CD-Review: Rainbow - A Light In The Black

Besetzung

Ronnie James Dio – Gesang (1975 – 1978)
Graham Bonnet – Gesang (1979 – 1980)
Joe Lynn Turner – Gesang (1980 – 1984)
Jimmy Bain – Gesang, Bass (1975 – 1977)
Bob Daisley – Gesang, Bass (1977 – 1984)
Roger Clover – Gesang, Bass (1978 – 1984)
Richie Blackmoe – Gitarre
Craig Gruber – Bass (1975)
Mark Clarke – Bass (1977)
Gary Driscoll – Schlagzeug (1975)
Cozy Powell – Schlagzeug (1975 – 1980)
Bobby Rondinelli – Schlagzeug (1980 – 1983)
Chuck Bürgi – Schlagzeug (1983 – 1984)
Mickey Lee Goule – Keyboard (1975)
Toney Carey – Keyboard (1975 – 1977)
David Stone – Keyboard (1977 – 1978)
Don Airey – Keyboard (1978 – 1981)
David Rosenthal – Keyboard (1981 – 1984)

Tracklist

Disc 1:
01. Black Sheep Of The Family
02. Sixteenth Century Greensleeves
03. Snake Charmer
04. The Temple Of The King
05. Tarot Woman (Rough Mix)
06. Stargazer (Rough Mix)
07. Run With The Wolf (Rough Mix)
08. Mistreated (Live in Osaka, Japan / 1976)
09. Purple Haze / White Christmas / Lazy / Man On The Silver Mountain / Blues / Starstruck (Live In Osaka, Japan / 1976)

Disc 2:
01. Sensitive To Light (Rough Mix)
02. The Shed
03. Rainbow Eyes (Rough Mix)
04. Jesu, Joy of Man’s Desiring (Bob Daisley Rehearsal Tape)
05. Long Live Rock N Roll (L.A. Rehearsal / 1977)
06. Do You Close Your Eyes (Bob Daisley Rehearsal Tape)
07. Still I’m Sad (With Organ Intro / Bob Daisley Rehearsal Tape)
08. Gates Of Babylon
09. Catch The Rainbow (Live/1976 / With Applause)
10. Long Live Rock ‘n’ Roll (Live In Munich, Germany / 1977)
11. L.A. Connection (Live In Munich, Germany / 1977)

Disc 3:
01. Eyes Of The World (Instrumental Outtake)
02. Ain’t A Lot Of Love In The Heart Of Me
03. Lost In Hollywood
04. Danger Zone
05. Since You Been Gone (Album Version)
06. Bad Girl
07. Over The Rainbow / Eyes Of The World (King Biscuit Flower Hour Radio Broadcast / Live At Calderone, New York / 1979)
08. Love’s No Friend (King Biscuit Flower Hour Radio Broadcast / Live At Calderone, New York / 1979)
09. Ode To Joy (King Biscuit Flower Hour Radio Broadcast / Live At Calderone, New York / 1979)
10. All Night Long (Single Remix Version)
11. Weiss Heim
12. Stargazer (Live At Donnington/1980)

Disc 4:
01. Midtown Tunnel Vision
02. I Surrender (Album Version)
03. Magic
04. Vielleicht Das Nächster Mal
07. Jealous Lover
06. Spotlight Kid (Live At Hammersmith Odeon, London / 1981)
08. Rule Britannia / Fire (Live At Hammersmith Odeon, London / 1981)
09. Death Alley Driver
10. Bring On The Night (Dream Chaser)
11. Stone Cold (Album Version)
12. Power (Live In San Antonio, TX/1982)
13. Miss Mistreated (Live In San Antonio, TX/1982)
15. Tearin’ Out My Heart (Live In San Antonio, TX/1982)

Disc 5:
01. Can’t Let You Go (Album Version)
02. Desperate Heart (Album Version)
03. Anybody There (Outtake / Polar Mix)
04. Drinking With The Devil (Outtake / Different Guitar Solo)
05. Make Your Move
06. Snowman
07. Street Of Dreams (Album Version)
08. Stranded (Live At St. David’s Hall, Cardiff/1983 / With Applause)
09. Power (Live In Cardiff/1983)
10. Fire Dance (Live In Cardiff/1983)
11. Fool For the Night (Live At The Tokyo Budokan/1984)
11. Difficult To Cure (Live At The Tokyo Budokan)
12. Smoke On The Water (Live At The Tokyo Budokan/1984)

