Das Cover von "Sudden Impact" von Redshark

Review Redshark – Sudden Impact

  • Label: Listenable
  • Veröffentlicht: 2025
  • Spielart: Heavy Metal

Die spanische Metalszene ist international durchaus angesehen: ANGELUS APATRIDA haben einen Major-Label-Vertrag, HITTEN touren mehrmals im Jahr um den Globus und auch auf den hinteren Rängen ist mit Bands wie IRON CURTAIN oder CRISIX ganz schön was los. Seit 2012 mischen auch die aus Barcelona stammenden REDSHARK fleißig im Underground mit und haben es in dieser Zeit neben zwei EPs auch auf ein volles Album namens „Digital Race“ gebracht. Drei Jahre nach dem Release besagter Scheibe haben die Burschen wieder genug Material zusammen und veröffentlichen mit „Sudden Impact“ ihre nächste volle Platte.

Auf den ersten Blick könnte man REDSHARK durchaus für nicht viel mehr als eine weitere Retro-Thrash-Band halten, denn das Cover mit dem namensgebenden Aggro-Hai erfüllt wahrlich alle Klischees des Genres. Auch der Titeltrack scheint diesen Eindruck zunächst zu bestätigen, eröffnet er „Sudden Impact“ doch mit Riffs, die auch vom ersten EXODUS-Album stammen könnten und einem Sänger, der ähnlich psychotisch ins Mikrofon keift wie deren Ur-Stimme Paul Baloff. Schon in dieser Nummer legen die im Kontrast dazu überraschend rockigen, melodiösen Leadgitarren allerdings nahe, dass das nur die halbe Wahrheit sein könnte.

Tatsächlich verbergen sich im Falle von REDSHARK unter der vordergründig ruppigen Thrash-Attitüde überaus feinfühlige Songwriter, die einen unüberhörbaren Hang zu großen Melodien und hymnischen Refrains haben. So haben die Spanier etwa mit „Fire Raider“ einen echten Hit geschrieben und auch mitreißende Nummern wie das fast epische „Hypnotized“ und die NWOTHM-Huldigung „The Chase“ sorgen mit der Kombination von starken Riffs und eingängigen Leads und Refrains fast durchgehend für Gänsehaut. REDSHARK oszillieren mit „Sudden Impact“ also zwischen Thrash und Heavy Metal und beweisen mit „Rip Your Bones“, dass sie auch beides in einem Song drauf haben.

Insgesamt sind REDSHARK sicherlich keine innovative Band, aber sie liefern doch deutlich mehr als genrekonforme Durchschnittsware. Auf „Sudden Impact“ punkten die Spanier mit überraschend vielseitigem Songwriting, das gekonnt die Eingängigkeit des traditionellen Heavy Metal mit der Energie des Thrash und Speed Metal verbindet. Bestimmt kennt man diese Kombination auch von anderen Bands in ganz ähnlicher Form, aber vor allem die superben Leadgitarren und die regelrecht packenden Refrains sorgen dafür, dass REDSHARK ein paar Argumente auf ihrer Seite haben. Definitiv hörenswert!

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Wertung: 7 / 10

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