CD-Review: Skeletal Remains - Desolate Isolation (Demo MC)

Besetzung

Chris Monroy – Gesang, Gitarre
Adrian Obrego – Gitarre
Adrius Marquez – Bass
Christian Reyes – Schlagzeug

Tracklist

01. Desolate Isolation
02. Traumatic Existence
03. Sub-Zero Termination
04. Chronic Infection (Pestilence Cover)


Das kleine Label FDA Rekotz, das als Heimat für fiese Underground-Sounds bekannt ist, hat mit SKELETAL REMAINS ein verdammt gutes Pferd im Stall. Die vier Jungs aus Kalifornien zocken Death Metal der alten Schule, also wie man ihn aus den späten Achtzigern und frühen Neunzigern kennt, und haben 2011 vier Tracks aufgenommen und veröffentlicht. Weil die Auflage mittlerweile komplett vergriffen ist, kommt nun ein Re-Issue der Demo-Kassette (kennt ihr noch, oder?) mit neuem Layout auf den Markt.

SKELETAL REMAINS versprechen traditionellen, räudigen Todesstahl und liefern ihn auch ab. Und wie. Als Bastard aus amerikanischen Death-Bands wie Revenant und, na ja, eben Death sowie europäischen Gruppen wie Morgoth und Pestilence scheppern die vier Songs in einer Viertelstunde aus den Boxen und dürften dabei keinen Anhänger des klassischen – hier ist das Wort schon wieder – Death Metals kalt lassen. Gerade letztgenannte Band ist hier nicht nur durch das „Chronic Infection“-Cover äußerst präsent, nein, auch die Stimme von Sänger Chris Monroy hat verblüffende Ähnlichkeit mit der von Martin van Drunen. Die Cover-Version reiht sich dabei nahtlos in die selbstkomponierten Songs der Kalifornier ein und zeugt dadurch von der Qualität des Materials.

Wie schon angedeutet, der Sound der Produktion rappelt und rumpelt ein wenig, versprüht dadurch aber auch einen lebendigen und ursprünglichen Spirit. Dabei ist die Qualität weit davon entfernt, wie die Stümperei einiger Teenager zu klingen, die im Keller der Eltern etwas Krach machen wollen. Die Gitarrenarbeit ist fett und sorgt vor allem im Solo-Bereich hin und wieder für anerkennendes Nicken, während das zielgenaue Schlagzeugspiel mit variablen Tempos die Grundlage für abwechslungsreiche Songs bildet. „Traumatic Existence“ ist in der Strophe durch den stampfenden Groove quasi ein einziger Headbang-Part, bietet jedoch auch Thrash-Beats im Uptempo und doomigere Passagen. Gleiches gilt für den Titeltrack, der zackig einsteigt, die Geschwindigkeit dann aber zunächst herunterschraubt, und „Sub-Zero Termination”, in dem sich Groove und Speed abwechseln.

Mit ihrer Demo bieten SKELETAL REMAINS einen vielversprechenden Vorgeschmack auf das im November erscheinende Debütalbum „Beyond The Flesh“. Lust auf ein gut abgehangenes Stück Fleisch? Dann besorgt euch „Desolate Isolation“, solange es möglich ist, denn die Auflage ist – wie sollte es auch anders sein – auf 166 nummerierte Exemplare limitiert.

Keine Wertung

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