Disc 6 (DVD), Live At Monsters Of Rock, Donington Park, UK, 1980:
01. All Night Long
02. Catch The Rainbow
03. Eyes Of The World
04. Lost In Hollywood
05. Will You Love Me Tomorrow
06. Long Live Rock ‘n’ Roll (Pt. 1)
07. Kill The King
08. Long Live Rock ‘n’ Roll" (Pt. 2)


„Unverhofft kommt oft“, so sagt der Volksmund. In diesem Falle trifft das definitiv zu, denn ein Grund, gerade jetzt ein Best-Of von RAINBOW zu veröffentlichen, ist nicht wirklich zu erkennen. Andererseits braucht es bei dieser Band wohl auch keinen triftigen Grund, besonders, da „A Light In The Black“ wirklich sehr opulent daherkommt.

Denn Universal hat sich nicht lumpen lassen und „A Light In The Black“ mit satten fünf CDs, einer DVD, einem Poster, dem Reprint eines Programmheftes und vielen tollen Fotos sowie einem 60-seitigen Booklet ausgestattet. In diesem wird die Geschichte RAINBOWs während ihrer Zeit bei Polydor, also von 1975 bis 1984, anschaulich beschrieben. Begleitet und umrahmt wird dieser Essay von diversen Live- und Promofotos (viele davon von Ross Halfin), sowie den Plattencovern und vielen Konzertflyern.
Herzstück von „A Light In The Black“ sind aber selbstverständlich die fünf Tonträger. Diese bieten einen umfassenden Überblick über das musikalische Schaffen RAINBOWS während ihrer Polydor-Jahre. Damit sind selbstverständlich, neben der einzigen Konstante Richie Blackmore, sehr viele Musiker zu hören, denn RAINBOW hatte ja stets etwas von einem Personalkarussell. Die prominentesten Bandmitglieder waren dabei wohl zweifelsohne Cozy Powell, Roger Clover und selbstverständlich Ronnie James Dio.
Zur Musik selbst muss man eigentlich nicht viel sagen, denn Klassiker bleiben nun einmal Klassiker. Sei es der vielleicht größte Hit der Band „Since You’ve Been Gone“, die Hymne „Long Live Rock ’n‘ Roll“, das mystisch angehauchte „Man On The Silver Mountain“ oder das grandiose „Stargazer“ – „A Light In The Black“ lässt keine Wünsche unberücksichtigt. Allerdings wurden hier nicht einfach lieblos irgendwelche Songs zusammengeklatscht, vielmehr hat man tief in den Archiven gegraben, um unbekannte oder bisher unveröffentlichte Versionen zu finden. Sicher werden Die-Hard-Fans von RAINBOW die meisten dieser Versionen (Demos, Rehearsal-Aufnahmen, Rough Mixes und Live-Aufnahmen) bereits auf irgendwelchen B-Seiten oder Bootlegs ihr Eigen nennen, für den gewöhnlichen Musikfan hingegen sind diese Varianten der Tracks durchaus neu und damit definitiv einen Hördurchgang wert.
Als Sahnebonbon gibt es obendrein noch eine DVD, die den Auftritt der Band auf der 1980er Ausgabe des „Monsters Of Rock“ enthält. Dass RAINBOW dieses Event als Headliner bestritten (u.a. spielten noch Saxon, die Scorpions und Judas Priest), verdeutlicht den Status, den die Band damals im britischen Rock innehatte und der ihr ja letztlich bis heute erhalten geblieben ist. Dummerweise gibt es von der Show allerdings „nur“ die BBCTV-Version, welche lediglich gut 29 Minuten lang ist. Zudem sind die Songs nicht in der Reihenfolge der ursprünglichen Setlist angeordnet, was ein wenig verwirrend wirkt. Allerdings zeigten sich RAINBOW hier von ihrer stärksten Seite und begeisterten ganz offensichtlich ihre Fans – ein Umstand, der sich auch gut 35 Jahre später noch einstellt, selbst wenn es bei dieser DVD noch Luft nach oben gegeben hätte.

Ein kleiner Wermutstropfen ist die Verpackung der CDs bzw. der DVD – kommt der Essay in einem gebunden Booklet, das Programmheft auf Hochglanzpapier und die Box insgesamt im opulenten Buchformat daher, so waren für die Silberscheiben lediglich Papphüllen übrig – das hätte man sicher eleganter lösen können. Nichtsdestotrotz ist „A Light In The Black“ die Definition eines gelungenen Best-Ofs und für Fans der Band und des (britischen) Hard Rock im Allgemeinen ein Muss.

Bewertung: 9.5 / 10

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