CD-Review: Satan's Satyrs - Don't Deliver Us

Besetzung

Clayton Burgess – Gesang, Bass
Jarrett Nettnin – Gitarre
Stephen Fairfield – Schlagzeug

Tracklist

01. Full Moon And Empty Veins
02. Two Hands
03. (Won’t You Be My) Gravedancer
04. Spooky Nuisance
05. Germanium Bomb
06. Creepy Teens
07. Crimes And Blood
08. You-Know-Who
09. ‘Round The Bend


Ist es eigentlich ein gutes Zeichen, wenn eine Band in den USA durch „Trash King Productions“ und durch „Bad Omen Records“ im Rest von Europa vertrieben wird? Auf jeden Fall klingt es erstmal nicht so. Jedoch haben SATAN’S SATYRS durchaus schon ein paar Vorschusslorbeeren eingesammelt und auch mit ihrer letzten Veröffentlichung „Die Screaming“ konnte man eine gewisse Fanbasis erspielen.

Nun folgt mit „Don’t Deliver Us“ der dritte Streich der Truppe aus Herndon, Virginia und man darf gespannt sein, wie sich der Freakrock des Trios anhört. Die Band selbst beschreibt ihre Musik jedenfalls als Rock im Stile von Blue Cheer, Alice Cooper oder der Edgar Broughton Band in einem minimierten, rohen und auf das Wesentliche reduzierte Gewand. Genauso gut kann man aber auch einfach sagen, hier gibt es die psychopatisch, verwahrloste Variante von Pentagram zu hören.

Tatsächlich trifft diese Aussage auch des Pudels Kern. SATAN’S SATYRS beschränken sich wirklich auf die wesentlichen Grundzüge des psychedelisch angehauchten Rock’n’Rolls. Synthies, Hammond-Orgel und übertrieben ausladende Soli findet man während der gesamten 39 Minuten Spielzeit nicht. Vielmehr verlagern die drei Musiker ihr Hauptaugenmerk auf stark verzerrte, wilde Riffs und ein zuweilen noch wilderes Schlagzeugspiel, sodass der rote Faden bei einigen Stücken erstmal gefunden werden will. Die stets sehr kurz gehaltenen Stücke gehen, trotz der vielen verschrobenen Riffs und den wilden Solo-Ausflügen, doch immer nach vorn und selbst ein angenehmer Groove ist fast immer auszumachen. Nach zwei bis drei Durchläufen weiß dann sogar der hochgepitchte Gesang von Clayton Burgess zu gefallen.
Ganze leichte Kost gibt es auf „Don’t Deliver Us“ also nicht und man muss schon gut zuhören, um einen gescheiten Einstieg in die Musik zu finden. Gelingt dem Hörer dies, kann er jedoch seinen Spaß mit der Scheibe haben. Leider fehlen aber ein paar Highlights auf dem Album. Ausgerechnet die beiden längsten Stücke „Germanium Bomb“ und „Creepy Teens“ wissen am besten zu überzeugen und machen Lust auf mehr.

Abschließend kann man festhalten, dass SATAN’S SATYRS mit „Don’t Deliver Us“ ein sehr solides Album abgeliefert haben. Es gibt vielversprechende Ansätze und die rotzige Attitüde gepaart mit ein wenig Doom und einer Menge Rock’n’Roll sorgt definitiv für kurzweilige Ablenkung. Es fehlt nur eben an den Gründen, dass die Scheibe auch mal in Dauerrotation laufen sollte.

Bewertung: 6.5 / 10

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