CD-Review: Shining - 8 ½ - Feberdrömmar I Vaket Tillstånd

Besetzung

Niklas Kvarforth – Gesang (Track 6), Gitarre
Christian Larsson – Gitarre
Lars Fredrik Kröislie – Keyboard
Gastmusiker:
Famine – Gesang (Track 1)
Attila Cshihar – Gesang (Track 2)
Pehr Larsson – Gesang (Track 3)
Gaahl – Gesang (Track 4)
Maniac – Gesang (Track 5)

Tracklist

01. Terres Des Anonymes
02. Szabadulj Meg Önmagadtól
03. Ett Liv Utan Mening
04. Selvdestruktivitetens Emissarie
05. Black Industrial Misery
06. Through Corridors Of Oppression


Ein Jahr nach ihrem letzten Output, bescheiden „Redefining Darkess“ betitelt, melden sich die Schweden von SHINING schon mit einem neuen Album zurück. Wobei „Album“ hier vielleicht etwas hoch gegriffen ist.

Bei „8 ½ – Feberdrömmar I Vaket Tillstånd“ handelt es sich nämlich nicht um ein neues Werk des Ausnahmemusikers Niklas Kvarforth, sondern eher um einen besseren Re-Release. So wurden hier sechs Songs aus der frühen Geschichte der Band, welche mit neu eingespielten Saiteninstrumenten und zusätzlichen Keyboards auf Vordermann gebracht wurden. Wer jetzt an druckvolle Produktion und aufpolierte Rohdiamanten denkt, sei jedoch gewarnt: auch auf „8 ½ – Feberdrömmar I Vaket Tillstånd“ klingen die Songs dünn, kratzig und irgendwie so gar nicht nach einer Neueinspielung, dass man sich fragt, ob das Resultat die Arbeit wirklich wert war.

Das eigentlich brisante an „8 ½ – Feberdrömmar I Vaket Tillstånd“ ist jedoch nicht die Musik, sondern der Gesang – ist es hier nämlich nicht der Bandleader selbst, welchen man zu hören bekommt. Statt dessen wurden verschiedene Gäste gebeten, sich der Songs anzunehmen. Bereits beim Blick auf die Gästeliste stellt sich jedoch Unverständnis ein: Mag der recht unbekannte und gesanglich eher unscheinbare Pehr Larsson (Vinterland) ja eventuell ein Freund der Band sein, ist es nicht nachvollziehbar, warum einer mehr als umstrittenen Person wie Famine (Peste Noire) im Rahmen einer solchen Veröffentlichung überhaupt die Möglichkeit gegeben wird, sich zu präsentieren. Mit Gaahl (Ex-Gorgroth, God Seed), Maniac (Ex-Mayhem, Skitliv) und Attila Csihar (Mayhem) konnten schließlich drei echte Szenegrößen für die Idee gewonnen werden, da hätte sich sicher auch für diese Songs noch jemand anders gefunden.

Doch auch musikalisch ist „8 ½ – Feberdrömmar I Vaket Tillstånd“ ein eher durchwachsener Output geworden. Denn auch, wenn beispielsweise Gaahl durchaus mit seiner Performance zu überzeugen weiß, täuscht das leider nicht darüber hinweg, dass das hier gebotene Material allenfalls durchschnittlich ist – und ohne SHINING ohne den Gesang von Kvarforth schlicht nicht funktionieren. Denn so gut die Herren ihre Sache auch machen – mitreißend klingt anders.

„8 ½ – Feberdrömmar I Vaket Tillstånd“ ist ein Experiment, das von seiner Grundidee gut ist – in der Umsetzung jedoch sowohl von der Song-, als auch von der Sänger-Wahl her nicht ganz geglückt ist. Dass zudem der Sound für eine Neueinspielung wirklich schwach ist, rundet den leider nicht all zu positiven Eindruck, den „8 ½ – Feberdrömmar I Vaket Tillstånd“ hinterlässt, stimmig ab. Wirklich zu überzeugen weiß hier eigentlich nur das Cover-Artwork. Schade, da wäre definitiv mehr drin gewesen.

Bewertung: 3.5 / 10

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