CD-Review: Skeletonwitch - Forever Abomination

Besetzung

Chance Garnette – Gesang
Scott Hendrick – Gitarre
Nate Garnette – Gitarre
Evan Linger – BassDustin Boltjes – Schlagzeug

Tracklist

01. This Horrifying Force [Desire To Kill]
02. Reduced To The Failure Of Prayer
03. Of Ash And Torment
04. Choke Upon Betrayal
05. Erased And Forgotten
06. The Infernal Resurrection
07. Rejoice In Misery
08. Cleaver Of Souls
09. Shredding Sacred Flesh
10. Sink Beneath Insanity
11. My Skin Of Deceit


2003 gegründet, haben SKELETONWITCH sich mittlerweile vor allem durch ihre energetischen Liveshows, aber auch durch ihre Studioproduktionen einen wahrlich guten Ruf in der Szene erspielt. Mit „Forever Abomination“ wollen die Herren aus Athens, Ohio, diesen weiter ausbauen – was ihnen mit diesem Album wohl spielend gelingen sollte:

Dabei fahren die Herren bereits im Opener „This Horrifying Force (The Desire To Kill)“ das große Geschütz auf: Nach kurzen Cleangitarren-Intro sowie einem griffigen ersten Riff geht es zügig in den treibenden Main-Part, es folgt eine eingängige Bridge, bevor man sich schließlich in gnadenlos schnellem Shreddig beweist. Vielseitigkeit ist hier das Schlüsselwort, schaffen SKELETONWITCH doch spielend, woran man schon so manche Thrash Metal-Band hat scheitern sehen: Hartes, schnelles und riffbetontes Songwriting über weitere Strecken spannend und abwechslungsreich zu halten.
So gnadenlos SKELETONWITCH dabei rifftechnisch zur Sache gehen, so headbang-tauglich ist auch das Resultat: Man fühlt sich von jeder einzelnen Passage unweigerlich zum Haareschütteln verleitet, völlig egal, ob man „Forever Abomination“ nebenbei in der Arbeit, im Auto oder über den mp3-Player im öffentlichten Nahverkehr hört. Faszinierend ist dabei, zu beobachten, wie SKELETONWITCH ihren Stil von Album zu Album merklich verfeinern, ohne sich dabei auch nur im Geringsten untreu zu werden: Man hört auch auf „Forever Abomination“ noch jedem Song nach wenigen Sekunden an, dass es sich hier um SKELETONWITCH handelt… und doch wiederholt sich die Truppe auf ihrem dritten Album nicht einfach, sondern legt gerade in Sachen Thrash-Lastigkeit und, damit einhergehend, Aggressivität nochmal eine deutliche Schippe drauf: Vom Death Metal, den man auf den ersten beiden Alben noch als klaren Einfluss heraushören konnte, ist hier fast nichts mehr geblieben, statt dessen merkt man gerade den Gitarren mehr denn je den Thrash Metal-Vibe an.
Was SKELETONWITCH so einzigartig macht, ist, dass sie dabei nicht das leider all zu oft peinlich-true Gehabe alteingesessener Thrash-Bands kopieren, sondern im Grunde ihres Herzens die coolen Death Metaller – oder anders gesagt: Schlichtweg sie selbst – bleiben. Da das Resultat darüber hinaus stets mit einer Priese Black Metal-Atmosphäre versehen ist, ist klar, was SKELETONWITCH zur Band der Stunde macht:

Denn egal, aus welcher Ecke des extremen Metal man nun kommt, sei es Thrash, Black oder Death Metal – auf „Forever Abomination“ist für jeden etwas dabei. So würde die Band genausogut zu Slayer wie zu Cannibal Corpse oder Marduk in ein Tourpackage passen – und genau diese Allrounder-Qualität wird SKELETONWITCH in Kombination mit ihrer Performance-Stärke noch weit bringen, wenn sie weiterhin Alben auf diesem Niveau veröffentlichen. Denn selten habe ich eine Band erlebt, die sich über drei Alben derart konsequent zu steigern in der Lage war. Ganz großes Kino!

Bewertung: 9 / 10

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