CD-Review: Silent Force - Walk The Earth

Besetzung

DC Cooper - Gesang
Alexander Beyrodt - Gitarren
Jürgen Steinmetz - Bass
Andre Hilgers - Schlagzeug
Torsten Röhre - Keyboard

Tracklist

01. Man & Machine
02. Walk The Earth
03. Point Of No Return
04. In From The Dark
05. The King Of Fools
06. The Child Within
07. Goodbye My Ghost
08. Save Me From Myself
09. My Independence Day
10. Blind Leading The Blind
11. Running Through The Fire
12. Picture Of A Shadow


Nach vier Jahren Ruhe legen SILENT FORCE „Walk The Earth“ nach, womit also endlich der Nachfolger der „Infatuator“ in den Läden steht. Was uns geliefert wird, ist erneut mal mehr, mal weniger keyboardgeschwängerter Melodic Metal, der gut ins Ohr geht und zum Mitsingen anregt. Inwiefern so ein Konzept über ein ganzes Album aufgeht, ist natürlich fraglich und soll hier geklärt werden.

„Man & Machine“ und „Walk The Earth“ unterstreichen das Rezept, das den Zuhörer hier begeistern soll: Einprägsame Refrains, gut ausgearbeitete Gesangsmelodien mit einem Sänger, der diese auch noch singen kann und Instrumentalisierung, die diese drei Aspekte hervorragend in Szene setzt, das sollen die Zutaten für ein gelungenes Metal-Süppchen sein. Über weite Strecken geht das auch sehr gut auf, die ersten zwei Drittel des Albums lassen keine Langweile aufkommen und animieren den Hörer jederzeit, voll dabeizubleiben und mitzusingen oder zumindest mitzuschunkeln. Teilweise sehr verspielte Momente, eine gute Mischung aus ruhigen und energiegeladenen Stellen und unverbraucht wirkende Melodien vermögen zu fesseln, speziell schon angesprochene „Man & Machine“, „Walk The Earth“ und „The King Of Fools“ gehen einmal ins Ohr und nicht mehr hinaus. Ganz im Gegenteil dann die zweite Hälfte bzw. das letzte Drittel der Scheibe: Hier klingt mir alles zu überladen mit Keyboardteppichen, die Rhythmus-Parts wirken ebenfalls nur noch langweilig und in Kombination nervtötend, sogar dem Sänger scheinen irgendwie die Ideen ausgegangen zu sein. Ob das jetzt daran liegt, dass wirklich ein großer Qualitätsabfall vorliegt, oder ob der Overkill der immer gleichen Songstrukturen und die zu geringen Unterscheide zwischen den Songs daran schuld sind, ist schwer zu beurteilen, jedenfalls habe ich nach etwa 35 Minuten gehörig die Nase voll von dem Album.

Dass diese Rezension also eher kurz ausgefallen ist, hat zwei Gründe: Einige Songs sind einfach für sich selbst sprechende Melodic Metal-Kracher (auch wenn man nie übermäßig hart zu Werke geht), andere eben nicht. Man hat das Ganze zwar in ein nettes Soundgewand gepackt, aber das nützt eben auch nichts, wenn die Qualität der Musik oftmals nicht vorhanden ist, was hier der Fall ist. SILENT FORCE haben hier ein nettes Album auf den Markt geworden, mehr aber auch nicht, Innovation ist hier wieder einmal nicht zu erkennen, dafür aber das Problem des ganzen Sektors, in dem einfach viel zu viel kopiert wird, oder in dem einfach schon zu viel erschienen ist, um sich für eher durchschnittliche Alben noch groß begeistern zu können.

Bewertung: 6 / 10

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