CD-Review: Sick Of It All - Death To Tyrants

Besetzung

Lou Koller – Gesang
Pete Koller – Gitarre
Armand Majidi – Schlagzeug
Craig Setari – Bass

Tracklist

01. Take The Night Off
02. Machete
03. Preamble
04. Uprising Nation
05. Always War
06. Die Alone
07. Evil Schemer
08. Leader
09. Make A Mark
10. Forked Tongue
11. The Reason
12. Faithless
13. Fred Army
14. Thin Skin
15. Maria White Trash
16. Don't Join The Crowd


Nur wenige Bands können auf eine aktive 20-Jährige Bandgeschichte zurück blicken. Noch weniger bleiben während dieser langen Zeit sich selbst und ihrem Stil treu. Und nur noch eine handvoll Bands bringen nach so langer Zeit immer noch anständige Musik auf den Weg.

Eines der oben beschriebenen Urgesteine ist definitiv SICK OF IT ALL. Jeder, der die Band mal auf einer ihrer zahlreichen Touren in den letzten Jahren gesehen hat, wird mir zustimmen, dass die Jungs nach wie vor unendlich viel Power ausstrahlen. Diese starke Bühnenausstrahlung hat sich bisher auch auf jedem Album bemerkbar gemacht und da macht auch das neunte Album „Death to Tyrants“ keine Ausnahme.

Mit „Take the Night Off“ begrüßt uns die Platte Standesgemäß mit HC vom feinsten und mutiert im Finale zu einer absoluten Mitgröhlhymne. Auszug: „But in the meantime – Let’s celebrate that we don’t give a fuck!“. Da stimmt man jederzeit gerne in die Trinkerchöre auf den Shows mit ein. Ein typischer SoiA-Vertreter ist das darauf folgende „Machete“. Der sowieso schon schnelle Song geht nach ungefähr einem Drittel, in ein absolut einfaches, geiles und noch schnelleres Riff über um dann langsam mit einem fetten Breakdown auszuklingen. Und das alles innerhalb von gerade mal zwei Minuten. Nach einem kurzen Sound-Intro zeigt sich dann eine weitere Facette des SoiA-Sounds im Song „Uprising Nation“, die all gegenwärtige Metal Schlagseite. Für SICK OF IT ALL-Verhältnisse stampft der Track im Midtempo los und bildet den inoffiziellen Titeltrack der Platte.

Dieses hohe Niveau, welches die ersten Songs vorgeben kann die Platte auch im weiteren Verlauf, größtenteils halten. Besonders tut sich dabei zum Beispiel „Die Alone“ hervor das mit dem eingängigen Refrain eine weitere Hymne ist. Der längste Song des Albums „Make a Mark“ der sogar über drei Minuten geht und eine ganz ausgezeichnete Laut-Leise-Dynamik hat. „Forked Tongue“ auf dem Freddy Cricien, Frontmann von Madball, ein Gastspiel hat. „Faithless“ das sogar einen relativ melodiösen Part beinhaltet. Sogar der Bonus Track „Don’t join the Crowd“ kann überzeugen und kommt überraschend punkig daher.

Die perfekt passende Produktion geht auf das Konto von Tue Madsen. Schön druckvoll und nicht zu sauber – man hört sofort, dass es eine HC-Platte ist. SICK OF IT ALL können auch gerne die nächsten 20 Jahre so weiter machen.

Redakteur: Andreas Glas

Bewertung: 8.5 / 10

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