CD-Review: Raven - ExtermiNation

Besetzung

Bass/Gesang - John Gallagher
Gitarren - Mark Gallagher
Schlagzeug - Joe Hasselvander

Tracklist

01. Destroy All Monsters
02. Tomorrow
03. It's Not What You Got
04. Fight
05. Battle March/Tank Treats (The Blood Runs Red)
06. Feeding The Monster
07. Fire Burns Within
08. Scream
09. One More Day
10. Thunder Down Under
11. No Surrender
12. Golden Dawn
13. Silver Bullet
14. River Of No Return
15. Malice In Geordieland (Bonus)


RAVEN sind Urgestein des britischen NWOBHM und beeinflussen mit ihrer Musik seit 41 Jahren die Heavy-Metal-Musik maßgeblich. Die aus Newcastley-Upon-Tyne stammenden Gallagher-Brüder begannen 1974 bereits, Musik zu machen und in Bars und Clubs aufzutreten.

Mit „ExtermiNation“ veröffentlichen RAVEN ihr nunmehr elftes Studioalbum, welches vom Cover her schon nichts anderes verspricht als kompromisslosen Heavy Metal. Der Opener „Destroy All Monsters“ macht es vor: Unkomplizierter Metal der alten Schule. Fetzige Riffs von Gitarrist Mark harmonieren mit groovigen Basslines und den harschen Vocals seines Bruders. Auch Trommler Joe Hasselvander, welcher seit 1988 mit von der Partie ist, zeigt was er kann – hier wird neben Doublebassattacken, kreischenden Gitarrensoli und rauem Gesang von Frontmann John Gallagher nichts ausgelassen, was den klassischen Heavy Metal ausmacht. Auch in den folgenden Tracks werden Härte und Geschwindigkeit groß geschrieben. „Tomorrow“ und „It’s Not What You Got“ könnten genretypischer gar nicht sein. Zwar ist die Musik der drei Briten nichts unbedingt neues und innovatives, aber nichtsdestoweniger macht es Spaß, zuzuhören. RAVEN liefern genau das ab, was der Heavy-Metal-Fan will und das konsequent über gut 62 Minuten. Neben Speed-Metal-Einlagen („Fight“, „Scream“) und potentiellen Heavy-Metal-Hymnen wie „Thunder Down Under“ (welche nicht zuletzt wegen dem Titel an eine AC/DC-Hommage erinnert), liefern die Briten in der guten Stunde, die „ExtermiNation“ durchläuft, mit viel Spielfreude alles ab, was das Metalherz erfreut – selbst melodischere Nummern sind vertreten („No Surrender“).

Bands der alten Garde zeigen zunehmend, dass sie es noch immer drauf haben und auch RAVEN bilden hier keine Ausnahme. Mit „ExtermiNation“ kann der Heavy-Metal-Fan einfach nichts falsch machen. Wenn sich dieses Album mit einem Wort beschreiben lässt, dann ist es „ehrlich“ – denn nichts anderes ist die Musik der drei Engländer um Frontmann John Gallagher. RAVEN machen auch mit ihrem elften Album nichts unbedingt innovatives und folgen strikt dem Metal der alten Schule, aber welcher Fan eben dieser Musik würde einem Urgestein hier schon einen Vorwurf machen wollen?

Bewertung: 8 / 10

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