Gerade diese oftmals unerwarteten Stimmungswechsel lassen einen „Pears“ aufmerksam hören.

Hinzu kommen sanfte Breakdown-Anflüge („Nervous“) oder dezenter Pop-Punk-Einschlag („Traveling Time“). Was die Produktion betrifft, lässt der Longplayer wenige Wünsche offen und bringt die nötige Energie mit. Das Schlagzeug liefert den nötigen Druck, die Gitarren wechseln zwischen Rhythmus und Melodie spielend hin und her. Die Vocals zwischen Klargesang und Shouts passen sich der jeweiligen Stimmung an, überlagern aber zu keinem Zeitpunkt das musikalische Grundkonstrukt.

PEARS haben mit ihrem selbstbetitelten Album trotz grundlegend ähnlichem Stil gezeigt, dass Hardcore Punk mit genügend Abwechslung ausgestattet sein kann, um möglichen Ermüdungserscheinungen entgegenzuwirken. Dass die Band dabei nicht durchgehend Eier aus Stahl wie die Genrekollegen Agnostic Front oder Sick Of It All beweisen, tut dem Gesamtprodukt eher gut, anstatt es abzuwerten. „Pears“ ist ein interessantes Release geworden, dem Hardcore-Freunde mit Hang zu melodischen Parts ein wenig Aufmerksamkeit schenken sollten.

Bewertung: 7 / 10

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