Review Ringworm – Justice Replaced By Revenge

Die Hardcorehelden Ringworm aus Cleveland haben also ein neues Album am Start. Nich dass ich darauf gewartet hätte, geschweige denn schon je etwas von der Band gehört habe, aber den Namen habe ich doch schon einmal aufgeschnappt und so kann ich sehr unvoreingenommen dieses Review schreiben und die Platte bewerten. Dass sich die Jungs nicht erst seit gestern in der Szene rumtreiben und auch dementsprechend genau wissen was sie wollen merkt man recht schnell. So erinnern mich manche Stück doch recht stark an Bands wie Terror oder auch Hatebreed wobei Ringworm wohl eher die gerade genannten Bands beeinflusst haben als diese kopieren. Gut zu wissen ist ausserdem dass Frankei 3Gun Novinec auch bei Terror die Seiten schreddert, daher manche Ähnlichkeiten.

Gleich der Titelsong brettert mit Vollgas drauflos als gäbe es kein Morgen, wobei das bei dieser Musikrichtung vielleicht auch zuerwarten ist. Manche Songs sind schneller und kommen sofort auf den Punkt andere setzen mehr auf Groove. Eines haben die Stücke aber alle gemeinsam; sie sind verdammt kurz und dementsprechend auch recht old school. Eine Spielzeit von 27 Minuten bei 13 Liedern gesagt genug aus, glaube ich. Positiv sind auf jedenfall auch HFs Vocals zu bewerten die schön aggressiv rüberkommen und nicht so prollig aufgeblasen wie die eines Roger Miret klingen. Vom Standpunkt Songwriting aus ist alles im grünen Bereich, die Songs sind sehr abwechslungsreich gestaltet und lassen sich gut voneinander unterscheiden, ja man bekommt sogar tolle Soli zuhören, meine Favoriten dürften wohl „Thrive“, „Ghosts Of The Past“ und „Whiskey Drunk“ sein, wobei letzteres eher als Ausrutscher gesehen werden muss. Es handelt sich hierbei um ein Instrumental, von Akkustikgitarren gespielt, welches eigentlich so gar nichts mit Hardcore zu tun hat und auch dementsprechend wohl gut an einem verkaterten Morgen kommt.

Abschließend muss man festhalten dass es sich bei „Justice Replaced By Revenge“ um ein gutes Album handelt welches die Zielgruppe sicherlich mehr als zufrieden stellen wird. Mich lässt es allerdings nicht unbedingt im Dreieck springen, was eben daran liegt dass Hardcore nicht mein Fachbereich ist. Objektiv gesehen ist es handwerklich aber sehr gut gemacht und Hardcoreler können hier eigentlich nichts falsch machen.

Wertung: 7 / 10

Metal1.info

Geschrieben am 6. April 2013 von Metal1.info

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