CD-Review: Rage - Wings Of Rage

Besetzung

Peavy Wagner – Gesang, Bass
Marcos Rodriguez – Gitarre
Vassilios Maniatopoulos – Schlagzeug

Tracklist

01. True
02. Let Them Rest in Peace
03. Chasing The Twilight Zone
04. Tomorrow
05. Wings Of Rage
06. Shadow Over Deadland (The Twilight Transition)
07. A Nameless Grave
08. Don’t Let Me Down
09. Shine A Light
10. HTTS 2.0
11. Blame It On The Truth
12. For Those Who Wish To Die


Bereits 1983 aus der Taufe gehoben, sind RAGE zweifelsohne eine der langlebigsten deutschen Metalbands. Dabei ist die Truppe aus Herne niemals stilistischem Stillstand zum Opfer gefallen. Von Thrash über Heavy- und Power Metal bis hin zu symphonischen Exkursen haben die Herren um Fronter Peavy Wagner in ihrer Karriere alles abgedeckt. Nun steht mit „Wings Of Rage“ die nächste Scheibe der Truppe ins Haus, die das neue Jahr zünftig einläutet.

Wobei der Opener „True“ zunächst mit (Wer-)Wolfsgeheul und Schreien überrascht, ehe die Band mit ihrem typisch-stampfenden Sound hinzukommt. Besonders in Bridge und Refrain wird das Tempo angezogen und RAGE zeigen ihre Stärken: tighte Spielweise und ein moderner Sound. Dieser ist sehr trocken und sauber gehalten, sodass die Tracks satt und wuchtig aus den Boxen kommen. Dies verstärkt besonders bei stampfenden Passagen wie etwa in „Let Them Rest In Peace“ die Kraft der Tracks. Denn wenn Peavy mehrfach Zeilen wie “Godless bloodbath! No more! Let them rest in peace!” (sic) über einem dicken Riff und einer Doublebass shoutet, dann kann kein Nacken steif bleiben.
An anderer Stelle überraschen RAGE mit geschickten Tonartwechseln („Chasing The Twilight Zone“) oder unerwarteten Arrangements („Tomorrow“), Streicher kommen zum Einsatz („A Nameless Grave“ und „Shine A Light“) und natürlich ist auch „Wings Of Rage“ mit großen Refrains gespickt, die mit ihren Oh-Oh-Gesängen live die Fans begeistern dürfen.
Die drei Herren selbst präsentieren sich in Topverfassung. Peavys Stimme hat nach wie vor das Flair eines Reibeisens, das RAGE unverwechselbar macht. Rodriguez wiederum entlockt seiner Gitarre massive Riffs und tolle Soli („Blame It On The Truth“) und Maniatopoulos prügelt sein Drumkit mit Armen („Wings Of Rage“) und Beinen („For Those Who Wish To Die“) nach allen Regeln der Kunst.

So ist die neue Scheibe von RAGE eine Reise durch die Gesichte der Band, da sie viele der bereits früher verfolgten Stile geschickt aufgreift und zu einem homogenen Ganzen zusammenfügt. Fans der Band werden mit „Wings Of Rage“ vollauf zufrieden sein und auch für Neueinsteiger ist diese Platte sicher nicht die schlechteste Wahl.

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Bewertung: 7.5 / 10

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